Alois und Maria Brunner vor ihrem Feinkostgeschäft, das sie mit viel Liebe zum Detail führen.
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Ein historisches Haus der Genüsse

Das Krämerhaus in Leogang blickt auf eine lange Kaufmannstradition zurück. Seit den 1970er Jahren führen Alois und Maria Brunner in dem 1323 erbauten Haus ein Feinkostgeschäft samt Vinothek. Vier neu errichtete Apartments laden zum Verweilen ein.

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Aktualisiert am 10.10.2023

Die Liebe zur Vielfalt und zu den schönen Dingen ist sowohl in der Feinkosthandlung als auch in den vier 2019 fertiggestellten, hochwertigen Ferienappartements spürbar. „In den Anfängen befand sich im Krämerhaus ein Kerzen- und Wachswarengeschäft. Später ist es dann in eine Gemischtwarenhandlung übergegangen“, berichtet Alois Brunner, der das Geschäft nach und nach zu einem, über die Grenzen hinaus bekannten, Feinkostladen entwickelt hat: Hier finden Feinschmecker sowohl eine Vielfalt an heimischen Käse- und Räucherspezialitäten als auch Prosciutto, Pasta und Olivenöle und Raritäten aus der Toskana. Zu jedem Spitzenwein weiß Alois Brunner eine Geschichte zu erzählen. In den Anfangsjahren ist er noch persönlich zu den Weinbauern gefahren, um die Weine abzuholen. „Meinen guten Ruf musste ich mir hart erarbeiten. Jetzt, wo mich alle schon kennen, kann ich die Bestellungen telefonisch aufgeben“, erzählt Brunner.

Der Feinkostladen im Krämerhaus.
© KRÄMERHAUS/FELSCH Der Feinkostladen im Krämerhaus.

Genuss ist eine Reise wert 

Neben Stammgästen kommen auch internationale Gäste aus der benachbarten Spitzenhotellerie, um sich von dem Weinkenner beraten zu lassen. Im Sortiment finden sich heimische Spitzenweine sowie ein vielfältiges Weinsortiment aus Frankreich und Italien und Besonderheiten von Salzburger und Tiroler Destillerien. „Der Preis pro Weinflasche bewegt sich zwischen 9,90 und 2.500 €“, berichtet der passionierte Weinkenner. Seine Kunden kommen mittlerweile aus Wien, Vorarlberg, Liechtenstein und der Schweiz, um die erlesenen Tropfen zu kaufen.


Authentisch und familiär

Seit 2019 bietet das Ehepaar Brunner vier neu gestaltete Appartements an, die an der Stelle der einstigen Frühstückspension errichtet wurden.

„Der Aufwand war einfach zu groß, um das alleine zu bewerkstelligen“, berichtet Alois Brunner. „Unsere Kinder wollten aber, dass unser Betrieb weitergeht. Die Appartements können sie später einmal nebenberuflich führen – eine Frühstückspension mit 30 Zimmern nicht“, ergänzt Maria Brunner, die sich um die Appartements kümmert und aktuell über Mitarbeitermangel klagt. „Der Umbau war sehr aufwendig. Wir haben ein ganzes Stockwerk ausgehöhlt“, berichtet die Gastgeberin. „Auch wenn unsere alten Zimmer noch sehr gut erhalten waren, war es notwendig, die neuen Appartements an die aktuellen Anforderungen anzupassen. Das Gästeverhalten hat sich gravierend geändert. Waren die Gäste früher froh, wenn sie ein Zimmer mit Dusche bekommen haben, so sind die Ansprüche nun deutlich gestiegen“, berichtet Alois Brunner. „Deshalb ist es gut, dass wir investiert haben.“ Möglich war dies durch die Forstwirtschaft, die Einkünfte einbringt.

Die Liebe zu den schönen Dingen sieh man auch in den neuen Apartments.
© KRÄMERHAUS/FELSCH Die Liebe zu den schönen Dingen sieh man auch in den neuen Apartments.

Die Liebe zur Vielfalt

Die Säulen ihres Erfolges sieht das Ehepaar Brunner in der Vielfalt des Angebotes sowie im familiären Umgang mit seinen Kunden und Gästen. „Dabei meinen wir nicht nur die Landschaft und das touristische Ganzjahres-Angebot, sondern auch unsere Produktvielfalt, die wir anbieten“, erzählt Brunner. Urlaub haben sie in all den Jahren höchstens eine Woche pro Jahr gemacht, da die Sommersaison fast nahtlos in die Wintersaison übergeht. Auf die Frage, wie lange sie den Betrieb noch weiterführen möchten, antwortet Brunner mit einem Lächeln: „So lange, bis wir aufhören.“