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Gegen Querfinanzierung über die Wirtschaft

Mit großer Ablehnung reagiert Salzburgs Tourismus auf den Vorschlag von Vizebürgermeister Bernhard Auinger, weitere Gratis-Öffi-Tage über eine Erhöhung der Ortstaxe finanzieren zu wollen.

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Aktualisiert am 05.01.2024

Auslöser für den von Auinger bei einem Pressegespräch erhobenen Vorschlag ist das gut nachgefragte Gratis-Öffi-Angebot an den Benzinfreitagen im Vorjahr in Salzburg. „Die Finanzierung von weiteren kostenlosen Öffi-Tagen über die Ortstaxe widerspricht dem Nächtigungsabgabengesetz in Salzburg und ist eine völlig unnötige Querfinanzierung über die Wirtschaft. Überhaupt ist die Ortstaxe nicht dazu da, den öffentlichen Verkehr für die Bevölkerung in der Stadt Salzburg zu bezahlen“, betont Ebner. Der Spartenobmann weist zudem darauf hin, dass die Ortstaxe eine lineare Abgabe für die Betriebe ist. Das heißt, dass auch kleine Pensionen mit wenig Umsatz erheblich von einer allfälligen Erhöhung betroffen wären.


Als zusätzliches Angebot für Salzburg-Gäste tauge das Angebot laut Ebner ohnedies nicht: „Den Salzburg-Urlaubern steht mit der Salzburg Card ein äußerst attraktives Paket zur Verfügung, das auch die kostenlose Nutzung der Öffis inkludiert.“ Die von Auinger vorgeschlagene Ausweitung der Gratis-Öffis auf die Sommermonate, den Rupertikirtag und die Adventzeit würde somit eher den Zweck der Salzburg Card untergraben.

„Bei einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 1,6 Tagen ist das Angebot Auingers für Salzburg-Gäste nicht relevant“, betont Ebner. Die Salzburger Altstadt sei außerdem so kompakt, dass die meisten Sehenswürdigkeiten ohnedies fußläufig erreichbar seien.


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Foto 1: eObus Karolinenbrücke