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Wiens Unternehmer leisten viel, um die Stadt zum Strahlen zu bringen

Bis die Wiener Einkaufsstraßen rund um Weihnachten im festlichen Licht erstrahlen, ist richtig viel zu tun. Ehrenamtlich leisten Wiener Unternehmer viele Stunden, um jedes Jahr aufs Neue die Menschen zu begeistern.

Weihnachtsbeleuchtung
© Christian Steinbrenner

„Die Vorbereitung der Weihnachtsbeleuchtung kostet mich jedes Jahr mehrere hundert Stunden Arbeit” berichtet Klaus Brandhofer, Obmann der Landstraßer Kaufleute und Bezirksobmann der Wirtschaftskammer Wien für die Landstraße. Unzählige Besprechungen, Planungen und Treffen mit möglichen Geldgebern waren auch heuer ab dem Sommer wieder notwendig, um die Weihnachtsbeleuchtung im unteren Abschnitt der Landstraßer Hauptstraße möglich zu machen. Vor allem geht es ums Geld.

„24.000 Euro müssen wir aufbringen, um die Montage, die spätere Demontage und die Lagerung der Weihnachtsbeleuchtung während des Jahres zu finanzieren. Glücklicherweise ist unsere Beleuchtung noch in einem Top-Zustand, denn eine Neuanschaffung würden wir heute nicht mehr zustande bringen.”
Brandhofer

Startklar fürs Einschalten

Für den Start der heurigen Weihnachtsbeleuchtung am 17. November, pünktlich um 17.11 Uhr, ist die Landstraßer Hauptstraße gerüstet. Anfang November wurde mit der Montage der Landstraßer Herzen begonnen. Größtenteils musste das in der Nacht passieren, um den Verkehr nicht zu behindern. Die Probebeleuchtung habe bereits einwandfrei funktioniert, freut sich Brandhofer. Startklar sind auch die anderen Einkaufsstraßen, die ihre Kunden ebenfalls beeindrucken wollen. Denn der Lichterglanz bringt das wirtschaftlich wichtige Weihnachtsgeschäft erst so richtig in Schwung. Die Weihnachtsbeleuchtung verstärkt die Lust zum Einkaufen in Wien, sorgt für mehr Frequenz und Umsatz sowie für zufriedene Kunden und Bewohner. All das stärkt Wien als Standort und als Stadt. Rund die Hälfte der beleuchteten Einkaufsstraßen befindet sich im 1. Bezirk, wo abseits der großen Straßen auch kleinere Straßen und Grätzel mit kreativen Beleuchtungen auf sich aufmerksam machen. Etwa die Habsburgergasse, die als Motiv die Habsburger Krone in hellem Glanz erstrahlen lässt. Oder die Annagasse, die die Musiknoten zu „Stille Nacht, Heilige Nacht” durch 10.000 LED-Lichtpunkten zeigt.

Auch der Ring erstrahlt

Teile der Wiener Ringstraße sind seit 2015 auf Initiative der WK Wien beleuchtet. Begonnen wurde zunächst mit dem Stubenring, Schubertring und Kärntnerring, ein Jahr später folgten der Parkring und Opernring. Anlass für die Beleuchtung war das 150-Jahr-Jubiläum der Ringstraße. 70 sogenannte Light Gates und die begleitende Baumbeleuchtung (siehe Bild E1) versetzen die Wiener Prachtstraße in eine einzigartige weihnachtliche Stimmung und laden zum Flanieren ein. Mehr als 300.000 LED-Lichtpunkte werden dafür eingesetzt, die Lichterketten an den Bäumen sind 25 Kilometer lang. Bei der Montage sind strenge Auflagen der Stadt einzuhalten, etwa zum Baumschutz, zur Verkehrssicherheit und Statik.

