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Buttura: Wir sind modern, mobil und menschlich

Der Direktvertrieb ist die persönlichste Art des Verkaufens. Ein Weg, der gerade in Zeiten der Digitalisierung Zukunft hat, ist die Wiener Branchenobfrau Elisabeth Buttura überzeugt.

Elisabeth Buttura
© Foto Weinwurm/www.fotoweinwurm.at

Haushaltsartikel, Wohnaccessoires, Kosmetika, ätherische Öle, Wasch- und Putzmittel, Nahrungsergänzungsmittel: Die Palette der Produkte, die im Direktvertrieb angeboten werden, ist vielfältig und wird laufend größer, sagt Elisabeth Buttura, Obfrau des Wiener Gremiums des Direktvertriebs. „Unsere Branche ist sehr innovativ.” Buttura vertritt mehr als 2000 Wiener Direktberater - drei Viertel davon Frauen, nur wenige haben Mitarbeiter. Relativ hoch ist dagegen der Anteil jener, die das Gewerbe als Nebentätigkeit ausüben.

Gremium als Info-Drehscheibe

„Modern, mobil und menschlich” - das ist das Credo des Direktvertriebs. Ganz in diesem Sinn ist Buttura der persönliche Kontakt mit ihren Mitgliedern sehr wichtig. Betriebsbesuche seien allerdings schwierig, sagt sie. Direktberater haben in aller Regel kein Geschäftslokal, sondern kommen zu persönlichen Beratungen oder Vorführungen zu den Kunden. Die Obfrau lädt ihre Branchenkollegen daher regelmäßig zu Mitgliederfrühstücken ein und kommuniziert viel online und telefonisch.

„Der Direktvertrieb bietet Top-Produkte und Top-Beratung.”
Elisabeth Buttura

Der Informationsbedarf der Mitglieder ist durchaus hoch, sagt sie. „Es gibt bei uns viele Nebenberufler, die in Steuer- oder Rechtsfragen nicht so firm sind.” Hier setzt auch der WIFI-Direktberater-Lehrgang mit branchenrelevanten Basisinfos an, der vom Gremium gefördert wird. Dazu bietet die Branchenvertretung Online-Webinare an, und auch die viermal jährlich erscheinende Mitgliederzeitschrift „BestDirekt” gibt es seit heuer online in erweiterter Form. Öffentlichkeitsarbeit für die Branche ist ebenso erklärtes Ziel des Gremiums wie die Abgrenzung redlicher Mitglieder gegen Pfuscher - die es laut Buttura im Direktvertrieb durchaus gibt. Neue Mitglieder erhalten daher vom Gremium die „Golden Card”, einen Ausweis, der die Gremialmitgliedschaft bestätigt.

Uralt-Bestimmung streichen

Wie andere Branchen auch fordert der Direktvertrieb die Vorsteuerabzugsmöglichkeit für Pkw. Dass man derzeit nur Vans und Pick-ups absetzen könne, sei weder zeitgemäß noch ökologisch, meint Buttura. Ebenfalls nicht mehr zeitgemäß sei es, dass Nahrungsergänzungsmittel nur am Standort des Direktberaters - und damit nicht bei Kundenbesuchen außerhalb des Standorts - verkauft werden dürfen. „Ein Verbot in der Gewerbeordnung, das längst gestrichen gehört”, kritisiert die Obfrau. Nahrungsergänzungsmittel, die derzeit boomen, seien schließlich auch in Drogeriemärkten und im Internet zu kaufen - ganz ohne Beratung. Erfreulich findet Buttura dagegen die Anhebung der Umsatzgrenze für die Kleinunternehmerregelung auf 35.000 Euro, die viele ihrer Mitglieder betrifft. „Diese Regelung wurde in den 1990ern überhaupt erst auf Initiative unserer Branche eingeführt. Ein bis heute nachwirkender Erfolg”, betont sie.

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