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Wiener Gesundheitssektor als lohnende Investition

Jeder vierte Job hängt an der Gesundheitsbranche. Sie erbringt ein Viertel der Bruttowertschöpfung in Wien. 

Kasia Greco (Vorsitzende der Landesstelle Wien der ÖGK), Peter Hanke (Wirtschaftsstadtrat), Alexander Biach (Standortanwalt), Thomas Szekeres (Präsident Ärztekammer), Hansjörg Schelling (Präsident Praevenire).
© Florian Wieser Kasia Greco (Vorsitzende der Landesstelle Wien der ÖGK), Peter Hanke (Wirtschaftsstadtrat), Alexander Biach (Standortanwalt), Thomas Szekeres (Präsident Ärztekammer), Hansjörg Schelling (Präsident Praevenire).

Ein gesunder Mensch hat 1000 Wünsche, ein Kranker hat nur einen - gesund zu werden. In Wien ist man als Patient gut aufgehoben, denn das Gesundheitssystem ist im internationalen Vergleich ausgezeichnet. Es soll aber noch besser werden. Eine Allianz aus Stadt Wien, Wirtschaftskammer (WK) Wien, Ärztekammer, Gesundheitskasse, Industriellenvereinigung und dem Verein Praevenire will Wien in medizinischer Forschung und Infrastruktur einen internationalen Spitzenplatz verschaffen. Darüber hinaus soll eine Zertifizierungsstelle für Medizinprodukte nach Wien geholt werden. „Der Gesundheitssektor ist für die Wiener Wirtschaft unverzichtbar. Seine enorme Auswirkung auf die auf Volkswirtschaft und Arbeitsplätze sind beeindruckend”, so Alexander Biach, Standortanwalt in der WK Wien. Er hat im Auftrag der Stadt eine Studie zu den volkswirtschaftlichen Effekten der Gesundheitsbranche erstellt.

„Auf diesen Ergebnissen müssen wir aufbauen, Leuchtturmprojekte fördern und weiter internationale Institutionen in die Stadt holen. Das wird Wien einen Wachstumsschub geben, durch den wir uns von der derzeitigen Krise selbst heilen können”
Alexander Biach

Hohen Standard halten

Größter Profiteur durch die Wiener Gesundheitswirtschaft ist mit 8,4 Milliarden Euro Umsatz der Handel. Neben dem direkten Medizinproduktehandel löst der Gesundheitssektor mit seinen einkommensstärkeren Beschäftigten Umsatzeffekte auch in anderen Handelsbranchen (etwa Lebensmittelhandel, Textilhandel) aus. Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke erklärt: „Im Rahmen der Wirtschafts- und Innovationsstrategie 2030 wollen wir unter anderem durch die Zusammenarbeit mit Alexander Biach Wien als Gesundheitsmetropole positionieren. Den hohen Standard halten und weiter investieren in moderne Infrastruktur, in mehr Stellen für Ärzte und Pflegepersonal, in Start-ups und in Ausbildungsplätze. Dafür wollen wir mit den besten Köpfen arbeiten.”

Gesundheit
© wkw/Bock

Corona-Pandemie bisher gut gemeistert

„Die Studie bestätigt unser gutes und funktionierendes Gesundheitssystem”, sagt Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres. „Wir konnten die Corona-Pandemie bislang gut meistern und haben sowohl bei Testungen als auch bei der Forschung hier viel geleistet.  Die Wirkung von Substanzen auf Coronazellen in einer gesicherten Laborumgebung ist enorm wichtig.”, so Szekeres weiter. Das Gelände des AKH soll nun um drei Forschungsgebäude erweitert werden, wo medizinisch-wissenschaftliche Forschung auf Spitzenniveau möglich ist.

Forschung muss bei den Patienten ankommen

Hans Jörg Schelling, Präsident des Vereins Praevenire sieht die größten Herausforderungen in der Pflege - die immer älter werdende Bevölkerung soll bestens behandelt werden - in der Grundlagenforschung und bei der Digitalisierung.  „Die Wiener Schule der Medizin 2.0 sollte darin gipfeln, dass wir bald wieder einen Wiener Nobelpreisträger haben”, so Schelling.Für Kasia Greco, Vorsitzende der Landesstelle Wien der österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) ist es wichtig, dass die Forschungsergebnisse den Patienten Heilung bringen: „Wir sind stets bestrebt, die Infrastruktur bestmöglich weiterzuentwickeln und modern zu halten. Ein Teil der Investition von 260 Millionen Euro geht an das Hanusch Krankenhaus im Penzing. Dort wurden in Zusammenarbeit mit dem Ludwig Boltzmann Institut bereits 30 internationale Studien durchgeführt, von denen Patienten profitieren. Wir wollen aber nicht krankenhaus- oder abteilungsspezifisch arbeiten, sondern gemeinsam den Gesundheitsstandorts Wien ausbauen”, so Greco.

 

Forschung und Entwicklung

  • Wien soll für Betriebe und Forscher attraktiv gemacht werden und sie nachhaltig hier ansiedeln. Moderne Technologiezentren wie das Vienna Bio Center schaffen dafür die Infrastruktur. Im geplanten dritten Turm des Allgemeinen Krankenhauses (AKH) entsteht ein Zentrum für biomedizinische Forschung. Die Weiterentwicklung des MedUNI Campus des AKH soll auch was die Ausbildung betrifft neue Maßstäbe setzen. Gute Vernetzung soll helfen, die gewonnenen Erkenntnisse rasch in die Operationssäle zu bringen. Darüber hinaus wird die Digitalisierung eine große Rolle bei der Weiterentwicklung in der medizinischen Versorgung spielen. Das elektronische Rezept oder die elektronische Krankmeldung sind in der Pipeline.

  • Ob Herzkatheter-Technik oder Augenchirurgie, internationale Fachkräfte kommen, um in Wien zu lernen. Durch die geplante Errichtung des modernen Pavillons 6 samt Kubaturerweiterung im Hanusch-Krankenhaus sind zahlreiche Neuerungen in der medizinischen Versorgung und Forschung auf mehr als  10.000 Quadratmeter Fläche möglich. Ein gebäudeübergreifender, vergrößerter Operations-Komplex, der den Betrieb von innovativen Roboter-assistierten Chirurgiesystemen ermöglicht, neue OP-Säle mit modernster medizinisch-technischer Ausstattung in der Urologie und Gynäkologie sowie in der Orthopädie-Traumatologie werden sichergestellt. Finanziert wird das Projekt aus öffentlichen und privaten Geldern über ein ppp-Modell (Private-Public-Partnership).

  • Bereits im Oktober beginnen die Audits für die Vergabe einer EU-weiten Zulassungsstelle für Medizinprodukte. Der Prozess, bis ein Produkt im medizinischen Bereich am Markt zugelassen wird, ist aufwändig. Es erfordert die Prüfung klinischer Daten, eine Lebenszyklusbegleitung und vieles mehr. Für den Wirtschaftsstandort Wien wäre es ein großer Gewinn, eine solche Einrichtung zu haben.  Zum einen wirtschaftlich, durch einen raschen Start von Neuzertifizierungen von Produkten österreichischer Unternehmen. Zum anderen, um Engpässe beim Zugang der Erzeugnisse zum Gesundheitswesen zu vermeiden. Die Herstellung solcher Produkte soll dadurch auch wieder ins Land geholt und damit eine flächendeckende Versorgung gesichert werden.


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