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Wiens Unternehmer blicken nach vorn

Die Corona-Krise trifft die Wirtschaft hart. Die Wiener Unternehmer, die sich in der letzten telefonischen „Sprechstunde der WIENER WIRTSCHAFT” vorgestellt haben, denken trotzdem an die Zeit nach der Pandemie. Aus einem einfachen Grund: Es muss weitergehen.

Gautier-Mückstein
© H. Lehmann/Gautier-Mückstein

Eine kreative und hochprozentige Krisen-Lösung

Mit Hochprozentigem kennt man sich aus bei Gautier-Mückstein. Seit mehr als sieben Jahrzehnten erzeugt die Familie Mückstein Liköre, Punsch, Inländer-Rum und andere Spirituosen. Mit zehn Mitarbeitern ist das Unternehmen im Industriegebiet Oberlaa ein gut aufgestellter lokaler Produktionsbetrieb. Die Corona-Krise hat aber auch hier den Alltag ganz schön verändert. Desinfektionsmittel waren schon vor den drastischen Beschränkungsmaßnahmen Mitte März Mangelware. Apotheken fingen an, ihre eigenen Desinfektionsmittel herzustellen - und brauchten dafür Ethylalkohol, einen Grundstoff der Spirituosenerzeugung. „Es hat nicht lange gedauert, bis die ersten bei uns danach gefragt hat”, sagt Firmenchef Florian Mückstein. Er erkannte die Chance und begann, selbst Apotheken zu kontaktieren. „Der Bedarf war so groß, dass wir bald dazu übergegangen sind, die Desinfektionsmittel selbst herzustellen”, erzählt er. Das sei quasi auf der Hand gelegen. „Es ist unser tägliches Geschäft, mit hochprozentigem Alkohol zu arbeiten, wir kennen uns damit aus, haben das Equipment.” Die notwendige Genehmigung, um den Ethylalkohol zu vergällen, damit er ungenießbar und damit alkoholsteuerfrei wird, habe man binnen kürzester Zeit erhalten, zollt er den Behörden großes Lob. Auch die Herausforderung, angesichts hoher weltweiter Nachfrage ausreichend Rohstoffe für die Desinfektionsmittel zu beschaffen, konnte bewältigt werden. Derzeit liefert Gautier-Mückstein pro Tag mehrere tausend Liter des nach den Richtlinien der WHO (Weltgesundheitsorganisation) erzeugten Desinfektionsmittels aus - an Apotheken, Polizeieinheiten, die Cobra Wien oder die österreichische Post. „Unsere Höchstkapazität liegt bei 20.000 erzeugten Litern täglich”, ist Mückstein stolz. Die Likörerzeugung läuft parallel dazu weiter. Dennoch ist Mückstein froh über das temporäre neue Geschäftsfeld. „Der Umsatz bei Spirituosen geht derzeit zurück. Ohne die Desinfektionsmittel hätte ich vielleicht Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken müssen. So arbeiten wir auf Hochtouren.”

Die Medizin am nächsten Level

4myhealth
© 4myhealth

Dass ihr Unternehmen 4myhealth einmal einen solchen Höhenflug erleben würde, hätten sich Walter Gries, Helmut Ritter und Walter Hofmann bei der Gründung 2013 nicht gedacht. Durch Zufall fanden die drei zueinander - vorerst um eine Idee, die aus einem Alltagsproblem resultierte in Form zu gießen: „Wir haben uns gedacht, es muss doch möglich sein, dass ein Arzt auch außerhalb der Praxis mit seinen Patienten kommunizieren kann und seine Daten immer bei der Hand hat. Zum Beispiel um die Medikamenteneinnahme abzustimmen etc.”, erklärt Walter Gries, der die Vertriebsleitung von 4myhealth innehat. Aus dieser Idee und unzähligen Verbesserungen und Erweiterungen, die gemeinsam mit renommierten Ärzten erarbeitet wurden, entstand schließlich das Wiener Telemedizin-Unternehmen 4myhealth. „Wir bieten Ärzten mit eigener Praxis - egal welcher Größe und welchen Fachgebietes -  ein Tool an, das Termine, Patientendaten, Medikamente, Finanzen und auch Bilder verwaltet”, schildert Gries. „Außerdem können Ärzte über verschiedene Kanäle mit ihren Patienten kommunizieren, Bilder und Dokumente teilen und diese auch online auf der gemeinsamen Plattform besprechen.” Welchen Vorteil diese Innovation bringt, zeigt sich jetzt - in Zeiten von Covid-19: „Viele Ärzte sind aufgrund der derzeitigen Lage gezwungen, von zu Hause aus zu arbeiten, haben aber oft keinen Zugriff auf Patientenakten, weil diese sich in der Praxis befinden. Mit 4myhealth können sie von überall auf diese Akten zugreifen”, führt Gries näher aus und betont: „Die gesamte Konsultation und alle Daten werden natürlich DSGVO-konform verschlüsselt und auf einem Hochsicherheitsserver gespeichert.” Um nun noch mehr Ärzten und Patienten die Kommunikation in der derzeitigen Situation zu erleichtern, hat man sich bei 4myhealth etwas einfallen lassen: „Wir wollten schnell helfen, unseren Beitrag leisten und bieten deshalb allen interessierten Praxen die Möglichkeit an, das 4myhealth Telemedizin System in den nächsten Wochen kostenlos zu verwenden”, erklärt Gries die neue Initiative.

