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"Testen und Impfen bringt wirtschaftliche Freiheit"

WKÖ-Präsident Harald Mahrer über den Weg Richtung Normalität im neuen Jahr – und was es dafür braucht.

WKÖ Präsident Dr. Harald Mahrer
© (C) BMDW

Das Jahr 2020 war wie kein anderes. Ihr Resümee?

Mahrer: 2020 war ein Jahr dramatischer Herausforderungen und Beschränkungen. Die Corona-Pandemie und die Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung haben die Freiheit und die Handlungsspielräume unserer Unternehmen massiv reduziert. 2021 muss ein Jahr am Weg Richtung Freiheit werden – für Menschen und Unternehmen.

Wie soll das gehen? Was braucht es dazu?

Mahrer: Unternehmerische und gesellschaftliche Freiheit im Einklang mit den gesundheitspolitischen Notwendigkeiten gibt es ab einer Durchimpfungsrate von etwa 60 %. Bis wir dieses Ziel erreicht haben, sind Tests die richtige Strategie. Jeder Test in Österreich ist ein kleiner, aber wichtiger Schritt zu mehr Freiheit. Regelmäßige Massentestungen sind aus Sicht der Wirtschaft in den nächsten Monaten der richtige Ansatz, damit die Betriebe wieder öffnen können - vom Handel bis zu Veranstaltungen und Formate mit größeren Teilnehmerzahlen, von der Hochzeit bis zum Konzert, wieder möglich sind. Es ist nicht nur in unserem eigenen Interesse als Unternehmerinnen und Unternehmer, sondern auch unsere Verantwortung, gegenüber unseren Kunden und Partnern, Testen und Impfen zu propagieren.

Wie sind Sie mit den Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung zufrieden?

Mahrer: Eines ist klar: Keine Hilfe kann für viele unternehmerische Schicksale hinter der Corona-Krise je genug sein. Gleichzeitig zeigt ein internationaler Vergleich, dass wir gemeinsam umfangreiche Unterstützungspakete für die Wirtschaft durchsetzen konnten. Corona-Kurzarbeit, Härtefall-Fonds, Fixkostenzuschuss, Umsatzersatz, Kreditgarantien oder Haftungen – das gibt es in diesem Umfang nur in Österreich. Mir ist aber immer wichtig zu sagen: Die Wirtschaftshilfen sind keine Geschenke an die Wirtschaft, das ist im Interesse des ganzen Landes und hunderttausender Arbeitsplätze. Mindestens genauso wichtig wie die Hilfsmaßnahmen ist das Mindset unserer Wirtschaft. Unsere Unternehmerinnen und Unternehmer sind tatkräftige Anpacker und Umsetzer, wir lassen uns nicht so leicht unterkriegen. Das ist das wichtigste Fundament für den Aufschwung.

Was erwarten Sie für 2021?

Mahrer: Das Jahr 2021 wird ein entscheidendes Jahr sein. Ich erwarte eine konjunkturelle Seitwärtsbewegung mit einer sanften Erholung im 2. Halbjahr, die richtige Erholung sollte dann 2022 kommen. Vorkrisenniveau werden wir aber erst 2023 oder 2024 haben. Aber klar ist auch: Wie schnell sich die Situation verbessert, das entscheiden wir jetzt. Mit den richtigen wirtschaftspolitischen Weichenstellungen, Stichwort Entlastung oder weitere Investitionsförderung. Hier ist die Bundesregierung in der Pflicht. Und wir werden als Wirtschaftskammer sehr intensiv daran arbeiten, dass die großteils ja im Regierungsprogramm verankerten Maßnahmen rasch umgesetzt werden. Was übrigens sicher nicht am Programm stehen kann, sind Belastungen für unsere Unternehmen. Wer das fordert, schadet Betrieben, Arbeitsplätzen und dem ganzen Land. Wie rasch wir aus der Krise kommen, entscheidet aber letztlich auch jeder und jede in Österreich selbst. Je mehr sich testen und impfen lassen, desto rascher haben wir unsere volle wirtschaftliche Freiheit wieder zurück. Und nur das bringt uns alle im Land wirklich weiter. 

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