th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Wiener City fit für die Zukunft machen

Durch Verkehrsberuhigung, weitere Begegnungszonen und drei Leuchtturmprojekte soll der erste Bezirk noch attraktiver werden.

Beschattung Kärntnerstraße
© Robert Karrer So könnten schattenspendende Elemente auf der Kärtnerstraße aussehen.

Der erste Bezirk ist nicht nur Wohnraum, sondern auch ein geschäftliches und touristisches Zentrum unserer Stadt. Er ist der urbane Mittelpunkt”, sagt Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien. Er legte das von der Kammer erarbeitete Nutzungskonzept für die Innenstadt vor. Der „Masterplan Innere Stadt” ist die Grundlage der WK Wien für den Dialog mit der Stadt Wien, um gemeinsam die schon lange geplante Weiterentwicklung anzugehen. Er setzt auf vielen Ebenen an, seine drei großen Ziele sind Bewegungsfreiheit und Bequemlichkeit für Jung und Alt, für Gäste und Bewohner. Zweites Ziel ist die Sicherung von Genuss, Erlebnis und Wirtschaft im Zentrum, und zum Dritten sollen Natur und Naherholung im Stadtzentrum berücksichtigt werden. Diese Ziele sollen durch ein umfassendes Maßnahmenpaket erreicht werden. Zentrale Bedeutung kommen dabei der Verkehrsberuhigung, weiteren Begegnungszonen sowie drei besonderen Leuchtturmprojekten zu.

„Wir schaffen Win- Win-Situationen“
Walter Ruck

Verkehr lenken und minimieren

Zur Beruhigung des Verkehrs in der Inneren mStadt soll ein Zufahrtsmanagement eingeführt werden. Dafür braucht es vorab eine gesonderte Regelung für die Parkraumbewirtschaftung. Demnach wird längerfristiges Parken für Nichtbewohner in der Innenstadt nur in Garagen möglich sein. An der Oberfläche muss daher eine ausreichende Aufenthaltsdauer für Fahrzeuge festgelegt werden, zum Beispiel für Lieferungen. Der Preis für das Parkpickerl - für Bewohner ebenso wie für Betriebe - sollte angehoben und ein Rückbau der Parkplätze angegangen werden. Der so gewonnene Raum kann dann für die Verbesserung der Aufenthaltsqualiät genützt werden. Dem Garagenmanagement kommt also große Bedeutung zu, denn es braucht mehr Stellplätze. Derzeit gibt es in der Inneren Stadt 23 Garagenstandorte und rund 7000 Stellplätze in öffentlichen Garagen. Die Garagen sollen dann über ein Leitsystem gut erreichbar sein, bereits auf den Zufahrtsstraßen ersichtlich sein, wo es noch freie Stellplätze gibt. Begonnen werden sollte das Projekt zur Verkehrsberuhigung unter anderem in den Bereichen Freyung, Am Hof, Tuchlauben, Hoher Markt oder etwa in der Wollzeile - also dort, wo die Erdgeschoßzonen besonders belebt sind. Dieter Steup, WK Wien-Obmann der Inneren Stadt, sieht in dem Konzept für die Aufenthaltsqualität viel Gutes, wenn die Rahmenbedingungen erst einmal geschaffen werden: „In der City hat sich in den letzten Jahrzehnten einiges verändert. Eine Kärntner Straße und einen Graben als stark befahrene Straße mit vielen Autos kann ich mir heute gar nicht mehr vorstellen”, so Steup. Nach der Veröffentlichung des Masterplans hat die Stadt Wien ihre Pläne zur Verkehrsberuhigung für die Innenstadt präsentiert. Demnach soll es künftig rund 30 Prozent weniger Einfahrten sowie 23 Prozent weniger abgestellte Fahrzeuge in der Wiener Innenstadt geben. Erreicht werden soll das, indem die 34 Zufahrtsmöglichkeiten in den ersten Bezirk auf 26 reduziert und die Einfahrten mit einem Kamerasystem überwacht werden. Für die kamerabasierten Kontrollen fehlt allerdings noch die gesetzliche Bestimmung in der Straßenverkehrsordnung.

Intelligente Ladezonen und Busse

Derzeit werden zwischen Stadt Wien, Wirtschaftskammer Wien und der Technischen Universität Wien in einem Projekt die Möglichkeiten für ein intelligentes Ladezonenmanagement geprüft. Damit sollen die Zonen ausreichend dimensioniert und räumlich optimiert ausgewiesen werden. Ein weiteres Projekt betrifft die Bedürfnisse der Tourismuswirtschaft – viele Gäste der Innenstadt reisen mit Bussen an. Die Schwerpunkte liegen hier vor allem auf derDigitalisierung des Busmanagements, einem dynamischen Parkraummanagement, Optimierung des Reiseroutings sowie Service für Gäste und Busfahrer.

