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Wir brauchen Rechtssicherheit

Die EventBranche ist ein boomender Wirtschaftsfaktor. Unterschiedliche Rahmenbedingungen in den Bundesländern müssen endlich vereinheitlicht werden.

Gerti Schmidt
© www.sticklerfotografie.at

Von Produktpräsentationen über Messen, Sport- oder Kulturveranstaltungen bis zu wissenschaftlichen Kongressen reicht der Bogen des Eventmanagements. Diese Branche zählt zu den bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren des Landes, schafft Arbeitsplätze und trägt zum positiven Image Österreichs sowohl im In- als auch im Ausland bei. Laut einer von der Wirtschaftskammerorganisation in Auftrag gegebenen aktuellen IHS-Studie sichert die heimische Event-Branche mehr als 140.000 Arbeitsplätze und produziert eine Bruttowertschöpfung von 8,9 Milliarden Euro. Events boomen, beleben die Wirtschaft, finden großes mediales Echo. Es liegt daher auf der Hand, dass ein so bedeutender Wirtschaftsfaktor einen entsprechend einfachen, gut handhabbaren rechtlichen Rahmen benötigt. „Ich setze mich kontinuierlich dafür ein, dass sich die wachsende Event-Branche durch Kompetenz und Qualität auszeichnet und unsere Mitglieder in der Ausübung ihrer Tätigkeit auf Rechtssicherheit vertrauen können”, betont Gerti Schmidt, Obfrau der Freizeit- und Sportbetriebe der Wirtschaftskammer Wien.

„Die Event-Branche  als wichtiger Wirtschaftsfaktor muss mit klaren Regeln arbeiten können.”
Gerti Schmidt

Zur Erklärung: Durch das föderale System in Österreich sind die Veranstaltungsgesetze auf der sogenannten landesgesetzlichen Ebene geregelt. „Das führt beispielsweise für Kollegen, die die gleiche Veranstaltung sowohl in Wien-Süd als auch im Raum Vösendorf durchführen, zu teilweise anachronistischem Aufwand”, so Schmidt. Es werden zwei verschiedene Anträge und Kontakt zu unterschiedlichen Ansprechpartnern für Feuerpolizei und Sicherheitskoordination benötigt, um die Veranstaltungen zu genehmigen, obwohl zwischen den Veranstaltungsorten nur wenige Kilometer liegen. „Besonders hart trifft es unsere Mitglieder, wenn sie mit Kunden aus dem Ausland arbeiten, die für diesen hohen bürokratischen Aufwand kaum Verständnis aufbringen.” Es sei höchste Zeit, dass neun verschiedene Bewilligungsverfahren entsprechend adaptiert und vereinheitlicht werden müssen. „Dazu haben wir bereits Vorschläge erarbeitet, die wir gerne einbringen”, erklärt Schmidt.

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