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Wirtschaftskammer Wien fordert Maßnahmen zur Belebung des heimischen Kapitalmarkts

83 Prozent der Unternehmer fordern einfachere Kapitalmarkt-Regelungen – Mehr KMU an die Börse und Börsekraft auf internationales Niveau anheben

Börsenmakler vor Computern
© Corbis
„Die Österreicher horten ihr Geld auf niedrigstverzinsten Sparbüchern, auf der anderen Seite müssen sich Staat und Unternehmen Geld für erfolgversprechende Investitionen aus dem Ausland holen. Das soll sich ändern.“
Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien 

Durch die Vorschläge der Wirtschaftskammer Wien könnten die österreichischen Unternehmen von zwei bis drei Milliarden Euro Investkapital zusätzlich profitieren - pro Jahr. Vorrangiges Ziel ist, die Börsekraft Wiens, die derzeit im internationalen Vergleich nur auf Rang 42 liegt, anzuheben. Konkret baut das Kapitalmarktprogramm der WK Wien auf zwei Standbeinen auf. Einerseits Anreize für die Anleger zu schaffen, ihr Geld auch abseits von Sparbüchern einzusetzen, und andererseits den Zugang zu frischem Geld für Unternehmen zu erleichtern.

Die Vorschläge der Wirtschaftskammer Wien

  • Um die Anleger zu alternativen Investitionen zu ermutigen, schlägt die WKW vor:
    KESt-Gleichstellung von Dividenden mit Sparbuchzinsen auf 25 Prozen
  • einen Beteiligungsfreibetrag
  • sowie eine „kleine Einlagensicherung“ zur Absicherung von 30 Prozent eines Börseinvestments von maximal 50.000 Eur


Parallel dazu sollen auch Unternehmen von Erleichterungen profitieren

  • leichterer Zugang zur Börse samt Absetzbetrag für den Börsegan
  • steuerliche Gleichstellung von Eigen- zu Fremdkapital
  • und die (Wieder-)Öffnung des dritten Marktes als Einstiegssegment der Wiener Börse

Unternehmer-Umfrage

Dass es in Puncto Kapitalmarktbelebung Handlungsbedarf gibt, bestätigen auch die Wiener Unternehmer in einer Umfrage von MAKAM Research im Auftrag der WK Wien:

  • 83 Prozent sind für Schaffung einfacherer Spielregeln, damit mehr heimische KMU an die Börse können und Privatanleger in diese investiere.
  • Die Hälfte der Wiener Unternehmen würde Privatpersonen in ihr Unternehmen investieren lassen

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