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Wiener Händler sind vorbildlich

Das von der Bundesregierung geplante Verbot von Plastiksackerl ab 1. Jänner 2020 ist positiv zu bewerten. Der Handel bietet schon jetzt zahlreiche Alternativen zum Einwegsackerl an, betont Handelsobmann Rainer Trefelik.

Rainer Trefelik
© Gerry Frank

„Wir begrüßen die Pläne der Bundesregierung, ab 1. Jänner 2020 ganz massiv Plastiksackerl einzusparen”, erklärt Rainer Trefelik, Obmann der Sparte Handel der Wirtschaftskammer Wien. Laut Einschätzung des Umweltministeriums könnten so jährlich bis zu 7000 Tonnen Plastikmüll in Österreich eingespart werden.

„Wir begrüßen das Verbot von Plastiksackerl, jedoch ist die Übergangsfrist viel zu kurz.”
Rainer Trefelik, Handelsobmann

Im Sinne des Umweltschutzes und auf Wunsch der Konsumenten habe der Handel bereits jetzt eine Vielzahl von alternativen Tragetaschen im Angebot. „Der heimische Handel hat europaweit eine Vorreiterfunktion, wenn es um Nachhaltigkeit geht. Darauf können wir sehr stolz sein”, betont Trefelik. Nicht betroffen von dem geplanten Verbot, das sich noch in Begutachtung befindet, sind sehr leichte Tragetaschen, z.B. Obst- oder Knotenbeutel, die biologisch abbaubar sind und aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden.

Aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht kontraproduktiv

Auch Mehrwegtaschen aus Kunststoffgewebe, mit vernähten Verbindungen oder mit vernähten Tragegriffen, die eine entsprechende Stabilität aufweisen und für den mehrmaligen Gebrauch konzipiert sind, dürfen weiter benutzt bzw. vom Handel ausgegeben werden. Müllsäcke oder Gefrierbeutel sind auch nicht von dem Verbot betroffen. Für Händler, die zum Beispiel Tragetaschen mit ihrem Logo bereits bestellt oder in ihren Lagern liegen haben, soll eine einjährige Abverkaufsfrist festgesetzt werden. Diese soll laut Plänen der Bunderegierung jedoch mit Ende 2020 „als klare und konsequente Entscheidung gegen die Wegwerfgesellschaft” auslaufen. „Die Aufbrauchfrist erscheint uns jedoch viel zu kurz, da gerade kleine Händler angewiesen sind, ihre Lagertaschen oder bereits bestellte Plastiksackerl aufzubrauchen”, betont Trefelik. Im Sinne einer konsequenten Entscheidung gegen die Wegwerfgesellschaft wäre es sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht kontraproduktiv, diese Sackerl ungenützt entsorgen zu müssen, erklärt der Handelsobmann.



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