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Chart of the Week

Aktuelle Daten und Fakten interaktiv visualisiert

Grafik WHP Chart of the Week
© AdobeStock/WKÖ

Globale FDI-Ströme 2020 um 35% eingebrochen

Aufgrund der COVID-19-Pandemie sind die ausländischen Direktinvestitionen (FDI) weltweit von 1,5 Billionen US-Dollar im Jahr 2019 auf rund eine Billion US-Dollar im Jahr 2020 eingebrochen – das entspricht einem Minus von 35%. Besonders stark war der Rückgang an ausländischen Investitionen in Europa. EU-weit sind die FDIs um fast 73 % gesunken, am stärksten in Österreich. Im Gegensatz zum Westen blieben Asien und hier v.a. China auch im Corona-Jahr für Investoren weiterhin interessant. Sie konnten auch 2020 ein FDI-Wachstum verzeichnen. Nach China beispielsweise flossen 149 Mrd. US-Dollar an ausländischen Direktinvestitionen, was einem Plus von fast 6 % entspricht. Darüber hinaus stieg China 2020 zum weltgrößten Außeninvestor auf – den Titel hatte zuvor Japan inne.

Gemessen an den Beständen aktiver Direktinvestitionen ist Europa zwar weiterhin an erster Stelle, Asien holt jedoch rasant auf. Vor diesem Hintergrund müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die den Standort attraktiver machen, damit multinationale Unternehmen und Investoren wieder verstärkt in Österreich und Europa investieren. Denn das schafft Wertschöpfung und Jobs. 

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Daten als Quelle von Wachstum und Innovation

Daten stehen im Mittelpunkt des digitalen Wandels und werden zunehmend zur Schlüsselressource. Dabei wächst die Menge an Daten in einem nie dagewesenen Ausmaß, wobei die „Datenexplosion“ in jüngerer Vergangenheit u.a. auf den verstärkten Gebrauch von Mobiltelefonen, digitalen Transaktionen und zunehmender Interaktion in sozialen Medien zurückzuführen ist. Der globale Handel mit datengesteuerten Dienstleistungen ist seit 1990 exponentiell gestiegen und stellt derzeit die Hälfte des Handels mit Dienstleistungen dar. Die ungeheure Datenmenge („Big Data“) leistet dabei nicht nur einen Beitrag zur Lösung von sozialen und gesellschaftlichen Herausforderungen, sondern bietet auch ein enormes wirtschaftliches Potenzial. Daten gelten als Quelle von Wirtschaftswachstum, Innovation und Arbeitsplätzen. Innovationen bei der Nutzung und Anwendung von Daten durch Unternehmen schaffen einen enormen wirtschaftlichen Wert und reduzieren Transaktionskosten.

Globaler Handel mit Dienstleistungen und digitale Datenflüssen

Grafik
© WKÖ/WHP
Die Nutzung von Daten bringt für alle Branchen Chancen und wichtige Impulse, das Potenzial von Big Data ist in Österreich bzw. Europa aber größtenteils noch nicht ausgeschöpft. Essentiell ist, dass der Rohstoff Daten möglichst vielen Unternehmen zur Verfügung steht und ein praktikabler Rechtsrahmen gewährleistet ist, der sicherstellt, dass die vorhandenen Datenmengen auch genutzt werden können. Datenschutz bzw. die vertrauliche Behandlung von Daten ist sehr wichtig, gleichzeitig gilt es aber auch, die vielfältigen Möglichkeiten von "Big Data" zu nutzen. 

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G7-Befürwortung einer Globalen Mindeststeuer

Im Rahmen des 'OECD/G20 Inclusive Framework'  arbeiten seit Jahren rund 140 Länder zusammen an einem Lösungsansatz zu den steuerlichen Herausforderungen, die sich aus der Globalisierung und der Digitalisierung der Wirtschaft ergeben. Die G7-Staaten haben am Samstag, 5. Juni 2021, ihre ausdrückliche Zustimmung zu diesem Projekt gegeben und sich für die Einführung eines globalen Mindestsatzes zur Unternehmensbesteuerung ausgesprochen. Das Projekt sieht dabei zwei Säulen vor: Säule eins sieht eine Besteuerung beim Kunden ohne Vorhandensein einer physischen Präsenz vor. Dementsprechend sollen Unternehmen künftig ihre Steuern in dem Land zahlen, in dem sie ihren Umsatz machen, unabhängig davon, ob sie einen Standort im jeweiligen Land haben. Säule zwei sieht eine globale Mindeststeuer von Unternehmensgewinnen vor. Derzeit wird von einem weltweiten Steuersatz von 15 % ausgegangen. 


