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Wiener Betriebe sind top: kreativ, nachhaltig & digital

Die jüngste Sprechstunde der WIENER WIRTSCHAFT zeigte, wie erfinderisch Unternehmer ihre Fähigkeiten einsetzen und ihre Ziele erreichen. Wichtige Rollen spielen dabei Nachhaltigkeit und Digitalisierung.

Michael Liebe und Anette Ebeling wollen nur mehr Nachhaltiges produzieren. Ein wichtiger Rohstoff dabei ist Kork
© Foto Weinwurm/www.fotoweinwurm.at Michael Liebe und Anette Ebeling wollen nur mehr Nachhaltiges produzieren. Ein wichtiger Rohstoff dabei ist Kork

Werbeartikel nachhaltig in Europa produziert

2010 hat Anette Ebeling den ausgelagerten Bereich eines Werbemittelherstellers übernommen und in weiterer Folge darauf aufbauend ihre Kreativfabrik gegründet. „Gesundheit und Umwelt gehören zusammen. Ich dachte, es kann nicht sein, dass Werbemittel fast ausschließlich aus China kommen und Nachhaltigkeit eine so geringe Rolle spielt”, sagt Ebeling. Gemeinsam mit ihrem Partner Michael Liebe hat sie sich auf die Suche nach Alternativen gemacht und sie gefunden. Vor allem Kork als nachhaltiger Rohstoff liefert die Basis für viele ihrer Produkte. Er wird in Portugal gewonnen und in der Zweigniederlassung in Deutschland verarbeitet. Viele Produktionspartner finden die Unternehmer auf Messen, ein großer Teil der Produktion erfolgt auch in Österreich. „Qualität ist wichtig und die Wertschöpfung soll in Europa bleiben”, sagt Ebeling. Diesen Anspruch legen die Bio-Zertifizierten all ihren Produkten zugrunde - auch, wenn das mit erheblichem Recherche- und Organisationsaufwand verbunden ist. So können Kunden neben den Korkprodukten auch Artikel aus recyceltem Kunststoff oder aus Viskosefasern als Alternative zur Baumwolle erwerben. Für die Verpackung und Etikettierung gibt es eine Zusammenarbeit mit einem Wiener Sozialbetrieb.

Gebärdensprache digital umgesetzt

Georg Tscharre und sein Team können jeden Quelltext mit Hilfe von digitalen Avataren in Gebärdensprache übersetzen
© Manfred Burger Georg Tscharre und sein Team können jeden Quelltext mit Hilfe von digitalen Avataren in Gebärdensprache übersetzen

Georg Tscharre begann damit, in der Erwachsenenbildung Videos für Gehörlose herzustellen. „Die Videoproduktion in guter Qualität ist ist teuer und aufwändig, daher haben wir eine Lösung gesucht und mit der neuen Software SiMAX gefunden”. Das Programm übersetzt Text in 3D-animierte Gebärdensprache. Eine lernende Datenbank im Hintergrund und gehörlose Gebärdensprach-Profis sorgen für hohe Qualität. In Österreich gibt es 8000 bis 10.000 Gehörlose und etwa dreimal so viele Menschen, die Gebärdensprache verstehen. Mit seiner Software kann Tscharre die Avatare auch englische oder französische Texte in Gebärdensprache darstellen lassen. „Die Anwendungsmöglichkeiten sind groß. Von Lernvideos über die Synchronisation von Filmen bis zur Darstellung von Schlüsseltexten auf Homepages, weil Gehörlose sich damit leichter tun als mit dem geschriebenen Wort”, sagt Tscharre. Auch ist diese Art viel kostengünstiger, als ein neues Video zu produzieren. Mittlerweile hat die Werbewirtschaft die Software entdeckt. Ein Zahnpasta-Produzent hat Werbevideos fürs Zähneputzen in Auftrag gegeben, die so gut ankamen, dass sie beim Cannes Lions International Festival of Creativity - dem Festival der Werbebranche - eingereicht wurden. Der Phantasie sind bei der Erstellung der Avatare keine Grenzen gesetzt. Sogar in die Messenger-Dienste haben sie Einzug gefunden und werden immer beliebter. „In Summe haben wir bislang 3,5 Millionen Zugriffe auf unsere Gifs registriert”, so Tscharre.

Er beliefert seine Kunden à la Karte

Michael Dorner produziert Karten für verschiedene Zwecke. Die NFC-Technologie ermöglicht neue Wege der Interaktion mit Kunden.
© wkw/Bock Michael Dorner produziert Karten für verschiedene Zwecke. Die NFC-Technologie ermöglicht neue Wege der Interaktion mit Kunden.

