th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery Flickr Youtube Instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Zwischen Preisdruck und Facharbeitermangel

Die - derzeit noch - gute Konjunktur sorgt bei den Bauhilfsgewerben für volle Auftragsbücher, sagt Innungsmeister Thomas Stangl. Pfusch und Fachkräftenachwuchs sind zentrale Branchenthemen.

Thomas Stangl
© Foto Weinwurm

Trotz erster Wolken am Konjunkturhimmel beschert die noch gute Auftragslage am Bau den Wiener Baunebengewerben derzeit volle Auftragsbücher. „Derzeit wird noch viel geplant, daher dürfte auch 2020 noch gut werden”, ist Thomas Stangl vorsichtig zuversichtlich. Als Innungsmeister der Wiener Bauhilfsgewerbe repräsentiert er 3200 Betriebe aus unterschiedlichsten Berufszweigen

„Der Aufwand für Dokumentation ist enorm.”
Thomas Stangl, Innungsmeister

Dennoch gibt es Themen, die alle Berufsgruppen beschäftigen. „Der Fachkräftemangel ist für alle ein Problem”, sagt Stangl. Durch Aktionen wie die „Hammerlehre”-Infotage, die die Innung alljährlichen gemeinsam mit der Berufsschule veranstaltet, oder den Töchtertag, bei dem immer einige Innungsmitglieder mitmachen, sollen die sechs Lehrberufe im Bauhilfsgewerbe bekannter und mehr Jugendliche dafür gewonnen werden. Für den Trockenbau wurde - in Kooperation mit dem Trockenbauverband - ein eigener Lehrgang entwickelt. Die Ausbildung zum Trockenbauingenieur wird seit September an der HTL Baden angeboten. „Wir brauchen aber auch mehr Ausbildungsbetriebe”, betont Stangl. Deshalb fördert die Innung jeden Ausbildungsbetrieb mit 5000 Euro pro neu aufgenommenem Lehrling, verteilt über die gesamte Lehrzeit. Was die Branchen nach wie vor stark beschäftige, seien die Themen Schwarzarbeit und Pfusch - sowohl durch Mitbewerber, die sich nicht an arbeits-, sozial- oder gewerberechtliche Regeln halten, als auch durch solche, die durch ihre unsachgemäße Arbeit der gesamten Branche schaden. Der Kampf gegen Pfusch stehe in der Innungsarbeit ganz oben, sagt Stangl. „Wir werden auch in Zukunft gemeinsam mit Magistrat, Bau- und Finanzpolizei sowie allen notwendigen Stellen entschieden gegen Pfuscher sowie gegen  Lohn- und Sozialdumping vorgehen.”

Richtig kalkulieren ist wichtig

Stangl kritisiert auch die ständig steigenden Dokumentationspflichten, die an der Produktivität der Betriebe nagen - Statistiken sowie Fotos und Unterlagen für die Bauherren, die jeden einzelnen Arbeitsschritt penibel dokumentiert haben wollen. Der dafür nötige, permanent steigende Aufwand müsste zumindest abgegolten werden, wünscht sich Stangl. Allerdings: Preise zu erhöhen, sei oft nicht möglich, weil die Bauherren diese quasi vorgeben. „Und es gibt immer jemanden, der zu diesem Preis anbietet, selbst wenn sich der Auftrag dann nicht rechnet”, so Stangl. Ein Vorgehen, das der gesamten Branche eher schade. Die Innung bietet daher Anfang Oktober ein Seminar zum richtigen Kalkulieren an).

Das könnte Sie auch interessieren

Erwin Hameseder

Hameseder: Wiens Banken als Partner für Zukunft, Ausbildung und sichere Vermögen

Drei Themen sind es, die für Erwin Hameseder, Obmann der Sparte Bank und Versicherung der Wirtschaftskammer Wien in den kommenden Monaten besonders im Fokus stehen: Der Schutz der Kundengelder, die fundierte Ausbildung der jungen Mitarbeiter und die Regeln, die künftig für die Branche gelten werden. mehr

„Der Papierfachhandel bietet zum Schulbeginn ein breites Sortiment, Fachberatung und  Zusatzservices”, sagt Obmann Erwin Bugkel.

Der Konsument hat es selber in der Hand

Die Branche hat schwer mit der Konkurrenz durch branchenfremde Diskonter und Supermärkte zu kämpfen. Die Kunden könnten durch bewusstes Einkaufen den Fachhandel und damit die Nahversorgung stärken, sagt Branchenobmann Erwin Bugkel.  mehr

Wolfgang Leederhaas

Schubladendenken ist überholt

Modern denken und handeln und den Servicegedanken weiter hoch halten - das ist das Credo des neuen Wiener Innungsmeisters Wolfgang Lederhaas. Die steigende Sensitivität gegenüber chemischen Rohstoffen sieht er als Herausforderung für die Branche. mehr