Eine Einigung über eine Neuverteilung der Besteuerungsrechte gekoppelt mit einem globalen Steuersatz auf Unternehmensgewinne auf OECD-Ebene stellt eine längst fällige Aktualisierung der über 100 Jahre alten Regelungen des internationalen Steuersystems dar. Es ist darauf zu achten, dass die österreichischen Unternehmen und insbesondere die österreichische Exportwirtschaft einerseits faire Wettbewerbsbedingungen vorfinden und anderseits die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich gewahrt bleibt. 

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Sowohl Krise als auch Erholung außergewöhnlich

Die OECD hebt ihren Ausblick deutlich an. Nach dem coronabedingten Einbruch im vergangenen Jahr (-3,5%) wächst die Weltwirtschaft wieder kräftig. Erwartet wird im laufenden Jahr ein globales Plus von 5,8%. Ein so starkes Wachstum hat es seit 1973 nicht gegeben. Dementsprechend sind sowohl die Krise als auch die Erholung außergewöhnlich. Jedoch bleibt die Prognose weiterhin mit erheblichen Unsicherheiten behaftet, die v.a. das Tempo der Impfstoffproduktion und -bereitstellung sowie das mögliche Auftauchen impfresistenter Mutationen betreffen.  Darüber hinaus ist die Erholung ungleichmäßig und abhängig von gesundheitspolitischen Maßnahmen, den wirtschaftspolitischen Impulsen sowie der Bedeutung, die stark betroffene Branchen wie der Tourismus für die Wirtschaftsleistung des Landes haben.


Normalität kehrt schrittweise zurück, doch solange weite Teile der Weltbevölkerung nicht geimpft sind und neue Infektionsausbrüche drohen, wird die Erholung uneinheitlich verlaufen und anfällig für Rückschläge bleiben. Deshalb ist eine zielgerichtete Unterstützung von Menschen und Unternehmen weiterhin wichtig.

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Erholung hat begonnen: Arbeitslosigkeit sinkt stetig

Seit Mitte Jänner 2021 ist die Zahl der beim AMS gemeldeten arbeitslosen Personen konstant zurückgegangen. Insbesondere auch die jüngsten Öffnungsschritte haben die Arbeitslosigkeit weiter gesenkt. Derzeit sind 316.960 Personen arbeitslos gemeldet, das sind um 4.365 Personen weniger als in der Vorwoche. Dazu kommen 75.400 Schulungsteilnehmer. Insgesamt befinden sich damit derzeit 392.360 Personen in Arbeitslosigkeit oder in Schulung.  Parallel mit dem Sinken der Arbeitslosenzahlen steigt seit Dezember 2020 auch die Zahl der offenen Stellen. Im Mai gab es mit 97.632 offene Stellen nicht nur deutliche mehr als vor der Krise, es wurde sogar ein neuer Rekordwert an offenen Stellen erreicht. Damit steigt mit anspringender Konjunktur auch der Fachkräftemangel. 62% der Unternehmen spüren einen starken oder sehr starken Fachkräftemangel.

Der Trend bei den Arbeitslosenzahlen geht in die richtige Richtung und zeigt, dass die Erholung bereits begonnen hat. Doch gerade jetzt zeigen sich auch die Schwächen am Arbeitsmarkt, da auf der einen Seite die Arbeitslosigkeit noch hoch ist, auf der anderen Seite aber in vielen Bereichen ein Fachkräftemangel herrscht. Für den Arbeitsmarkt bedeutet ein nachhaltiger Aufschwung, dass die Reduktion der Arbeitslosigkeit und Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel Hand in Hand gehen müssen. Ziel muss es sein, die Erholung zu beschleunigen und gleichzeitig die richtigen Weichen für den Arbeitsmarkt von morgen zu stellen.

