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Industriekonjunktur Burgenland – 2. Quartal 2021

Erster Aufschwung ist da

Mit einer guten derzeitigen Geschäftslage, hoher Auslastung und guten Auslandsaufträgen ist der Konjunkturaufschwung auch in der burgenländischen Industrie angekommen. Stockende Lieferketten und Fachkräftemangel bremsen die Euphorie.

Flipchart mit Diagrammen
© Rainer Berg / Westend61 / picturedesk.com

Die aktuelle Konjunkturumfrage für das 2.Quartal 2021 der IV Burgenland und der Sparte Industrie der Wirtschaftskammer Burgenland präsentiert sich um einiges positiver als in den letzten Quartalen. Bei fast allen abgefragten Indikatoren gibt es eine optimistischere und teilweise deutlich bessere Beurteilung als im Vorquartal.

Daraus lässt sich allerdings noch keine längerfristige Entspannung voraussagen. Die boomende Weltwirtschaft verursacht Probleme in den Lieferketten der heimischen Betriebe und lässt die Kosten rasant steigen. Es zeigt sich, dass sich die burgenländische Industrie über eine sehr hohe Auslastung und über volle Auftragsbücher freuen kann, gleichzeitig aber mit den deutlich gestiegenen Kosten zu kämpfen hat“, erklärt Ingrid Puschautz-Meidl, Geschäftsführerin der IV Burgenland: „In vielen Betrieben herrscht Vollauslastung, ob sich dieser aber auch wirtschaftlich ins Ziel bringen lässt, ist angesichts der weiterhin steigenden Kostenseite ungewiss.“

Erfreulich ist, dass 19 Prozent der befragten Unternehmen in den nächsten drei Monaten mehr Beschäftigte einstellen wollen. „Allerdings wird der Aufbau von zusätzlichen Mitarbeitern im Burgenland aufgrund des Fachkräftemangels im MINT-Bereich immer schwieriger“, weist Puschautz-Meidl auf ein immer stärker werdendes Problem hin.

Die burgenländische Industrie ist stark exportorientiert und das globale Konjunkturumfeld ist eher schwierig. Zu groß sind noch die Unsicherheiten über die Entwicklung der Pandemiesituation in den nächsten Monaten. Die Beurteilung der zukünftigen Geschäftslage spiegelt diese allgemeine Unsicherheit der Unternehmen wider.

Die Konjunkturumfrage des zweiten Quartals 2021 im Detail

Konjunkturumfrage 2. Quartal
© Sparte Industrie - Wirtschaftskammer Burgenland

Sehr erfreulich zeigt sich das Bild der derzeitigen Geschäftslage. 61 Prozent (41) der Industriebetriebe beurteilen sie als gut. 35 Prozent (39) sind der Meinung, dass die aktuelle Geschäftslage durchschnittlich sei und 4 Prozent (20) bewerten sie als schlecht.

Sichtbare Steigerungen gibt es beim Auftragsbestand! Dieser wird von 75 Prozent (45) als gut empfunden, 23 Prozent (30) der Betriebe gehen von einem durchschnittlichen Auftragsbestand aus und nur 2 Prozent (25) der befragten Betriebe bewerten den derzeitigen Auftragsbestand als schlecht.

Sehr optimistisch werden die derzeitigen Auslandsaufträge gesehen. 53 Prozent (13) sprechen von guten Auslandsaufträgen, 42 Prozent (50) von durchschnittlichen und 5 Prozent (37) geben schlechte Auslandsaufträge an.

Die Verkaufspreise in 3 Monaten werden um einiges besser eingeschätzt als in den Vorquartalen. Die Hälfte der befragten Industrieunternehmen, 50 Prozent (10), gehen von steigenden Verkaufspreisen aus, 48 Prozent (62) erwarten durchschnittliche Preise und 2 Prozent (28) erwarten fallende Verkaufspreise.

Die Einschätzung des Beschäftigtenstandes in 3 Monaten zeigt ein leicht optimistisches Bild. 19 Prozent (2) gaben an, dass sie in 3 Monaten wieder mehr Arbeitnehmer planen zu beschäftigen. Immerhin 76 Prozent (91) gehen von einer konstanten Mitarbeiterzahl aus und lediglich 5 Prozent (7) der Betriebe planen den Beschäftigtenstand eventuell zu reduzieren.

In der Beurteilung der zukünftigen Geschäftslage spiegelt sich die allgemeine Unsicherheit der Unternehmen wider. 26 Prozent (15) beurteilen die Geschäftslage in 6 Monaten als gut, 41 Prozent (74) der Unternehmen bewerten sie als durchschnittlich und 33 Prozent (11) als schlecht.

Die Klammerwerte sind jeweils die Vergleichswerte des 1. Quartals 2021.