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„Mit dem Rückspiegel in die Zukunft zu fahren, ist keine gute Strategie“

Prominente Experten diskutieren bei den „Digitalen Arbeitswelten“ der Sparte Information und Consulting moderne Kommunikationswege und Strategien in Zeiten der Digitalisierung.

Das Podium
© Florian Wieser

Die Digitalisierung stellt förmlich alles auf den Kopf – auch die Kommunikation. Das bietet Unternehmen viele neue Chancen, auf neue Geschäfte, auf bessere Kundenkontakte. Darin waren sich prominente Kommunikationsexperten einig. Auf Einladung der Sparte Information und Consulting diskutierten die Autorin Ingrid Brodnig, Alexis Johann (Chef des Onlinevermarkters Styria Digital One), Internet-Pionier George Nimeh, WeAreDevelopers-Organisator Benjamin Ruschin und Spartenobmann Martin Heimhilcher zum Thema „Moderne Kommunikation in Zeiten der Digitalisierung“ im Rahmen der Veranstaltungsreihe Digitale Arbeitswelten.

Glas ist halb voll

Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien, ließ es sich nicht nehmen die über 350 Gäste in den Mumok-Hofstallungen persönlich zu begrüßen. „Digitalisierung darf nicht mit Endzeitstimmung unterlegt werden, sondern muss als Chance begriffen werden“, sagte Ruck: „Ich plädiere stark dafür hier das Glas als halb voll und nicht halb leer zu sehen, sehen wir die Chancen. Die Wiener Unternehmerschaft ist stark genug um diese Chancen zu nutzen.“

Für die Sparte IC ist die Digitalisierung ein wesentlicher Faktor, betonte Obmann Heimhilcher bei der von ORF-Anchorwoman Nadja Bernhard moderierten Diskussion: „Wir sind die Sparte der Digitalisierung. Bei rund 40.000 Mitgliedsunternehmen, sind 12.500 IT-Dienstleister – also Unternehmen, die die Digitalisierung ganz klar vorantreiben. Sie sind erster Ansprechpartner wenn es um Digitalisierung geht.“

Kunden einfach erreichen

Laut einer aktuellen Umfrage der Sparte mit der TU Wien rechne ein Großteil der Spartenunternehmen mit positiven Auswirkungen der Digitalisierung auf den Kundenkontakt. „Hier kommt sehr stark der Faktor Kommunikation ins Spiel. Die Kommunikationskanäle sind so zahlreich wie nie. Und: Noch nie war es so einfach, Kunden zu erreichen“, sagte Heimhilcher.

Alexis Johann unterstrich das und ergänzte: „Vor allem durch Social Media kann es uns gelingen eine qualitative Beziehung zu unseren Kunden aufzubauen. Als Unternehmen können wir diese Chance nutzen um eine kooperative Kundenbeziehung aufzubauen und diese dafür zu nutzen Kunden stärker an uns zu binden.“ Dabei gelte es den Blick nach vorne zu richten. Österreich sei bei der Nutzung neuer Medien vielfach anders als große Märkte. Aber: „Mit dem Rückspiegel in die Zukunft zu fahren, ist keine gute Strategie.“

Benjamin Ruschin hat den Großteil seiner Kunden in den USA und in Deutschland. Stark vertreten ist hier die Autoindustrie. Auch hier zieht die Digitalisierung ein. „Die Automobilhersteller realisieren, dass sie Softwarekonzerne werden müssen. Worüber wir in Österreich sprechen, wird in den USA und in Deutschland längst gemacht.“

Google ist unser Hirn

Für George Nimeh steht fest, dass Unternehmen den Weg in die virtuelle Welt und vor allem Social Media gehen müssen: „Man erreicht die Kunden dort, wo sie sind – eben online. Nicht dort, wo die Unternehmen gerade sind. Anstatt darauf zu warten, dass die Kunden zu Ihnen kommen, müssen Sie zu ihnen gehen. Das bedeutet, Zeit und Geld in authentische und interessante Kommunikations-und Marketingmaßnahmen auf den diversen digitalen Plattformen zu investieren.“ Kunden würden sich auch im Internet offen verhalten. „Nutzer lügen Google nicht an – Google ist mittlerweile zu unserem Hirn geworden.“

Ziele festlegen

Auch Ingrid Brodnig machte Unternehmen Mut: „Es wird laufend das Gefühl suggeriert, dass die Digitalisierung weit fortgeschritten ist. Dabei stehen wir erst am Anfang. Es ist noch Zeit, die Chancen zu nutzen.“ Facebook sieht sie als wesentlichen Kommunikationskanal: „3,7 Millionen Österreicher sind auf Facebook aktiv - es ist also ein großer Markt, den man verweigert, wenn man nicht ebenfalls diesen  Kanal nützt. Gleichzeitig gibt es ein paar Fehler, die man lieber vermeiden sollte: das beginnt bei den eigenen Zielen. Das heißt, ich muss festlegen, was ich genau mit meinem Social-Media-Auftritt erreichen will: Mehr Bekanntheit, stärkere Kundenbindung.“

Befragung des Publikums

Das Publikum wurde bei den „Digitalen Arbeitswelten“ live und online befragt. 40 Prozent der Gäste schalten demnach bereits Werbung auf Facebook. 17 Prozent nutzen Facebook (noch) nicht. 

Auf die Frage nach dem geplanten prozentuellen Anteil der Ausgaben für mobiles Marketing am Gesamtbudget, geben 32 Prozent "bis fünf Prozent" an. Fast 15 Prozent geben "bis zehn Prozent" an, "bis 30 Prozent" für mobiles Marketing haben 8,5 Prozent geplant, bei "über 30 Prozent" sind es 11,6 Prozent. Ein Drittel der Befragten plant für mobiles Marketing keine Ausgaben ein.

Für 91 Prozent hat die Digitalisierung die Kundenkommunikation leichter gemacht.

Digitale Arbeitswelten 2017

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