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Wirtschaftskammer Wien präsentiert Modell zur antragslosen Einkommenssteuererklärung

Finanzielle und bürokratische Erleichterung für rund 200.000 Ein-Personen-Unternehmen – Einzelnes EPU spart durchschnittlich 1.000 Euro pro Jahr

WK Wien-Präsident Walter Ruck mit Kleinunternehmerin Isabella Jaburek-Nourry
© Florian Wieser WK Wien-Präsident Walter Ruck mit Kleinunternehmerin Isabella Jaburek-Nourry
„Als Wirtschaftskammer Wien stoßen wir immer vor allen anderen die richtigen Themen und innovativen Maßnahmen für erfolgreiches Wirtschaften an. Viele unserer Ideen wurden von der Politik bereits aufgegriffen und umgesetzt. Heute präsentieren wir die nächste Initiative, die das Unternehmerland attraktiver machen wird: die unbürokratische antragslose Einkommensteuer für Ein-Personen-Unternehmen. Unser Modell bedeutet eine win-win-Situation für Unternehmer, Standort und Finanzbehörde“
Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien.

Die WK Wien hat in den letzten Monaten ganz wesentliche Vorarbeit zum Sozialversicherungszuordnungsgesetz und dem Standortentwicklungsgesetz geleistet. Auch im Bereich der Fiskalpolitik hat die WK Wien mit dem Vorschlag eines Bezirksfinanzausgleichs in Wien und einer Kapitalmarktoffensive mit Öffnung des Dritten Marktes an der Börse für heimische KMU im Bund für frischen Wind gesorgt. Mit der antragslosen, automatischen Einkommenssteuererklärung wird nun ein weiterer Meilenstein hinzugefügt.

Das Modell der WK Wien

Seit dem Steuerreformgesetz 2015/2016 gibt es die antragslose Arbeitnehmerveranlagung für unselbständig Beschäftigte. Das Finanzamt führt seither eine automatische Arbeitnehmerveranlagung durch, wenn: 

  • keine Arbeitnehmerveranlagung durch den Steuerpflichtigen bis Mitte des Folgejahres eingereicht wird
  • mit einer Steuergutschrift zu rechnen ist
  • anzunehmen ist, dass keine Werbungskosten oder Sonderausgaben geltend gemacht werden

Geht es nach dem Modell der WK Wien soll eine antragslose Veranlagung in ähnlicher Form auf EPU bis zu einem Jahresumsatz von 30.000 Euro ausgeweitet werden. Die Unternehmer müssen beim Finanzamt nur noch ihren Jahresumsatz melden, der Einkommenssteuerbescheid wird dann automatisch vom Finanzamt erstellt. Aufwändige Buchführung und komplizierte, bürokratische durch verschiedene Formulare gestützte Steuererklärungen entfallen. Die Einkommenssteuerbescheide werden mittels drei Pauschalierungsgruppen (Dienstleistungen, produzierendes Gewerbe, Handel) seitens der Finanz ermittelt. 

„Insgesamt wären 200.000 Gewerbetreibende von der Erleichterung betroffen, 40.000 davon alleine in Wien. Selbstverständlich profitiert auch die Finanzverwaltung durch den Wegfall von über 200.000 eingereichten Veranlagungen“
Walter Ruck

Volkswirtschaftliche Effekte

Neben den direkten Auswirkungen auf EPU und Finanzbehörde, wird sich das Modell auch positiv auf die Wirtschaftsleistung auswirken. Experten rechnen, dass 100.000 Unternehmer österreichweit rund 100 Mio. Euro durch den Entfall von Steuerberatungskosten einsparen. Fließt dieser Betrag in den Konsum, dann entstehen eine Wertschöpfung von 140 Mio. Euro und 1.800 neue Jobs, wovon auf Wien 28 Mio. Euro und 360 Arbeitsplätze entfallen. Viele Unternehmer werden aber auch ins Unternehmen investieren oder Rücklagen bilden. Das steigert die Wettbewerbsfähigkeit und Lebensdauer von Kleinunternehmen. Das sieht auch die selbständige Farb- und Stilberaterin und selbst Kleinunternehmerin Isabella Jaburek-Nourry so, die ebenfalls an der PK teilnimmt: „Mein Unternehmen LOOK AT YOU ist noch jung und klein. Der bürokratische Aufwand ist aber genauso groß wie bei einem Betrieb, der seit Jahrzehnten auf dem Markt ist. Jede Zeit- und Kostenersparnis ist daher eine willkommene Entlastung. Als Kleinunternehmerin habe ich ohnehin schon viel zu tun. Da ist es gut, wenn auch einmal etwas einfacher wird.“

„Wenn wir den Wirtschaftsstandort auf die Überholspur bringen und den Unternehmergeist stärken wollen, dann brauchen wir innovative Vorschläge und Ideen. Wenn diese dann von der Politik auch umgesetzt werden, können wir zuversichtlich in die Zukunft blicken“, sagt Ruck, der zum aktuellen WKW-Modell bereits in Kontakt mit Finanzminister Hartwig Löger steht.

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