Das Beste aus der Krise machen

Mind your business
© Agnes Stadlmann

Wie trifft mich die derzeitige Krise? Wie kann ich mein Unternehmen wettbewerbs- und vor allem überlebensfähig halten? Und: Wie kann ich womöglich gestärkt und besser vorbereitet aus der Krise hervorgehen? Gerade in Zeiten wie diesen sehen sich viele Unternehmen mit solchen existenziellen Fragen konfrontiert. Bei der Beantwortung dieser kommt Markus Eckhart mit seinem Unternehmen „Mind your business” ins Spiel. „Ich unterstütze Menschen in Unternehmen dabei, bewusstere und somit bessere Entscheidungen zu treffen”, erklärt Eckhart. „Gerade bei wesentlichen Weichenstellungen, wie sie jetzt oft passieren müssen, ist es wichtig, klar zu denken, bewusster zu entscheiden und Maßnahmen wirksamer umzusetzen”, führt Eckhart die drei wichtigsten Aspekte seiner Arbeit näher aus. Wesentlich für die Bewältigung von Krisen und Problemen ist für Eckhart die Beibehaltung von Flexibilität und Pro-Aktivität: „Viele Menschen kommen nicht aus ihrer Komfortzone heraus - sowohl im unternehmerischen Sinn, aber auch im privaten Umfeld”, erklärt Eckhart, der für die Beratung seiner Kunden aus 20 Jahren praktischer Erfahrung in großen, internationalen Unternehmen schöpfen kann. Aber genau die Flexibilität und der Mut, den Schritt aus der Komfortzone in unbekanntes Terrain zu wagen, kann viele neue Möglichkeiten eröffnen. Und: „Wenn ein Businessplan komplett umsetzbar ist, ohne dass man wo aneckt, dann hat man meiner Meinung nach etwas falschgemacht”, hebt Eckhart den Innovationsgedanken hervor. „Viele Unternehmen haben das bereits erkannt und versuchen das Beste aus der Krise zu machen, sich mit neuen Ideen und Innovationen über Wasser zu erhalten. Es ist erstaunlich, was in so kurzer Zeit bereits alles auf die Beine gestellt wurde“, erklärt Eckhart, der auch selbst als Unternehmer die Corona-Krise stark spürt, aber sich eine positive Einstellung behält: „Natürlich spüre ich es auch, Vorträge wurden abgesagt und ich musste mir auch eine Alternative zu meinen Workshops und Leistungen überlegen. Die momentane Situation bringt eine andere Art der Zusammenarbeit mit sich - ich biete meine Beratungen nun auf elektronischem und telefonischem Weg an, um für meine Kunden passende Lösungen auch in schweren Zeiten wie diesen zu finden”, so Eckhart optimistisch.

Sichtbar sein - gerade in schweren Zeiten

 Otago Online Consulting
© Philipp Schönauer

Mittels Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenmarketing (SEM) hilft Otago Online Consulting Geschäftspartnern dabei, dass sie in der Datenflut nicht verloren gehen, und bringt mehr Besucher auf ihre Websites - und damit mehr potenzielle Kunden. „Was hilft die beste Website, wenn Ihr Unternehmen im Netz nicht gut auffindbar ist? Leider nichts. Selbst die schönste Website ist nur dann erfolgreich, wenn die technische Umsetzung perfekt auf Suchmaschinen ausgerichtet ist”, betont Otago-Geschäftsführer Markus Inzinger. „Wer in den Suchmaschinen ganz vorne liegt, hat also einen massiven Wettbewerbsvorteil”, fügt der Online Marketing-Experte hinzu. Google und Co. seien auch in durch Covid-19 herausfordernden Zeiten enorm relevant, vielleicht hier sogar besonders. Gesucht werde weiterhin online, momentan vermutlich mehr denn je. In der aktuellen Situation hilft Otago EPU und Kleinunternehmen mit einer kostenlosen Erstberatung zur Suchmaschinenoptimierung. „Bei vielen unserer Kunden sehen wir, dass sich ihr Online-Geschäft trotz der aktuellen Lage gut entwickelt.” Denn es gebe für unzählige Produkte ein hohes Suchvolumen in Google. „Ein Marketing-Mix ohne eine gute Suchmaschinen-Strategie ist heute nicht mehr zeitgemäß. Und um diese Entwicklung zu unterstützen, bieten wir lokalen Unternehmen aus Österreich bis auf Weiteres einen kostenlosen SEO-Check ihrer Website”, sagt Inzinger.

 

 

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