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Zwei Monate Anrainerparken: Eine erste Bilanz fällt äußerst positiv aus

Mehr als zwei Monate sind die Anrainerparkplätze für  Fahrzeuge des Wirtschaftsverkehrs geöffnet. Die Betriebe nützen die Zonen und ziehen durchwegs positive Bilanz: Eine Erleichterung für die Wirtschaft.

Die Öffnung der Anrainerzonen erleichtert den Betrieben die Arbeit wesentlich
© Florian Wieser Die Öffnung der Anrainerzonen erleichtert den Betrieben die Arbeit wesentlich

„Die Erleichterung der Unternehmer darüber, dass sie jetzt Anrainerzonen nützen können, ist die schönste Bestätigung für unsere Arbeit und unsere Hartnäckigkeit”, freut sich Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien darüber, dass etwas mehr als zwei Monate nach der Öffnung der Anrainerparkzonen so viele positive Rückmeldungen aus den Betrieben kommen. Robert Breitschopf, Innungsmeister der Wiener Installateure sagt: „Wir spüren eine große Erleichterung bei der Parkplatzsuche in den Bezirken. Auch meine Mitarbeiter melden, dass sich die Situation wesentlich verbessert hat.” Genauso zufrieden ist Glaser Leopold Planer: „In den betroffenen Bezirken merken wir eine Verbesserung, die Parkplatzsuche hat sich um bis zu 20 Minuten verkürzt. Auch bei Arbeiten im ersten Bezirk klappt das Parken gut.”

Die Gruppe der Kleintransporteure profitiert ebenfalls von der Öffnung. Michael Klemm, Chef der Firma Mictrans berichtet: „Für uns ist die Regelung toll, denn für unsere schnellen Transporte, die zwischen 15 und 20 Minuten dauern, sind Parkplätze nahe beim Kunden sehr wichtig. Jetzt wissen meine Mitarbeiter, dass sie einen freien Anrainerparkplatz vor dem Haus nützen dürfen. Das hilft sehr.” Und auch Schlossermeister Georg Senft junior bestätigt, dass es jetzt grundsätzlich leichter sei, einen Parkplatz zu finden. Von der Zeitersparnis der Betriebe profitieren letztendlich auch die Kunden und die Umwelt.

„Wenn die Betriebe schneller einen Parkplatz finden, reduziert das den Co2-Ausstoß und die Staus in der Stadt. Eine Umfrage der WK Wien hatte darüber hinaus gezeigt, dass 77 Prozent der Wiener einer Öffnung der Anwohnerzonen tagsüber positiv gegenüberstehen.
Walter Ruck

Im ersten und achten Bezirk sind die Tafeln, die auf die Öffnung der Anrainerzonen hinweisen, nicht ausgetauscht worden. Laut Stadt Wien gilt dadurch dort jetzt flächendeckend Kurzparkzone

Der Weg zur Öffnung und die Situation im ersten und achten Bezirk

Der Präsident der Wirtschaftskammer (WK) Wien Walter Ruck und Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou vereinbarten 2017 eine Prüfung der Anrainerparkzonen. Die zuständige Magistratsdienststelle führte sie durch und kam zu dem Schluss, dass die vorhandenen Anwohnerzonen Montag bis Freitag (werktags) zwischen 8 und 16 Uhr für weitere Nutzer geöffnet werden können, ohne dass die Hauptnutzer, also die Bewohner, dadurch wesentliche Nachteile in Kauf nehmen müssen. Seit 1. Dezember dürfen daher folgende Wirtschaftstreibenden die Zonen entsprechend nutzen:

  • Betriebsfahrzeuge mit Parkkleber im Heimatbezirk,
  • Betriebsfahrzeuge mit Servicekarte: Handwerker, deren Servicekarte im jeweiligen Bezirk gilt,
  • Kleintransporteure mit KT-Kennzeichen,
  • Fahrzeuge mit Parkkleber der Heimhilfen des Fonds Soziales Wien und anerkannter Unternehmen.

Für alle neun betroffenen Bezirke mit Anwohnerzonen wurde im Amtsblatt 41/2018 deren Gültigkeit geändert. Der erste und achte Bezirk haben den Austausch der Verkehrszeichen nicht vorgenommen. Daher stehen in diesen beiden Bezirken noch immer die alten, mittlerweile ungültigen, Verkehrszeichen. Die Folge ist laut Stadt Wien, dass in diesen beiden Bezirken die Anwohnerzonen gar nicht mehr gelten. Es gilt flächendeckend Kurzparkzone. Erst wenn auch dort die Verkehrszeichen ausgetauscht werden (erkennbar am Hinweis auf das Amtsblatt), kann man die Anwohnerzonen nur mehr von 8 bis 16 Uhr (werktags) benutzen, wenn man einer der vier genannten Gruppen angehört.

Gutachten ändern nichts

Mittlerweile gibt es zwei Auftragsgutachten, dass die Anrainerzonen-Lösung rechtswidrig sei. Sie ändern aber nichts an der Situation. Deshalb straft die Parkraumüberwachung im ersten und achten Bezirk seit Dezember 2018 das Abstellen von Autos in Anwohnerzonen nicht. Wer in diesen beiden Bezirken in Anwohnerzonen parkt, muss sich nur um die Kurzparkzone kümmern. Wer einen Parkkleber hat (als Betriebs- oder Servicefahrzeug für den ersten. oder achten Bezirk) kann in den alten Anwohnerzonen dauerparken.

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