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Wirtschaft drängt auf das Aus der Sektsteuer

Die gerade ihrem Höhepunkt zustrebende Ball- und Faschingssaison ist auch Hochsaison für die Sekt- und Schaumweinbranche.

Die Sektsteuer bringt dem Fiskus wenig, bremst aber den Sektabsatz.
© Juan Nel/Shutterstock Die Sektsteuer bringt dem Fiskus wenig, bremst aber den Sektabsatz.

„Leider hat unsere Branche seit Jahren einen ungeliebten Begleiter, nämlich die Sektsteuer”, sagt Ernst Polsterer-Kattus, Sprecher der Sektindustrie in der Wirtschaftskammer Wien. Er erneuert die Forderung nach Abschaffung dieser Abgabe, die schon einmal - nämlich 2005 - gestrichen wurde, weil der damit verbundene Verwaltungsaufwand in keiner Relation zum Steueraufkommen stand. Dennoch wurde die Steuer 2014 neuerlich eingeführt - trotz starker Branchenproteste. Jeder Liter Sekt wurde dadurch um einen Euro teurer.

Was die rund 150 österreichischen Sektproduzenten - davon zehn in Wien - besonders schäumen lässt, ist der Umstand, dass Produkte wie Frizzante oder Prosecco, die häufig importiert werden, wegen ihres geringeren Kohlensäuredrucks nicht der Steuer unterliegen. Ihr Absatz ist seit Wiedereinführung der Sektsteuer auch um ein Sechstel gestiegen. Der Sektabsatz ist dagegen seit 2013 um ein Viertel gesunken, was auch Arbeitsplätze in der Branche kostete. Gleichzeitig blieben die erwarteten positiven Effekte für das Staatsbudget aus. Von den erhofften 18,5 Millionen Euro an Steuereinnahmen für den Fiskus blieben nach allen Abzügen gerade einmal 2,5 Millionen Euro jährlich übrig.

„Die heimischen Unternehmen werden massiv belastet. Der Staat hat gleichzeitig kaum Einnahmen, dafür nur mehr Verwaltungsaufwand”
Polsterer-Kattus

Unterstützt wird er in seiner Kritik vom Wiener Handelsobmann Rainer Trefelik. Er bezeichnet die Steuer als „verlorene Liebesmüh’”, weil niemand davon profitiere. Beider Appell an die Bundesregierung: „Machen wir mit der Schaumweinsteuer endlich Schluss!”



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