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Zugang für alle: Barrieren zu beseitigen ist Pflicht

Seit 2006 muss Konsumenten ein barrierefreier Zugang zu Produkten, Dienstleistungen und Informationen geboten werden. Das gilt auch, aber nicht nur für bauliche Hindernisse. Unternehmen, die sich nicht daran halten, können mit Schadenersatzforderungen konfrontiert werden.  

Barrierefreiheit
© Reimer - Pixelvario - Fotolia

Das Gesetz schützt Menschen mit Behinderungen davor, schlechter behandelt zu werden als andere Menschen. Vor allem bezieht es sich auf Rollstuhlfahrer, Menschen mit Lernschwierigkeiten oder psychischen Erkrankungen, blinde, gehörlose oder sprachbehinderte Menschen, dauerhaft kranke Menschen oder solche, die viel Pflege brauchen. Kurzfristige Einschränkungen wie ein gebrochenes Bein lösen keinen gesetzlichen Schutz aus - die Einschränkung muss mindestens sechs Monate lang dauern. Es darf auch kein Freund oder Verwandter benachteiligt werden, wenn er einen Menschen mit Behinderung unterstützt.

Mehr als nur Stufen

Barrierefreiheit bedeutet, dass Gebäude, Geschäfte, Verkehrsmittel, Gebrauchsgegenstände, Dienstleistungen und Informationen von Menschen mit Behinderungen selbstständig genutzt werden können - so wie sie Menschen ohne Behinderungen nutzen können. Das betrifft zum Beispiel Rollstuhlfahrer, die in einem Geschäft einkaufen möchten. Wenn Stufen zum Eingang führen oder die Eingangstür zu schmal für den Rollstuhl ist, kann dieser Konsument das Angebot nicht selbstständig nutzen. Stufen sind eine besonders häufige Barriere, aber bei weitem nicht die einzige. So erfährt beispielsweise ein blinder oder sehbehinderter Mensch nichts über ein Sonderangebot, wenn dieses nur auf der nicht barrierefrei programmierten Internetseite des Unternehmens angepriesen wird. Hier wird er diskriminiert. Gleiches gilt für gehörlose Menschen, wenn Sonderangebote in einem Geschäft nur über einen Lautsprecher kundgetan werden. Eine gleichzeitig gut sichtbare schriftliche Information im Kundenbereich kann hier Abhilfe schaffen. Offensichtliche Barrieren sind allerdings nicht immer verboten. So sind etwa Brandschutztüren keine Barrieren im rechtlichen Sinn, auch wenn sie etwa für einen Rollstuhlfahrer schwer zu öffnen sind. Hier hat der Schutz vor Gefahren Vorrang. Viele Unternehmen  mit intensivem Endkundenkontakt haben ihren Betrieb durch spezialisierte Berater bereits durchchecken lassen - und dabei in der Regel viel dazugelernt. Die Beseitigung von Barrieren ist kein Sozialprojekt. Sie ist vielmehr eine ganzheitliche Strategie, durch die Vielfalt wahrgenommen, wertgeschätzt und gefördert wird. Wenn man die Zielgruppe - Menschen mit Behinderung - richtig anspricht, dann steigen auch die Umsätze und die positive öffentliche Wahrnehmung des Betriebs. Das Engagement ist wichtig und wird honoriert.

Was barrierefrei sein muss

Gesetzlich gefordert sind vor allem Unternehmen, die Waren oder Dienstleistungen der Öffentlichkeit anbieten. Und hier geht es nur um den Bereich des öffentlichen Verkaufs, zum Beispiel: 

  • Der Einkauf in einem Supermarkt.
  • Der Kauf eines Autos.
  • Der Besuch im Kino oder Theater.
  • Der Kauf einer Fahrkarte für die U-Bahn.
  • Der Abschluss einer Versicherung.
  • Auch Informationen müssen für Menschen mit Behinderungen barrierefrei zugänglich sein, zum Beispiel:
  • Die Fahrplanauskunft im Internet.
  • Gebührenfreie Hotlines.
  • Kostenlose öffentliche Veranstaltungen.
  • Internet-Seiten von Betrieben.
  • Info-Broschüren.

Vorschriften wie Hausordnungen, Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) oder Allgemeine Beförderungsbedingungen für Verkehrsmittel dürfen Menschen mit Behinderungen ebenfalls nicht benachteiligen, etwa durch ein Hundeverbot, das Blinden-Führhunde nicht ausnimmt.

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