th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Wiens Unternehmen setzen stärker auf Lehrlingsausbildung

Ende Oktober fast sechs Prozent mehr Lehrlinge in den Wiener Betrieben – Bundeshauptstadt mit größtem Zuwachs österreichweit – WK Wien fordert verbindliche Bildungsziele, um Ausbildungsreife aller Pflichtschulabsolventen zu garantieren

Lehre
© Westend61/picturedesk.com
Der positive Trend der letzten Monate auf dem Wiener Lehrlingssektor setzte sich auch im Oktober fort: Laut Wirtschaftskammer-Statistik gab es Ende des Monats 13.728 Lehrlinge in Wiener Ausbildungsbetrieben – im Jahresabstand ein Plus von 5,8 Prozent bzw. 754 Personen. Wien liegt damit an der Spitze aller Bundesländer und deutlich über dem Österreich-Durchschnitt (+ 2,4 Prozent). Zuwächse gab es in sämtlichen Wiener Wirtschaftssektoren – von Gewerbe und Handwerk über Industrie, Handel und Tourismus bis zur Sparte Information & Consulting. Deutlich gestiegen ist auch di­­e Zahl der Lehranfänger – um 6,3 Prozent im Jahresabstand auf aktuell 4401 Personen.
„Die Lehrlingsausbildung ist und bleibt für die Unternehmen wichtig – aus Verantwortung gegenüber der Jugend und als wichtige Maßnahme gegen den Fachkräftemangel“
Walter Ruck

Das bestätigt auch die aktuelle Bildungsbedarfsanalyse der WK Wien: Drei von zehn Ausbildungsbetrieben gaben darin an, in den nächsten drei bis fünf Jahren mehr Lehrlinge ausbilden zu wollen – in Summe bis zu 1.800 zusätzliche Lehrstellen. Gesucht wird vor allem in den Branchen Tourismus/Gastronomie, Handel und Bauwesen.

Ausbildungsreife durch Bildungsstandards sicherstelle

Die Bildungsbedarfsanalyse bestätigt allerdings auch die Kritik der Wirtschaft am Bildungsniveau der Lehrstellenbewerber. Gut die Hälfte aller Befragten gab an, dass deren Qualifikation in den letzten Jahren gesunken sei. Oft können Lehrstellen aus Mangel an genügend qualifizierten Bewerbern gar nicht besetzt werden. Das zeigt sich offenbar auch in der Statistik des Arbeitsmarktservice (AMS) Wien: Das AMS meldete mit Ende Oktober 750 offene Lehrstellen, obwohl gleichzeitig mehr als 3000 Jugendliche als lehrstellensuchend registriert waren.

Verpflichtende Bildungsziele

„Zu viele Schüler verlassen derzeit offenbar die Pflichtschule mit Lücken in den Grundkompetenzen“, so Ruck dazu. Während einer Lehre könne aber nicht nachgeholt werden, was davor versäumt wurde. Deshalb erneuert er die Forderung der WK Wien nach verpflichtenden Bildungszielen, die jeder Schüler erreichen muss, ehe er das Schulsystem verlässt. „Nur so kann die Ausbildungsreife der Schulabgänger sichergestellt werden“, unterstreicht Ruck. Auch die Vermittlung digitaler Kompetenzen spiele dabei eine immer größere Rolle. „Digital Know-how wird immer mehr zum Schlüsselfaktor für die Betriebe. Deshalb muss die Vermittlung von E-Skills in allen Ausbildungswegen integriert ­­und gestärkt werden“, so der Wiener Wirtschaftskammerpräsident.

Das könnte Sie auch interessieren

Walter Ruck

Winteröffnung für Schanigärten ist große Unterstützung

Hilfsmaßnahmen müssen rasch und unbürokratisch bei den Wiener Unternehmen ankommen. Gastronomie, Tourismus und Kongresswirtschaft besonders betroffen. mehr

Elisabeth Assad (l.) und Manfred Helnwein (r.), Restaurantleiter im „Klee am Hanslteich”. Lehrlinge gehören hier fix zum Team.

Wir brauchen auch in Zukunft Fachkräfte

Aktuell liegen die Lehrlingszahlen noch leicht über Vorjahresniveau. Wie sich die Corona-Krise aber letztlich auf den Wiener Lehrstellenmarkt auswirken wird, ist noch nicht abzusehen. Fest steht: Ausbildungsbetriebe brauchen jetzt volle Unterstützung, um ihre wichtige Arbeit fortsetzen zu können.  mehr