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Pisecky: Wohnungsmarkt nicht über Verbote regeln

Mit Verboten und Limitierungen lässt sich der Wohnungsmarkt nicht vernünftig regeln, sagt Michael Pisecky, Obmann der Wiener Immobilienwirtschaft.

Fachgruppenobmann Michael Pisecky
© Foto Weinwurm/www.fotoweinwurm.at Fachgruppenobmann Michael Pisecky

Dass in Wien derzeit fleißig gebaut wird, ist nicht zu übersehen. Leistbarer Wohnraum ist dennoch Mangelware. Mit noch stärkerer Regulierung des Marktes sei das jedoch nicht in den Griff zu bekommen, sagt Michael Pisecky, Obmann der Wiener Immobilien- und Vermögenstreuhänder. „Private Eigentümer und Bauträger brauchen attraktive Entwicklungsmöglichkeiten”, betont er. Ziel seiner Kritik ist zum einen die Wiener Flächenwidmung. Diese verhindere derzeit, dass Altbauten aufgestockt und nachverdichtet werden - zum Beispiel ein zusätzliches Dachgeschoß erhalten.

„Die Flächenwidmung ist veraltet und muss an die aktuelle Situation angepasst werden”
Michael Pisecky

Mietrecht für sanierte Altbauten flexibilisieren

Zweiter Kritikpunkt sind die geltenden Mietzinsobergrenzen im Altbau. Diese machen umfassende Sanierungen für Eigentümer laut Pisecky derzeit unattraktiv, weil sie ihre Investitionen danach nur sehr schwer wieder hereinbekommen. „Wenn ein sanierter Altbau einem Neubau gleichzustellen ist, muss auch der Mietpreis ähnlich berechnet werden dürfen”, fordert er eine Flexibilisierung des Mietrechts. Dagegen würden neue Verbote - zum Beispiel das unlängst von der Kommunalpolitik geforderte 15-jährige Altbau-Wiederverkaufsverbot - auf dem Markt gar nichts verbessern. Dass der Wohnungsmarkt im Ungleichge-wicht ist, könne man ohnehin nicht dem privaten Wohnbausektor anlasten. „Wien hat einen Mietwohnungsanteil von 80 Prozent, davon zwei Drittel im geförderten Wohnbau”, so Pisecky. Auch hier gehöre nachverdichtet und die zweckentsprechende Verwendung laufend kontrolliert. Kontraproduktiv findet er auch, dass seit dem Vorjahr bei Neuwidmungen zwei Drittel der Fläche dem sozialen Wohnbau vorbehalten sind. „Dadurch werden Grundstücke nicht mehr verkauft, weil sie weniger wert werden.” Diese Bestimmung müsse wieder fallen.

Provisionsdebatte versachlichen

Die Immobilienverwalter sieht Pisecky in einer schwierigen Sandwich-Funktion zwischen immer komplexeren Vorgaben und steigenden Betriebskosten einerseits sowie steigenden Forderungen der Mieter andrerseits. „Als Interessenvertretung muss man schauen, wie man überschießende Vorgaben zurücknehmen kann, um die Kosten zu senken”, so Pisecky. Bei den Maklern geht es ihm um eine Versachlichung der Diskussion um die Provision. Die Einführung des Bestellerprinzips, bei dem diese allein vom Auftraggeber - dem Vermieter - zu bezahlen ist, würde zu Lasten von Mieterschutz und Markt gehen. „Viele Wohnungen würden ohne Makler vermietet und damit vom offiziellen Markt verschwinden”, fürchtet Pisecky. Vermieter und auch Mieter mit unbefristeten Verträgen könnten ihre Position ausnutzen, denn die gesetzlichen Vorgaben für Makler greifen bei Privatvermietungen nicht. „Wir sind offen für Veränderungen, sprechen uns aber für ein österreichisches Modell aus, bei dem der Makler fester Teil der Immobilientransaktion bleibt”, macht Pisecky deutlich.

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