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Niederösterreichische Wirtschaft stromert abgasfrei in die Zukunft

Elektrische Fahrzeuge werden oft im Zusammenhang mit Klima- und Umweltschutz von politischen und öffentlichen Entscheidungsträgern als Lösung beim Kampf gegen den Klimawandel zitiert. Vor allem Verbraucher stellen sich oft die Frage, mit welchen Nachteilen der Betrieb elektrischer Fahrzeuge im Vergleich zu Verbrennungsmotoren verbunden ist und ob sich ein Umstieg bereits jetzt schon lohnt. 

Elektrofuhrpark von Sonnentor
© Sonnentor Der Elektrofuhrpark von Sonnentor umfasst fünf Elektrofahrzeuge und zwei Elektrofahrräder.

August 2021: Mehr BEV als Diesel zugelassen

Ein Blick auf die aktuellen Zulassungszahlen lässt eindeutig erkennen, dass sich die Wende hin zur Elektromobilität gut entwickelt: Mit dem wachsenden Angebot an Lademöglichkeiten in Niederösterreich steigt auch das Interesse einer betrieblichen Nutzung, insbesondere im Hinblick auf die günstigen total-cost-of-ownership von E-Fahrzeugen. Alleine im Monat August wurden niederösterreichweit mehr batteriebetriebene Elektrofahrzeuge neu zugelassen als Dieselfahrzeuge, 50% der E-Zulassungen gingen dabei auf Firmenfahrzeuge zurück. 

„NÖ Ladeinfrastruktur macht uns zu Pionieren“

Mit 2.408 Ladestationen befindet sich 28% der bundesweiten Ladeinfrastruktur in Niederösterreich. „Die Zulassungszahlen von August belegen, dass Niederösterreich zu den Vorreitern der E-Mobilität zählt. Förderungen und Investitionen, vor allem in eine dichte Ladeinfrastruktur, mindern die Hürde zur E-Mobilität und sind unerlässlich auf dem Weg zu einer nachhaltigen Verkehrssituation, aber auch in Hinblick der Erreichung vorgegebener CO2-Ziele“, so WKNÖ-Vizepräsident Christian Moser, der den niederösterreichischen Aufwärtstrend der Zulassungsstatistik im starken Ausbau der Ladeinfrastruktur sieht

Sonnentor seit 10 Jahren elektrisch unterwegs 

Bereits seit vielen Jahren hat Johannes Gutmann, Geschäftsführer von Sonnentor mit Sitz in Sprögnitz (Bezirk Zwettl), mehrere Elektrofahrzeuge im Einsatz und kennt die Sonnen-, als auch die Schattenseite der Elektromobilität: War zu Beginn die Reichweite der Autos noch sehr limitiert, könnte heute die Dichte von Ladestationen mit Schnellladefunktion besser sein.
 Längere Dienstfahrten stellen für Sonnentor kein Problem dar: „Wenn wir Termine außer Haus haben, kommen wir mit einem voll aufgeladenen Auto sehr gut bis nach Wien oder Linz und wieder zurück“, so Gutmann und führt weiter aus, „dass bereits ein Drittel des Stroms für die Fahrzeuge aus PV-Eigenproduktion stammt“.
Der restliche Bedarf wird über Öko-Strom gedeckt. Somit ist das Energiemanagement der E-Flotte integraler Bestandteil der Kreislaufwirtschaft des Unternehmens. 

Taxi Berger:  Neun E-Taxis in Tulln 

Ein Beispiel aus der Personenbeförderung ist das Unternehmen Taxi Berger aus Tulln, das bereits 60% der Fahrzeugflotte elektrifiziert hat. Im Taxibetrieb fahren elektrische PKW, für den Schülerverkehr und körperlich beeinträchtigte Personen werden speziell ausgestattete E-Busse eingesetzt. Besonders positiv hebt Inhaber Günther Berger hervor, dass das elektrische Fahren das Umweltbewusstsein der Fahrer schärft und technische Möglichkeiten wie die Bremsrekuperation, mindestens 60% der Treibstoffkosten im Vergleich zum Verbrennungsmotor einsparen. 
Auch beim Aufladen sieht der Geschäftsführer keine Einbußen, da Pausenzeiten ohnehin zum Nachladen der Fahrzeuge genutzt werden und an Schnellladern angehängt, innerhalb von Minuten einiges wieder an Reichweite in die Akkus fließt. So ist auch eine Reichweite von 400 Kilometern für eine Vielzahl von Einsatzszenarien für das Unternehmen völlig ausreichend. 

Tesla 3 als Taxi
© Taxi Berger Neben einem Tesla Model 3 stromern noch acht weitere Elektrofahrzeuge im Fuhrpark von Günther Berger in Tulln.

www.sonnentor.at
www.taxi-berger.at

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