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WienING fördert kreativen Nachwuchs für Ingenieurbüros

HTL Rennweg, HTL Rosensteingasse und die Gartenbauschule Schönbrunn gewinnen den Nachwuchspreis WienING der Wiener Ingenieurbüros.

© Florian Wieser

„Es ist uns ein besonderes Anliegen junge Talente und neue Ideen in den Schulen zu fördern und auch zu unternehmerischer Tätigkeit zu animieren“, sagt Roman Weigl, Obmann der Fachgruppe der Wiener Ingenieurbüros. Bereits zum zweiten Mal hat die Fachgruppe heuer den Nachwuchspreis WienING vergeben. Der Wettbewerb richtet sich an Wiener HTL und HTBLA und wird mit Unterstützung durch den Wiener Stadtschulrat und das Bildungsministerium durchgeführt. Im Rahmen des WienING können Schüler und Schülergruppen der Maturajahrgänge ihre Maturaarbeiten  einreichen und als Preisträger diese Projekte der Wirtschaft und Öffentlichkeit zu präsentieren. