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Digitalisiert bis in die Haarspitzen

Web 4.0, Industrie 4.0, Handel 2.0 und so weiter. Aber gibt es auch für Friseure ein Versionsupdate? Unternehmensberaterin Christine Heinrich macht genau dies und führt Salons in das digitale Zeitalter.

Christine Heinrich Unternehmensberatung Unternehmensberaterin Friseur
© Christine Heinrich

Wer sich aufmerksam durchs Leben liest, wird nicht vermeiden können, über einen Berg an Versionsnummern zu stolpern. Was früher vor allem bei Software üblich war, hat längst auch die Wirtschaft erreicht. Industrie 4.0, Handel 2.0 oder Office 4.0 - schuld daran trägt das aktuell wohl wichtigste Thema überhaupt: die Digitalisierung. Während sich die Bestrebungen von produzierenden Betrieben und Händlern noch leicht nachvollziehen lassen, fallen derlei Überlegungen beim Friseurhandwerk schwerer. Oder doch nicht? Überhaupt nicht, sagt Unternehmensberaterin Christine Heinrich und ist schon mittendrin in der Digitalisierung der heimischen Friseure.

1. Beschreiben Sie Ihr Unternehmen in 3-4 Sätzen!
Ich bin Unternehmensberaterin und helfe FriseurInnen, ihre Firma zu digitalisieren und damit effizienter und ökonomischer zu machen. Digitalisierung ist in meinen Augen kein bloßer Trend, sondern eine Unerlässlichkeit, auf die man nicht verzichten kann, um den einen, aber entscheidenden Vorteil gegenüber Mitbewerbern zu haben. Dafür nutze ich mein internationales Know-how für lokale Betriebe, helfe, digitale Technologien in der Kundenberatung einzuführen und das Arbeiten an sich weg von der Zettelwirtschaft hin zur digitalen Verwaltung zu bringen. Ein Beispiel dafür sind etwa die Karteien für Farbrezepturen, die in digitaler Form sehr viel besser zu handhaben sind. Kundeninformationen oder bereits getätigte Beratungen können so übersichtlicher gespeichert und zum Beispiel für personalisierte Newsletter verwendet werden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die digitale Erreichbarkeit.  Die Möglichkeit einer Online-Buchung des Friseurtermins wird heute von vielen Kunden vorausgesetzt.

2. Aus welchem Grund haben Sie sich gerade für diesen Beruf entschieden?
Der Schritt lag nahe. Ich bin selber Friseurin, war viele Jahre im globalen Management einer Friseurmarke tätig, habe weltweit Friseur-Trainings geplant, organisiert und durchgeführt. Dadurch bringe ich zusätzlich Marketingerfahrung im Aufbau einer Friseurmarke und beim Trendscouting mit. Irgendwann ist mir das viele Reisen zu viel geworden und ich wollte zurück nach Österreich. Dazu kam, dass die Routine in meinem damaligen Job groß wurde und ich etwas Neues machen wollte. Daher war es ein logischer Schritt, mich in diesem Bereich selbstständig zu machen.

3. Was macht es für Sie einzigartig, selbstständig zu sein?
Für mich ist es sehr wichtig, selbstbestimmt arbeiten zu können. Ich genieße die Vielfalt der verschiedenen Projekte, kann Grenzen ausloten, um mit meinen Möglichkeiten zu wachsen und mich weiterzuentwickeln. Nachdem ich den Schritt in die Selbstständigkeit gemacht habe, kamen auch die Ideen zurück, die in meinem alten Job durch die große Routine und die Gleichförmigkeit der Arbeit schon fast versiegt waren.

4. Wie heben sich Ihre Produkte/Dienstleistungen von denen der Konkurrenz ab?
Um es salopp zu sagen: Ich bringen einen gewissen Stallgeruch mit und werden von meinen Kunden sehr schnell als eine der ihren gesehen. Ich kenne den Salonalltag und weiß, was möglich und was nicht möglich ist. Dadurch entsteht unmittelbar ein sehr direkter Draht zu meinen Kunden.

5. Was würden Sie als größten Erfolg Ihrer Unternehmerlaufbahn bezeichnen?
Für mich war der Schritt in die Selbstständigkeit an sich der größte Erfolg bisher. Mit so einer Spezialisierung eine eigene Firma zu eröffnen und damit Erfolg zu haben, ist eine große Freude.

6. Und was als größte Niederlage?

Von Niederlagen kann ich nicht berichten, bei mir überwiegt das Gründungsfieber als Ansporn, tägliche Herausforderungen zu meistern.


7. Welchen Ratschlag würden Sie Menschen geben, die jetzt in die Selbstständigkeit starten?
Gründer sollten sich immer vor Augen halten, dass das eigene Konzept sehr wichtig für den Erfolg ist. Dabei schadet es auch nicht, dieses Konzept von Außenstehenden beurteilen zu lassen und sich Feedback zu holen.

8. Würden Sie heute etwas anders/besser machen als zur Zeit der Unternehmensgründung?
Anders würde ich die Unternehmensgründung auch heute nicht machen. Ich denke aber, heute würde ich die Gründungszeit mehr genießen und bewusster erleben. Das ist leider im Gründungsstress untergegangen.

9. Was zeichnet einen guten Unternehmer aus?
Weitblick und innovatives Denken sind für mich sehr wichtige Eigenschaften für einen Unternehmer. Neben den fachlichen Kenntnissen gehört außerdem eine große Portion Menschlichkeit dazu.

10. Was sind Ihre Pläne/Wünsche für die Zukunft?
Ich würde mir wünschen, in Zukunft als Ansprechpartner und Impulsgeber für die ganze Branche wahrgenommen zu werden. Außerdem möchte ich meine Kontakte nutzen und bald wieder europaweit tätig sein.

Rückfragen:
Unternehmensberatung
Christine Heinrich
Franzosenallee 20
9220 Velden
M 0660 8115308
E christine.heinrich@gmx.com

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