Technisch mindestens ebenso aufwändig ist die Beleuchtung am Graben. Die 2005 erstmals installierten Luster, die an einen prachtvollen Ballsaal erinnern, sind nicht nur den Wienern bestens bekannt, sondern auch bei den Touristen beliebt, wie Marie Beatrice Fröhlich von den Kaufleuten am Graben berichtet: „Wir alle lieben die Luster heiß. Inmitten der wunderschönen, denkmalgeschützten Häuser zeigen sie das Bild einer imperialen Stadt der Bälle.” Für die internationale Vermarktung Wiens würde dieses Bild oft verwendet. 400 Kilogramm wiegt jeder einzelne Luster, Auf- und Abbau der Beleuchtung seien aber längst zur Routine geworden. Nach der Saison wird alles genau überprüft, Schaltteile und Verbindungen werden bei Bedarf erneuert, dann wird bis zur nächsten Saison in einem Lager nahe Wien alles vorsichtig eingelagert. „Ohne den Einsatz der Unternehmer am Graben wäre all das nicht möglich. Sie sind alle sehr solidarisch - sie wissen, wie wichtig die Beleuchtung für unser Geschäft ist. Trittbrettfahrer gibt es nur wenige”, sagt Fröhlich. Das große Einschalten am 17. November um 17 Uhr veranstaltet der Graben heuer gemeinsam mit mehreren anderen Innenstadt-Straßen. Alles beginnt mit einem großen Chorkonzert am Stephansplatz, danach verteilen sich die Sänger auf die einzelnen Straßen und laden das Publikum zum Mitsingen ein. Den Folder mit den Liedertexten kann sich jeder dann für sein privates Weihnachtsfest mit nach Hause nehmen.

Hoffen auf ein gutes Geschäft

Auf jeden Fall leuchten wird auch die Neubaugasse, die bei einem Publikumswettbewerb vor einigen Jahren Platz 1 der schönsten Weihnachtsbeleuchtungen Wiens gewonnen hat, wie Kaufleute-Obmann Karl Hintermayer berichtet. „Wir schwimmen hier auf der romantischen Welle, das passt gut zur Neubaugasse und spricht viele Menschen an”, sagt Hintermayer. Auch er inszeniert das erstmalige Einschalten am 17. November um 17 Uhr an der Ecke Neubaugasse / Lindengasse groß - mit vielen Unternehmern und lokaler Prominenz. Montiert wird - aufgrund der Auflagen des Magistrats - auch hier vor allem am Wochenende und in der Nacht. Für die Finanzierung der heurigen Saison muss er noch einige Gespräche führen. „Es ist jedes Jahr harte Arbeit, bis wir die Mittel zusammenhaben”, sagt Hintermayer. Jetzt hofft er auf ein gutes Weihnachtsgeschäft. „Ich bin, wie immer, optimistisch”, so der langjährige Vereinsobmann und Unternehmer.


Wien im Lichterglanz

Ab 17. November erstrahlen die Wiener Einkaufsstraßen bis zu zehn Wochen lang im weihnachtlichen Lichterglanz. Zu verdanken ist das den Kaufleuten, die die Weihnachtsbeleuchtung Jahr für Jahr organisieren.

Wer in der Vorweihnachtszeit in den Wiener Einkaufsstraßen flaniert, wird auch heuer wieder von einer einzigartigen, stimmungsvollen Weihnachtsbeleuchtung begleitet werden. Denn die Wiener Kaufleute sorgen auch heuer wieder dafür, dass 33 Einkaufsstraßen und -grätzeln in ein atemberaubendes Lichtermeer versinken und ihre Besucher damit regelrecht verzaubern. In diesen Tagen werden die letzten der insgesamt 2,2 Millionen Lichtpunkte montiert, am 17. November wird dann in fast allen Straßen eingeschaltet. Nur wenige Menschen wissen, dass die Wiener Kaufleute hinter der festlichen Weihnachtsbeleuchtung stehen. Zwar werden sie von der Wirtschaftskammer Wien und der Wirtschaftsagentur Wien unterstützt. Einen großen Teil des Geldes und vor allem auch der Arbeit müssen sie aber selbst aufbringen.  Wie gut sie ihre Arbeit machen, zeigt eine Befragung von Touristen: 98 Prozent der Gäste gefällt die Weihnachtsbeleuchtung in Wien sehr gut, fast alle planen in der Weihnachtszeit einen Besuch einer Einkaufsstraße oder eines Adventmarkts ein. Für viele gehört Wien wegen der Beleuchtung zu den romantischsten Weihnachtsstädten der Welt. Auch bei den Wienern schlagen die Herzen höher, wenn Wien in weihnachtlichem Glanz erstrahlt. Die Wiener Kaufleute sorgen damit für ein Top-Image und mehr Frequenz in den Straßen.

Wiener Weihnachtsbeleuchtung 2018



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