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Im Portrait: Sigrid Pichler, Geschäftsführerin von „Fahrrad Pichler“ aus Pöchlarn

Kampagne „G‘lernt is g‘lernt“

Sigrid Pichler
© Philipp Monihart

Unternehmerinnen in technischen Berufen, die ihre Karriere mit einer Lehre begonnen haben, vor den Vorhang holen: Das will die Kampagne „G’lernt is g’lernt“ von Frau in der Wirtschaft Niederösterreich. Heute im Portrait: Sigrid Pichler, Geschäftsführerin von „Fahrrad Pichler“ aus Pöchlarn.

Wirtschaft NÖ: Wussten Sie schon immer, dass Sie Fahrradmechatronikerin sein möchten?  

  • Sigrid Pichler: Ich habe nie überlegt, ob ich einen anderen Beruf erlernen will. Mein Weg war immer klar vorgezeichnet, meine Oma hat das entschieden.

Wie war dann Ihr Weg in die Selbstständigkeit? 

  • Ich habe meine Lehre im elterlichen Betrieb absolviert und anschließend dort als Angestellte gearbeitet, bis ich vor zehn Jahren übernommen habe.

Was ist das Besondere an Ihrem  Unternehmen? 

  • Wir haben ein sehr familiäres Klima, sodass sich bei uns Mitarbeiter und Kunden wohlfühlen können.

Welchen Stellenwert hat die Lehre Ihrer Meinung nach?

  • Einen sehr hohen, da sie praxisbezogenes Wissen vermittelt. 

Welche Vorteile haben Unternehmerinnen von der Lehre?

  • Sie eignen sich Wissen für die Zukunft an – und damit meine ich nicht nur das fachliche Wissen. Es geht auch um Fähigkeiten wie Hausverstand, zum Beispiel im Umgang mit Finanzen, oder Teamfähigkeit.  

Eine Leistung, auf die ich besonders stolz bin, ist…

  • … der Werdegang des Betriebes in den vergangenen zehn Jahren. Außerdem bin ich stolz darauf, gerade einen 58-jährigen Fahrradmechatroniker-Lehrling auszubilden.

Meine größte Stärke ist…

  • … mein Ehrgeiz, aber er kann natürlich auch hinderlich sein.

Die größte Herausforderung in meiner Selbstständigkeit war …

  • … die Übernahme des Betriebes.  

Jugendlichen, die vor der Berufswahl stehen, gebe ich folgenden Rat:

  • Macht das, was euch Spaß macht, dann seid ihr auch gut darin!

Frauen, die von der Selbstständigkeit träumen, sollten…

  • ...sich auf einen längeren Weg zur Wahrnehmung ihrer Kompetenzen einstellen. Diese Erfahrung habe ich in einer männerdominierten Branche gemacht.

Wie schaffen Sie den Spagat zwischen Familie und Beruf?

Da wir alle gerne arbeiten, ist es kein Spagat, sondern ein fließender Übergang. Aber mittlerweile ist mein Kind bereits 16 Jahre alt und macht auch eine Lehre. Da bin ich als Mama natürlich nicht mehr so stark gefordert.


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