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Wo die scharfen Messer herkommen

Seit sechs Generationen gibt es mit Familie Lorenzi einen Spezialisten für Stahlwaren - vom Silberblatt-Dauerzahnstocher bis zum Zweihandschwert - in Wien Neubau. Das Fachgeschäft ist für feinste Küchen-, Taschen- und Rasiermesser, gute Scheren und seinen Service - das fachgerechte Nachschärfen der edlen Schneidgeräte - bekannt.

Einrichtung und Portal des Fachgeschäfts stammen aus den 1930er-Jahren
© Lukas Ilgner Einrichtung und Portal des Fachgeschäfts stammen aus den 1930er-Jahren

Lorenzi - feinste Stahlwaren und Schleiferei seit 1835 steht am Geschäftsportal und damit ist schon viel gesagt: Seit sechs Generationen führt Familie Lorenzi das Geschäft in der Siebensterngasse 41 in Wien Neubau. „Messer schleifen war unser erstes Geschäft, dann ist der Handel dazugekommen”, erzählt Andreas Lorenzi, der den Betrieb 2005 von seiner Mutter übernommen hat.

V.l.: Katharina und Andreas Lorenzi mit ihren Mitarbeitern im Geschäft in der Siebensterngasse 41. Die Kassa wurde 1919 gebraucht gekauft und ist das älteste Inventarstück.
© Lukas Ilgner V.l.: Katharina und Andreas Lorenzi mit ihren Mitarbeitern im Geschäft in der Siebensterngasse 41. Die Kassa wurde 1919 gebraucht gekauft und ist das älteste Inventarstück.

Wer glaubt, Messer ist Messer und Schere, Schere, wird hier rasch eines Besseren belehrt.  Lorenzi führt Waren aus der ganzen Welt, hat schon viele der Hersteller besucht und kann zu jedem Produkt im Geschäft, seiner Herstellung, den dafür verwendeten Materialien und der richtigen Verwendung eine Geschichte erzählen. Von unterschiedlichen Stahlarten (rostfrei  oder nicht) und den damit verbundenen Vor- und Nachteilen (Kohlenstoffstahl, nicht rostfrei, dafür feineres Gefüge und Schneiden, nach Gebrauch gleich zu reinigen) bis zur richtigen Pflege (Kamelienöl für die japanischen Damaststahlmesser, deren Stahl bei der Produktion gefaltet wird und die nicht rostfrei sind), bis zu den russischen Messern zum Fische filetieren, deren Griff aus gestapelten Birkenrindenscheibchen besteht, oder den finnischen Puukkos, Allzweckmessern mit gemaserten Holzgriffen.

Die Siebensterngasse 41 in den 1930er-Jahren. Die Schere an der Tür gibt es heute noch.
© Geschäft alt: Lorenzi Die Siebensterngasse 41 in den 1930er-Jahren. Die Schere an der Tür gibt es heute noch.

Messer und Scheren neu schleifen statt wegwerfen

Lorenzi führt alles, vom Silberblatt-Dauerzahnstocher bis zum Zweihandschwert, auch wenn die Nachfrage nach Taschen- und Küchenmessern und Scheren am größten ist. In diesen Produktgruppen gibt es alles, was man im Haushalt oder als Profi (Koch, Schneider, Kosmetiker, Friseur) braucht.

In der Galerie Scharf-Sinn veranstaltet Lorenzi Schärfworkshops und Produktpräsentationen.
© Galerie: Lorenzi In der Galerie Scharf-Sinn veranstaltet Lorenzi Schärfworkshops und Produktpräsentationen.

Lorenzi kann auch - fast - allen alten Messern und Scheren wieder neues Leben einhauchen und hat dazu  - ebenfalls seit 2005 - eine  größere Werkstatt im dritten Bezirk „Ein Küchenmesser geht z.B. über vier Maschinen und schaut nachher wieder aus wie neu. Man kann viel aus alten Messern rausholen”, sagt er. Reparaturen sind Lorenzi grundsätzlich ein Anliegen, er ist daher auch im Reparaturnetzwerk aktiv. „Wir wollen Leute wieder dafür sensibilisieren, gute Produkte zu kaufen und sie - wenn nötig - reparieren zu lassen. Ich möchte Alternativen zeigen zum Wegwerfen”, sagt er.

Hier schleift der Chef: Messer und Scheren und sehen - einmal nachgeschliffen - aus wie neu.
© Werkstatt: Angelika Kampfer Hier schleift der Chef: Messer und Scheren und sehen - einmal nachgeschliffen - aus wie neu.

In Ergänzung zum Schleifservice veranstaltet Lorenzi Schärfkurse für Menschen, die ihre Messer zu Hause selbst nachschärfen möchten. Nach einer kompakten theoretischen Einführung können im Workshop mitgebrachte Messer auf japanischen Wassersteinen nachgeschärft werden. Heuer neu im Programm hat Lorenzi einen Spezialkurs zum Schärfen von Holzbearbeitungswerkzeugen – von Stemmeisen, Hobel, und Drechslerwerkzeugen bis zu Holzsägen und Bohrern. Für seine Kurse und für Produktpräsentationen internationaler Hersteller hat Lorenzi 2017 ein eigenes Lokal gegenüber dem Stammgeschäft eingerichtet - die Galerie Scharf-Sinn.



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