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Nachfrage nach Wohnimmobilien stark gestiegen

Während der COVID-19-Pandemie ist die Nachfrage nach Wohnimmobilien über die verschiedenen Preissegmente hinweg stark gestiegen. So wurden 2020 um 5,7% mehr Wohnungen und Häuser durch private Haushalte gekauft als noch ein Jahr zuvor.  Besonders gefragt waren Wohnungen im ländlichen Raum, hier legten die Käufe um ein Fünftel zu. 

Die Nachfrage und Preise für Wohnimmobilien dürften auch 2021 weiter steigen. Denn einerseits sind die Baukosten seit Jänner 2021 gestiegen, andererseits bleiben die grundsätzlichen Treiber erhalten: Die expansive Geldpolitik der EZB vergünstigt Wohnbaukredite. Gleichzeitig bleiben die Einkommen durch staatliche Stützungsmaßnahmen stabil, die Arbeitslosigkeit sinkt aufgrund der anspringenden Konjunktur und die höhere Sparquote während der Pandemie sichert vielen Haushalten das notwendige Eigenkapital.

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Ärmel hochkrempeln für Wachstum in Europa

Die aktuelle Frühjahrsprognose der Europäischen Kommission revidiert die BIP-Wachstumsaussichten für 2021 deutlich nach oben. Doch trotz der optimistischeren Wachstumsprognosen bleibt Europa klar hinter anderen großen Volkswirtschaften zurück. So soll die EU 2021 mit 4,2% Wachstum und Österreich mit 3,4% weit weniger stark wachsen als das globale BIP mit 5,6%. Treiber der Erholung sind v.a. China und die USA.

Laut EK-Frühjahrsprognose hatte Österreich 2020 den achtstärksten Wirtschaftseinbruch in der EU und wird 2021 voraussichtlich nur das siebent schwächste Wachstum verzeichnen. Dementsprechend muss sich Österreich noch stärker nach dem EU-Motto „Die Ärmel werden hochgekrempelt“ ausrichten, um Wachstum und Beschäftigung gewährleisten zu können. 

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China stößt mehr Emissionen aus als OECD zusammen

Als größter Kohleverbraucher und bevölkerungsreichstes Land ist China entscheidend für den Kampf gegen die Erderwärmung. Doch die Emissionen Chinas steigen stetig an. Nach einer aktuellen Studie haben Chinas Treibhausgasemissionen im Jahr 2019 erstmals die Emissionen aller entwickelten Länder (bzw. der OECD-Länder) zusammen überstiegen. China allein hat zu 27 % der weltweiten Emissionen an CO2-Äquivalenten (CO2e) beigetragen – weit mehr als die USA auf dem 2. Platz mit 11%. Erstmals kletterte Indien mit 6,6 % auf den 3. Platz.

In vielen anderen Ländern hingegen konnten in den letzten Jahren die Treibhausgasemissionen reduziert und in vielen Ländern sogar eine absolute Entkopplung erreicht werden. So haben seit 2005 32 Länder mit einer Bevölkerung von über 1 Mio. Menschen, darunter auch Österreich, Deutschland, die USA und Japan, Wirtschaftswachstum bei gleichzeitig sinkenden Emissionen erreicht.

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Österreich bei Abgaben auf Arbeit auf 3. Platz

Österreich hat unter den 37 OECD-Ländern die dritthöchsten Steuern und Abgaben auf Arbeitseinkommen. Bei einem Durchschnittsverdiener ohne Kinder machen Lohnsteuer und Sozialabgaben 47,3% der Lohnkosten aus. Eine höhere Belastung von Arbeitseinkommen verzeichnen nur Belgien und Deutschland, der OECD-Durchschnitt liegt bei 34,7%. 

Damit gehört Österreich zu jenen Ländern mit einer sehr hohen Steuer- und Sozialversicherungslast auf Arbeitseinkommen. Dies beeinflusst freilich die Arbeitskosten insgesamt. Die Arbeitskosten in Österreich sind - trotz Corona-Krise - 2020 um 6,1% gestiegen und betrugen pro geleisteter Arbeitsstunde im Durchschnitt 36,7 €. Im EU-Vergleich liegt Österreich damit auf dem 7. Platz, deutlich über dem EU-Durchschnitt von 28,5 €. 

