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Zero Emission City 2021 – Klimaneutral 2040 – Was wir brauchen und was WIR(TSCHAFT) kann?

Der diesjährige Zero Emission Cities Kongress lieferte zur Frage wie urbane Räume und bis 2040 klimaneutral Antworten, Prognosen und Ideen.

Zero Emission City 2021
© Florian Wieser

Herausforderungen zur CO2-Neutralität

„Die Klimakrise wird in den Städten entschieden”, betonte Zukunftsforscher Matthias Horx zum Auftakt des Zero Emission Cities Symposiums, das Anfang November im Wiener Rathaus stattfand. Wie jedes Jahr wurden dort Projekte und Initiativen zur Dekarbonisierung von Städten vorgestellt. Veranstalter des alljährlich stattfindenden Symposiums sind die Wirtschaftskammer Wien, der Fachgruppe Wien der Ingenieursbüros und Urban Innovation Vienna. Horx sieht Städte als Zentren der humanen Zivilisation. Vier von zehn Menschen weltweit wohnen in großen urbanen Ballungsgebieten.

Sind erst am Anfang dieser Entwicklung

„Gerade hier kann etwas passieren, wenn es darum geht, Carbon erst gar nicht in die Atmosphäre zu entlassen”, so Horx. Die Voraussetzungen dafür - z.B. kurze Wege, dichte Verbauung – seien nicht schlecht. Allerdings: „Wir sind erst am Anfang dieser Entwicklung.” Um die Dekarbonisierung bis 2040 zu erreichen, brauche es große Anstrengungen, aber auch Kreativität und Phantasie, so Horx. Er sieht zwei große Aufgaben: Zum einen müsse man von einer Vermeidungs- zu einer Gewinnstrategie kommen, indem CO2-Neutralität in der öffentlichen Diskussion nicht mit Verzicht und Verlust, sondern mit Chancen verknüpft wird, mit der „Vision der höheren urbanen Lebensqualität”, wie der Zukunftsforscher sagt. Zum anderen müsse die Koordination zwischen den einzelnen Bereichen - Bauen, Wohnen und Arbeiten, einzelne Berufe und Gewerke - forciert werden, hin zu einer ganzheitlichen Betrachtungsweise. „Die Schnittstellen werden sich in Zukunft in Nahtstellen verwandeln”, so Horx-Vision. Die Stadt müsse als der Pionier der ökologischen Wende gesehen werden.

„Wir müssen uns dafür einsetzen, unseren Kindern eine Welt zu übergeben, für die wir uns nicht genieren müssen”
Roman Weigl

Österreichs Wirtschaft könne die Dekarbonisierung bis 2040 realisieren, so Roman Weigl, Obmann der Fachgruppe Wien der Ingenieurbüros, der das Symposium vor Jahren initiiert hat. Neben Technologievielfalt brauche es dafür ein „markantes Phase-out” für fossile Wärmeerzeuger und sehr ehrgeizige Ziele in der Gebäudesanierung.

Green Finance

Ein weiterer Schwerpunkt. Die Finanzierung des Green Deals wird von massiv durch den Europäischen Investitionsfonds unterstützt. Am Beispiel des von der UBM Development Österreich GmbH vorgestellten Beispiels „LeopoldQuartiers“ am Wiener Donaukanal wird ersichtlich wie Grüne Finanzierung“ funktioniert. Zum Thema Dekarbonisierung von Verkehr wurde von der Kapsch TrafficCom eine neue App „Grüne Welle Wien“ vorgestellt.

Nachhaltigkeit und Wirtschaft

Zum Abschluss des Kongresses hielt Kersten Reich einen Vortrag zur Lern- und Anpassungsfähigkeit der Menschen in Richtung Klimaanpassung. Wir können Nachhaltigkeit tatsächlich erlernen und sollten dies auch tun.

