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Wiener Spitzenmedizin im Kampf gegen seltene Krankheiten

Das Wiener Pharma-Unternehmen AOP Orphan entwickelt und vertreibt seit fast 24 Jahren Medikamente und Medizinprodukte für Menschen, die an seltenen Krankheiten leiden.

Rudolf Widmann (l.) hat 1996 mit AOP Orphan ein Wiener Pharma-Unternehmen gegründet, das heute 150 Millionen Euro Umsatz macht. Vor zwei Jahren hat er die Geschäftsführung an Andreas Steiner (r.) übergeben.
© belle&sass Rudolf Widmann (l.) hat 1996 mit AOP Orphan ein Wiener Pharma-Unternehmen gegründet, das heute 150 Millionen Euro Umsatz macht. Vor zwei Jahren hat er die Geschäftsführung an Andreas Steiner (r.) übergeben.

„Die meisten Leute unterschätzen AOP Orphan und was in diesen Wänden passiert”, sagt Unternehmenschef Andreas Steiner. Vor zwei Jahren hat er die CEO-Funktion von Firmengründer Rudolf Widmann übernommen - und er hat ambitionierte Pläne für die Zukunft. Das heurige Jahr will er mit einem Umsatz von 150 Millionen Euro abschließen, nächstes Jahr sollen es mehr als 200 Millionen Euro sein, 2025 eine halbe Milliarde und 2030 mindestens eine Milliarde Euro. „Das geht über unser äußerst dynamisches organisches Wachstum und über Zukäufe”, sagt Steiner. Zwei solcher Zukäufe wurden diese Woche vorgestellt: Einer ist das ebenfalls in Wien ansässige Pharma-Unternehmen Amomed, das 108 Mitarbeiter mitbringt, das andere ist das Luxemburger Kleinunternehmen SciPharm.

„Mir geht ab, dass Österreich stolz ist auf das, was hier gemacht wird. Bei allem Neuen gebe es zunächst Skepsis. Das behindert Fortschritt und Wertschöpfung am Standort”
Andreas Steiner

Damit arbeiten jetzt mehr als 350 Mitarbeiter für AOP Orphan, der Großteil in Wien.Spezialisiert ist AOP Orphan auf vier Krankheitsbereiche: Herz/Lunge, Nervensystem und Stoffwechsel, Blutkrebs sowie Intensiv- und Notfallmedizin. Mittlerweile gibt es mehr als 30 Arzneimittel im Portfolio - und außerdem diverse Medizinprodukte und Patientenservices wie eine Rund-um-die-Uhr-Hotline mit fachkundigen Beratern. Und es sind weitere Produkte in der Pipeline - für rund zehn Indikationen wie etwa den septischen Schock, Chorea Huntington oder eine besondere Leukämieart. „Wir investieren jedes Jahr 20 Prozent unseres Umsatzes in Forschung”, berichtet Steiner. „Dadurch können laufend neue oder verbesserte Produkte auf den Markt gebracht werden, was den Umsatz und damit auch die Forschungsinvestition weiter erhöht.”

Steiler Erfolgsweg

Dabei hat alles einst ganz klein angefangen, mit Rudolf Widmann als Einzelkämpfer. Ende 1996 startete der studierte Pharmazeut und Pharmakologe mit jahrelanger Branchenerfahrung den Versuch, mit vorhandenen Wirkstoffen passende Arzneien im Kampf gegen seltene Krankheiten zu entwickeln. „Mein Ziel war es, den betroffenen Menschen den Zugang zu wirksamen Therapien zu ermöglichen und Versorgungsketten zu etablieren”, erzählt Widmann. Für große Konzerne sei das Geschäft mit seltenen Krankheiten nicht lukrativ genug, sagt Widmann. Deswegen blieben die Patienten mit ihren Leiden oft alleine. In Zusammenarbeit mit Ärzten sei der Start schließlich gelungen, danach baute er sein eigenes Forschungsteam auf und 2001 wurde das erste, eigene Produkt zugelassen. Der Weg bis zur Zulassung eines Medikaments sei auch heute noch lang und mühevoll, sagt Widmann. „Zuerst braucht man die Idee, wie man eine Krankheit mit Wirkstoffen angreifen kann. Dann lässt man den Rohstoff herstellen, macht Studien und durchläuft das Zulassungsverfahren”, erklärt Widmann. Bis zum Markteintritt vergehen in der Regel Jahre. Wichtig sei der enge Kontakt mit den behandelnden Ärzten, denn das bringe zusätzliche Informationen und Ideen für die Entwicklung und Verbesserung der Arzneien und Medizinprodukte.

Ziel ist die ganze Welt

Heute ist AOP Orphan längst nicht mehr nur in Österreich aktiv. In 29 weiteren Ländern befinden sich AOP-Gesellschaften oder Repräsentanzen, vor allem in Europa, aber auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und in Israel. „Vielleicht bald auch in Russland”, kündigt Steiner an. Vertrieben werden AOP-Produkte weiters in Kanada, Südamerika, in Teilen Asiens und in Australien. Für die USA werde aktuell eine Zulassung vorbereitet. „Unser Ziel ist die ganze Welt”, sagt Steiner. Produziert wird in Österreich und vielen anderen Ländern, darunter Spanien, Italien und Deutschland.Parallel dazu plant Steiner den Umzug der Firmenzentrale. Der derzeitige Standort in Ottakring wird für das dynamisch wachsende Unternehmen zu klein, Mitte 2021 geht es daher nach Heiligenstadt. In Wien fühle man sich wohl, obwohl man es hierzulande als wenig bekanntes Unternehmen oft schwer habe. 



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