Zahlen
© wkw

Mehr Begegnungszonen

Um qualitätsvollen öffentlichen Raum für alle zu schaffen, sollen weitere Straßenabschnitte neu gestaltet werden. Für die Bewohner können Bereiche gezielt aufgewertet werden, beispielsweise durch Picknickangebote oder neue Sitzgelegenheiten. Die Bereiche Michaelerplatz, Mahlerstraße, Hafnersteig, Kramergasse, Wildpretmarkt, Landskrongasse, Wollzeile und Tuchlauben sollen daher zu Begegungszonen umgebaut werden. Der Wiener Standortanwalt Alexander Biach hat berechnet, dass pro einer Million Euro an Investitionen für die Wiener City 1,2 Millionen Euro an zusätzlicher Wertschöpfung generiert werden können. Die Finanzierung der Umbauten kann, wie schon in anderen Bereichen der Stadt, mittels privater Finanzierungsbeteiligung umgesetzt werden. Bei den PPP-Modellen (Privat-Public-Partnership) wird die Neugestaltung durch Initiativen und Investitionen der Liegenschaftseigentümer möglich. Unterstützend dazu sollen die Stadt Wien und die WK Wien gemeinsam ein professionelles Erdgeschoßzonenmanagement einrichten, damit der Branchenmix erhalten bleibt. Darüber hinaus sollen Anreize geschaffen werden, dass Einrichtungen aus den oberen Stockwerken, die Kundenverkehr aufweisen, wie z.B. Arztpraxen, Büros, Agenturen, Architekturbüros, in Erdgeschoßzonen ziehen, um Leerstand entgegenzuwirken. Hand-in-Hand mit Neugestaltungen und Umbauten im öffentlichen Raum sollen auch die Pläne in Nutzungskonzepte umgewandelt werden. So plädiert die WK Wien beispielsweise für die Einrichtung von Demozonen und Speakers-Corner, um die Ringstraße zu entlasten.

Drei Leuchtturmprojekte

Drei große Projekte des Masterplans beinhalten den höchsten Beitrag zu den Zielen hohe Aufenthaltsqualität und Klimafreundlichkeit: Der Umbau des Schwedenplatzes wird schon lange diskutiert. Er erfüllt als Verkehrsknoten eine wichtige Verteilunktion. Durch den Umbau soll diese Funktion erhalten bleiben, jedoch neu verteilt werden. Ein barrierefreies Konzept mit Sitzgelegenheiten, mehr Abstellflächen für Fahrräder, attraktive Grünflächen sowie einfache Umsteigmöglichkeiten auf die verschiedenen Verkehrsmittel bringt nicht nur bessere Aufenthaltsqualität, sondern auch positive volkswirtschaftliche Effekte. Bei einer Investition von 35 Millionen Euro würde die Bauphase einen BIP-Beitrag von 50 Millionen Euro generieren. Nach der Umbauphase ergibt sich eine zusätzliche Wertschöpfung von acht Millionen Euro pro Jahr. Ein weiteres großes Projekt ist der Güterund Mobilitätshub, der unter dem Heldenplatz entstehen könnte. Eine umfassende Tiefgaragennutzung ist angedacht. Darin enthalten sind neben Kfz-Parkplätzen für E-Fahrzeuge aucheine Busein- und -ausstiegszone samt Parkmöglichkeit sowie ein Logistik-Cityhub beispielsweise für Lastenfahrräder. Neben dieser verkehrsreduzierenden Maßnahme kann die Tiefgaragegenutzt werden, um die Innenstadt verkehrssparend und mit CO2-neutralen Verkehrsmitteln mit Gütern zu beliefern. Der Bau generiert einen BIP-Beitrag von 149 Millionen Euro bei einer Investition von 100 Millionen Euro. Im Betrieb bringt der Mobilitätshub eine zusätzliche Wertschöpfung von 48 Millionen Euro pro Jahr. Schlussendlich zielt das dritte Leuchtturmprojekt auf die Kühlung der Stadt ab. Auf Basis von Heatmaps wurden die heißesten Plätze der Stadt identifiziert. In der Kärntner Straße, dem Kohlmarkt, der Bognergasse, der Seitzergasse und der Wollzeile sollen im Sommer luft- und wasserdurchlässige Beschattungen errichtet werden. Bei einer Investition von 8,3 Millionen Euro ergibt das einen BIP-Beitrag von 3,5 Millionen Euro in der Errichtung, aber in der Folge eine zusätzliche Wertschöpfung von 58 Millionen Euro pro Jahr - erzielt durch die verbesserte Aufenthaltsqualität und die dadurch gesteigerte Frequenz. Die drei Projekte zeigen, wie die Inneres Stadt in ein modernes europäisches Zentrum verwandelt werden könnte: „Wir schaffen Win- Win-Situationen. Es profitieren die Bewohner, die ansässigen Unternehmen, aber auch unsere nationalen und internationalen Gäste” so Ruck.

Leuchtturmprojekte
© wkw

Das könnte Sie auch interessieren

„In Krisenzeiten stellt Innovation – gepaart mit kompetentem Sachverstand der MitarbeiterIn-nen – die beste unternehmerische Lebensversicherung dar“, erklärt Sebastian Schlund, Vor-stand des Instituts für Managementwissenschaften der TU Wien

Österreichs Industrie ist trotz verschlechterter Wettbewerbsfähigkeit „global optimistisch“

Das Industriepanel „Made in Austria 2022: Produktionsarbeit in Österreich“ der TU Wien gemeinsam mit der FHWien der WKW zeigt positive Trends für innovative Unternehmen und Fachkräfte. mehr

Peter Reinthaler, GF Wittka Galvanisierungen GmbH

Was tun gegen hohe Energiekosten?

Die enormen Energiekosten stellen die Wiener Betriebe vor gewaltige Herausforderungen. Einsparen ist das Gebot der Stunde - der Spielraum aber meist begrenzt. mehr

IM-Stv Christian Adamovic, Spartenobfrau Smodic-Neumann, IM Georg Senft, IGF Leonhard Palden, Ausschussmitglied Andreas Springsholz

Erster Wiener Sicherheitstag ein voller Erfolg

Schlosserinnung lud zum ersten Wiener Sicherheitstag –Senft: „Nachfrage nach neuester Sicherheitstechnologie boomt.“ mehr