Ausweise, Geschenkkarten, Kundenkarten, Tickets, Zutrittskarten und vieles mehr: Michael Dorner produziert mit seinem Unternehmen Variuscard in der Donaustadt Karten mit vielen Funktionen. Ein großer Kunde ist beispielsweise der Rewe-Konzern, der jetzt gemeinsam mit anderen Unternehmen das Kundenbindungsprojekt „Jö” gestartet hat. Dorners Unternehmen stellt auch Chipkarten mit Near Field Communication (NFC-Technologie) her, die im Zuge der kontaktlosen Bezahlfunktion geschaffen wurde. „Damit ist es beispielsweise möglich, mit dem Handy einen Ausweis zu prüfen und festzustellen, ob ein Kunde schon über 18 Jahre alt ist”, erklärt Dorner. Seine Karten sind aus Plastik, Holz, Karton, je nach Zweck und Kundenwunsch. Das Unternehmen kann auch viele Sonderprodukte drucken oder Zusatzleistungen bringen, die über einen einfachen Druck hinausgehen, wie z.B. Infrarotfarben. „Allein die Beschichtung ist eine Wissenschaft für sich. Wir bieten unseren Kunden aber auch Gesamtlösungen an. Von der Herstellung der Karten über die Datenerfassung bis zu Lagerung, Versand und Mailings”, sagt Dorner, dessen Vater das Unternehmen 1964 gegründet hat. Die Sicherheitstechnologie für den Umgang mit Daten ist für Dorner von entscheidender Bedeutung: „Wir legen größten Wert auf Datensicherheit, bieten einen eigenen Cloud-Server an und sind bei Verschlüsselungslösungen auf dem neuesten Stand.” 40 Prozent seiner Produktion gehen in den Export. Die Geschäftsbeziehungen dafür hat der Vizepräsident der „International Card Manufacturers Association” über die Jahre aufgebaut. Jüngstes Projekt: Variuscard ist Teil der ID4Africa-Bewegung, die Ausweiskarten für die afrikanische Bevölkerung herstellt, die bis dato nicht staatlich erfasst wird.

Events für Teams: Mit Kollegen auf Kurzurlaub

Neu im Sortiment: Das Indoor-Spiel „Sam the Pirate”.  Mario Stoiber (links vorne) und seine internationalen Partner beim Spielen.
© Eventagentur Himbeere Neu im Sortiment: Das Indoor-Spiel „Sam the Pirate”. Mario Stoiber (links vorne) und seine internationalen Partner beim Spielen.

„In 15 Jahren Erfahrung kamen allerhand Ideen für meine Rätselrallyes zusammen”, sagt Mario Stoiber. Seine Agentur „Himbeere” organisiert die „Wiener Rätselrallye” in vielen Ausprägungsformen - für Wiener, aber auch für internationale Gruppen. Die Teams bekommen Aufgaben an verschiedenen Stationen in der Wiener Innenstadt gestellt. Je nach (Zeit)-Budget kann man verschiedene Zusatzmodule buchen. Die Challenges können Rätsel, Foto-Aufgaben oder Spiele gegen die Zeit beinhalten. So lernen die Teilnehmer Wien auf eine neue Art kennen. Für Unternehmen besonders interessant sind die Firmenrallyes, für die Stoiber individuell Unternehmensinhalte adaptiert. Er baut auf Wunsch das Logo und spezifische Firmenfragen ein. „Das Angebot eignet sich damit besonders fürs Teambuilding. Man kombiniert Sightseeing mit dem besseren Kennenlernen der Kollegen”, meint Stoiber. Die Rallyes sind analog mit Stadt- und Spielplan möglich, oder digital mit Tablet-Computern. Die Tablet-Rallyes beinhalten viele Foto- und Video-Aufgaben, die später eine nette Erinnerung an die Aktivität sind.  Während die Kunden noch einen angenehmen Ausklang genießen, eruiert die Agentur die Ergebnisse, erstellt die Siegerurkunden und überreicht diese an Ort und Stelle. Die Tablet-Games bietet Stoiber für verschiedene Städte an, z.B. für Salzburg und Linz. Eine andere Variante sind seine digitalen Escape-Games. Dabei steht das Denken über den Tellerrand hinaus im Mittelpunkt. Großes Plus: Das Spiel kann überall gespielt werden - indoor und outdoor, in Seminar-Hotels, Gastgärten und vielem mehr.


Mitgliedsbetriebe der Wirtschaftskammer Wien können sich zu einer Sprechstunde anmelden - einfach per E-Mail an: wienerwirtschaft@wkw.at

Schreiben Sie in ein paar Sätzen, was das Besondere an Ihrem Betrieb ist. Danach melden wir uns mit einer Termineinladung.


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