Vorträge

  • Matthias Horx (Trend- u. Zukunftsforscher): „Die Stadt der Zukunft mit der besonderen Berücksichtigung der Dekarbonisierung
    Eine Stadt, die ein guten Leben für alle Menschen ermöglicht, muss weit mehr sein als „smart“. Es geht vielmehr um die Bedürfnisse von Gemeinschaften, die sich in einer Stadt für ein nachhaltiges und gesundes Leben formen.
  • Roman Weigl (Fachgruppe Ingenieurbüros Wien, Obmann): „Wärmewende Made in Austria?“
    Präsentation einer Studie des Dachverband Energie Klima. Wertschöpfung und Beschäftigung auf dem Weg zur Wärmewende 2040. Wie weit ist die österreichische Wirtschaft aus heutiger Sicht bereits vorbereitet, die Wärmewende zu vollziehen? Diese Aufgabe wird nicht nur aus technischer Sicht untersucht, sondern man widmet sich auch der Frage, ob die Gesellschaft den Umgang mit den Erneuerbaren und der Nachhaltigkeit erlernen kann. Bei alldem wird ein Blick in die Zukunft geworfen, wie diese Lösungsansätze in Ballungszentren realisiert werden können.
  • Wolfgang Neumann (Energy Globe Foundation): Vorstellung Beratungsangebote
    Zur effektiven Umsetzung von Nachhaltigkeit bedarf es einer objektiven Beratung. Für jede Situation gibt es eine Lösung. Interaktive Beratungschecks von Energy Globe zeigen diese auf.
  • Bertram Häupler (Teil des OeBWien Programmmanagement seit 2008): Vorstellung Beratungsangebote
    OekoBusiness Wien wurde 1998 von der Stadt Wien – Umweltschutz ins Leben gerufen. Ziel ist es, gemeinsam mit Betrieben saubere Gewinne für Umwelt und Unternehmen durch ökologisches Wirtschaften zu erzielen.
  • Energy Globe Wien 2021 Preisverleihung (Gesamte Verleihung in voller Länge) 
  • Energy Globe Wien 2021 (Vorstellung Siegerprojekte)
    Der ENERGY GLOBE Award wurde 1999 vom österreichischen Energie-Pionier Wolfgang Neumann gegründet und ist heute der weltweit renommierteste Umweltpreis. Die Auszeichnung der Wiener Kategorie-Sieger und die Verleihung des Energy Globe Wien an den Wiener Gesamtsieger fand im Rahmen der Veranstaltung Zero Emission City 2021 statt.
  • Gerald Beck (UBM Development Österreich GmbH, Geschäftsführer): „Eine grüne Finanzierung für ein grünes Quartier
    „green. smart. and more.“ – Entwicklung nachhaltiger, intelligenter und ästhetisch anspruchsvoller Immobilien. UBM will Europas größter Entwickler von Holzbauten werden. Ein wesentliches Projekt auf diesem Weg ist die Entwicklung des am Wiener Donaukanal gelegenen LeopoldQuartiers: Es ist als Europas erstes Stadtquartier in Holzbauweise geplant. Mit der Emission von zwei Sustainability-Linked Anleihen im heurigen Jahr setzt UBM Development konsequent auf eine grüne Finanzierung. Zwei Top-Bewertungen durch international anerkannte ESG-Rating-Agenturen untermauern den Anspruch des Konzerns.
  • Michael Ganser (Kapsch TrafficCom, Vice President Demand Management): “Die digitale Verkehrslenkung wirkt wie ein Turbo für den Klimaschutz – Mobilität zum Mitmachen statt Verbote
    Der Autoverkehr ist einer der Hauptverursacher von CO2 und Luftverschmutzung. Wenn wir den Verkehr nicht schnell dekarbonisieren, können wie unsere Verpflichtungen auf dem Pariser Abkommen nicht mehr einhalten. Die digitale Verkehrslenkung und –beeinflussung wirkt in dieser Situation wie ein Turbo für den Klimaschutz, wie beispielsweise digitale Ampelsteuerung oder Smartphone-Apps von Stadtverwaltungen (Stadt Wien - Applikation „Grüne Welle Wien“).
  • Kersten Reich (Univ.-Prof. em., Autor, Pädagoge und Lernforscher): „Kann der Mensch bzw. die Wirtschaft Nachhaltigkeit lernen?
    Ursachen und Gefahren fehlender Nachhaltigkeit sind in großen Teilen wissenschaftlich bekannt. Kersten Reich erklärt aus der menschlichen Verhaltensgeschichte und aktuellen Situation heraus, warum es Menschen schwerfällt, ihr Verhalten an Krisen anzupassen, die scheinbar noch viel Zeit lassen. Es ist an der Zeit, einen realistischen Blick auf das menschliche Lernverhalten zu werfen, um zu erkennen, dass die Menschheit durchaus Nachhaltigkeit lernen kann, aber eben auch das genaue Gegenteil möglich ist, wenn über das, was dies konkret bedeuten soll, kein gesellschaftlicher Konsens gefunden wird.

Zero Emission City 2021


Energy Globe 2021 Wien


Sponsoren 2021
Sponsoren
© wkw

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