th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Betriebe als tragende Säule des Sozialsystems: Zahlungsmoral der Betriebe ausgezeichnet

Argumente der WKÖ

Unternehmen zahlen jährlich mehr als 39 Mrd Euro direkt in das Sozialsystem ein. Dazu zählen die Beiträge der Dienstgeber (DG) zur Kranken-, Pensions-, Unfall- sowie Arbeitslosenversicherung. Ebenso dazugerechnet werden DG-Beiträge zum Familienlastenausgleichsfonds, Mitarbeiter-Vorsorgebeitrag, Insolvenz-Entgeltsicherungsbeitrag, Nachtschwerarbeitsbeitrag, Schlechtwetterentschädigungsbeitrag sowie Wohnbauförderungsbeitrag. Darunter fallen weiters die Beiträge, die die Selbständigen und Bauern an die SVS zahlen. 

Mit diesem Beitrag von jährlich mehr als 39 Mrd Euro tragen die DG bzw. Selbständigen den Löwenanteil, nämlich 63,3% der insgesamt knapp 62 Mrd Euro, der direkten Finanzierung des österreichischen Sozialsystems.   

Darüber hinaus finanzieren die Unternehmen über direkte (z.B. Einkommens- und Körperschaftssteuer) und indirekte Steuern (z.B. Umsatzsteuer) die steuerfinanzierten Zweige des österreichischen Sozialsystems mit (die Sozialhilfe, die Ausgleichszulage, den Bundesbeitrag zum Pensionssystem, etc.). 

Ein weiterer wichtiger Beitrag, der von DG ohne Gegenleistung erbracht wird, ist die gesamte Abwicklung der Lohnverrechnung und damit zusammenhängend die Abfuhr von Steuern, Sozialversicherungsbeiträgen und Abgaben. Dieser Verwaltungsaufwand der Unternehmen dient den Versicherten, dem Staat und der Sozialversicherung und wird mit jährlich mindestens 420 Mio Euro geschätzt. 

Extrem hohe Einbringungsquote 

Die Zahlungsmoral der Unternehmen bei der Abfuhr der Beiträge ist nach wie vor sehr gut: Die Einbringungsquote, also der Anteil der eingezahlten Beiträge an den vorgeschriebenen Beiträgen, betrug trotz Covid-19-Pandemie 99,79% im Jahr 2020 bzw. 99,81% im Jahr 2021. 

Das Volumen der uneinbringlichen Beiträge hat sich innerhalb von sechs Jahren in etwa halbiert: Von 169,9 Mio. Euro im Jahr 2013 auf nunmehr rund 92 Mio. Euro im Jahr 2021, das entspricht 0,19%. Zum Vergleich: Nach einer KSV-Umfrage betrugen die Forderungsausfälle der heimischen KMU 2021 2,1% des Umsatzes.

Diese 0,19% entfallen im Wesentlichen auf insolvente Unternehmen. Im Regelfall springt dann der Insolvenz-Entgelt-Fonds ein (der wiederum ausschließlich durch DG-Beiträge finanziert wird) und leistet die nicht abgeführten DG-Beitragsteile an die Sozialversicherung.


Einbringungsquoten
© WKÖ

          

Autor: Mag. Christina Marx
Stand: November 2022

Das könnte Sie auch interessieren

Sujet

WKÖ EU-Wirtschaftspanorama 30/2022

Ausgabe 23. September 2022 mehr

Kevin Emhofer, "Medallion for Excellence"

WorldSkills 2022: Rot-weiß-rotes Quintett sorgt für WM-Auszeichnungen

„Medallions for Excellence“ gehen nach Tirol, Vorarlberg und Niederösterreich mehr