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Ruck: Wiener Börse öffnet für Klein- und Mittelbetriebe Türen

Kommentar von Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien

Börse
© Wiener Börse/Akos Stiller

Für die optimale Finanzierung des eigenen Unternehmens zu sorgen, ist eine Schlüsselaufgabe jedes Wirtschaftstreibenden. Oft reichen die Angebote der Hausbank und öffentliche Förderprogramme aus, manchmal braucht es aber alternative Wege, etwa Finanzierungen über die Börse. Und hier ist uns jetzt ein gewaltig großer Schritt gelungen, nämlich die Öffnung des sogenannten Drittens Markts der Wiener Börse für Klein- und Mittelbetriebe. Ab 21. Jänner haben diese Unternehmen die Möglichkeit, die Börse zu nutzen, um etwa Expansionen voranzutreiben oder große Investitionen umzusetzen. Und Menschen, die ihr Erspartes nicht auf niedrig verzinsten Sparbüchern an Wert verlieren lassen möchten, bekommen die Chance, auch in kleinere heimische Unternehmen zu investieren und Teil ihrer Erfolgsgeschichte zu werden.

Neue Gestaltungsmöglichkeiten für UnternehmerInnen

Möglich wird all das nun, weil ich seit mehr als einem Jahr bei der Bundespolitik für die notwendige Änderung des Kapitalmarktgesetzes kämpfe und diese nun umgesetzt wird. Die neue Rechtslage stärkt nicht nur den Kapitalmarktstandort Wien, sondern auch die Unternehmen in ihren Gestaltungsmöglichkeiten. Denn die Hälfte der Wiener Betriebe würde Privatpersonen in ihr Unternehmen investieren lassen, ergab heuer eine Befragung. Über die Börse bekommen sie nun einen neuen Weg.

In der Reform des Kapitalmarkts und insbesondere dem Zugang der Klein- und Mittelbetriebe zum Dritten Markt der Börse liegt daher viel wirtschaftliches Potenzial, das jetzt gehoben werden kann. Das Vorhaben zeigt, wie wichtig eine starke Interessenvertretung ist.

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