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Zwischenbilanz zur Corona-Krise: Wiener Millionenhilfe kommt an

Vier Monate nach Beginn des Lockdowns ziehen WK Wien und Stadt Wien eine erste Zwischenbilanz über das Wiener Hilfspaket gegen die Corona-Krise. Fazit: In den Betrieben und bei den Menschen ist schon viel Geld angekommen - und es gibt noch Reserven.

Walter Ruck
© Florian Wieser

„Eine solche Krise kann man nur gemeinsam bewältigen”, sagte der Wiener Bürgermeister, Michael Ludwig, bei einem Pressegespräch mit Wirtschaftskammer Wien-Präsident Walter Ruck und Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke in einem Wiener Gastlokal vergangene Woche. Mit der WK Wien gebe es eine „beispiellose Zusammenarbeit” bei vielen Projekten. Etwa bei der Besicherung von Unternehmenskrediten über Wiener Kreditbürgschafts- und Beteiligungsbank (WKBG). Stadt und Kammer haben hier gemeinsam 20 Millionen Euro investiert, um Wiener Klein- und Mittelbetrieben Überbrückungskredite zu ermöglichen. 14,6 Millionen Euro sind aktuell vergeben, es gibt also noch Reserven.

"Ziel muss es sein, dass möglichst viele Betriebe, die jetzt unverschuldet in der Krise sind, erhalten bleiben. Wir brauchen sie, damit unser Comeback gut gelingt.”
Walter Ruck

Hilfe für Wirte, Taxi-Betriebe und Home-Office

An einem Strang ziehen beide Partner auch beim Gastrogutschein. Die Stadt Wien übernimmt dabei die Kosten in der Höhe von rund 40 Millionen Euro und versorgte 950.000 Wiener Haushalte mit 25- bzw. 50 Euro-Gutscheinen. Die WK Wien unterstützt die Unternehmen bei der Teilnahme. Mit Erfolg: Mittlerweile akzeptieren 3650 Gastronomie- und Kaffeehausbetriebe die Gutscheine und ziehen in einer wirtschaftlich schwierigen Phase damit Kunden an, die mit einem Gastro-Besuch derzeit vielleicht noch zugewartet hätten. An Wiener Betriebe geflossen sind auch schon zehn Millionen Euro aus der Home-Office-Förderung der Stadt. Damit wurden mehr als 2000 Klein- und Mittelbetriebe dabei unterstützt, die Umstellung auf Teleworking zu schaffen, indem drei Viertel der Anschaffungskosten für neue Laptops, Software und Netzwerk-Infrastruktur übernommen wurden. Weiters hat die Stadt Taxi-Fahrten von Wiener Senioren im Ausmaß von 2,1 Millionen Euro bezahlt; die an alle Wiener Senioren versendeten Taxi-Gutscheine können noch bis Ende Oktober eingelöst werden. Mehr als acht Millionen Euro wurden Wiener Betrieben zudem für den Ausbau ihres Online-Auftritts zugesagt. Rund 1100 Betriebe konnten dadurch ihre Sichtbarkeit im Netz verbessern. Auch für Innovationsprojekte im Zusammenhang mit Corona gab es städtisches Fördergeld. Weiters unterstützte die Stadt die Qualifizierung junger Arbeitsloser, setzte zeitweise die Kurzparkzone aus und verzichtete auf Geschäftsmieten in Gemeindebauten und Schanigartengebühren. Ruck unterstrich, wie sehr die WK Wien außerdem um die rasche Auszahlung der Gelder aus dem Härtefall-Fonds der Bundesregierung bemüht ist. In Spitzenzeiten waren bis zu 130 WK Wien-Mitarbeiter gleichzeitig dafür im Einsatz, auch an den Wochenenden. Aktuell wurden bereits rund 91 Millionen Euro aus dem Härtefall-Fonds für Selbstständige in Wien ausbezahlt.

Ruck fordert Anpassungen bei Insolvenzrecht

„Zugleich müssen wir aber auch an die Zeit nach Corona denken und die Weichen in einigen Bereichen neu stellen”, sagte Ruck und nannte als Beispiel das heimische Insolvenz-recht. „Die Corona-Krise macht hier Anpassungen notwendig”, sagte Ruck. Weiters wies er auf einen drohenden Fachkräftemangel nach der Krise hin. „Derzeit ist der Arbeitsmarkt in einer Ausnahmesituation, aber das wird sich ändern. Wir werden in vielen Branchen mittelfristig wieder einen Fachkräftemangel wie vor der Krise erleben. Jetzt ist die beste Zeit, um Gegenmaßnahmen einzuleiten”, sagte Ruck.



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