Die Höhe der Arbeitskosten spielt für die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes eine maßgebliche Rolle. Eine Senkung der Lohnnebenkosten entlastet den Faktor Arbeit und stärkt den Wirtschaftsstandort Österreich. Das ist v.a. in konjunkturell fordernden Zeiten wichtig. Denn gerade für den Weg aus der Krise muss die Produktivität erhöht und die Wettbewerbsfähigkeit weiter verbessert werden.

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Rohstoffpreise stark gestiegen

Die Rohstoffpreise setzen im 1. Quartal 2021 ihren Aufschwung deutlich fort. Fast alle Rohstoffpreise sind in den letzten Monaten gestiegen und liegen derzeit – zum Teil deutlich - über dem Vor-Pandemie-Niveau. Die Metallpreise beispielsweise werden laut Weltbank im Jahr 2021 aufgrund der starken Nachfrage voraussichtlich um 30% höher sein als 2020. Die Kupferpreise waren im März 2021 sogar um fast 50% höher als Ende 2019. 

Die Gründe für die Preissteigerungen sind vielfältig. Sie reichen von der globalen Erholung und verbesserten Wirtschaftsaussichten, über Produktions- und Kapazitätsreduktionen bis hin zu höheren Lieferkosten. Berücksichtigt werden muss aber auch, dass die derzeit hohen Preissteigerungen bei Rohstoffen auf einem zum Teil sehr niedrigen Preisniveau im Jahr 2020 basieren. Nachdem sich die Corona-bedingten Ungleichgewichte aufgelöst haben, dürfte sich die Preisdynamik wieder einpendeln. Laut Weltbank sollte sich ein Großteil der Preise spätestens 2022 stabilisieren. 

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Digitalisierung für Aufschwung entscheidend

Die OECD empfiehlt in ihrem aktuellen "Going for Growth"-Bericht Regierungen, jetzt zu handeln, um strukturelle Hindernisse für Wachstum zu beseitigen, die Widerstandsfähigkeit zu stärken und die Produktivität zu steigern. Eines der größten Hemmnisse auf dem Weg zu einer raschen Erholung sieht die OECD im Bereich der Digitalisierung. Österreich ist in diesem Bereich langsamer als vergleichbare Länder, und der Mangel an IKT-Kenntnissen ist hoch. Neben der OECD identifiziert auch das Consulting-Unternehmen Deloitte die Digitalisierung als eine der wichtigsten Stellschrauben, an denen gedreht werden müsse, um erfolgreich aus der Krise zu kommen. 

Die OECD empfiehlt Bildungsinstrumente über alle Altersstufen, begleitet von einer besseren Versorgung mit Hochgeschwindigkeits-Internetanbindungen sowie Maßnahmen, die Unternehmen helfen, dynamischer und innovativer zu werden. 

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Corona-Hilfen in Österreich hoch

Der Internationale Währungsfonds hat seine globale Konjunkturprognose angehoben. Angetrieben von einem Aufschwung in den Industrieländern soll die Weltwirtschaft 2021 um 6% wachsen, für Österreich wird ein Wachstum von 3,5% prognostiziert. Laut IWF haben u.a. Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur zur Erhöhung der BIP-Prognose beigetragen. 

Dabei zeigt sich, dass die österreichischen Coronahilfen im europäischen Vergleich sehr hoch sind. Österreich investiert 11,7% des Bruttoinlandsprodukts, um Arbeitsplätze und Unternehmen zu sichern. Damit liegt Österreich EU-weit an 2. Stelle hinter Griechenland (13,7%) und vor Deutschland (11,0%).

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COVID-Kriste belastet österreichische Exporte

Die weltweit beschränkte Mobilität und eingeschränkten Konsummöglichkeiten durch die Covid-19-Pandemie zeigen auch noch zu Jahresbeginn 2021 negative Auswirkungen auf die österreichischen Exporte. 

So gingen im Jänner 2021 die österr. Exporte im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,5% auf 11,1 Mrd. Euro, die Importe um 10,4% auf 11,3 Mrd. Euro zurück. Besonders hoch war der Einbruch – v.a. aufgrund des Brexit - mit dem Vereinigten Königreich, mit dem die österreichischen Unternehmen ein Exportminus von 29,2% auf 0,26 Mrd. Euro verbuchen mussten. Die Exporte nach China nahmen hingegen um 16,2% zu.

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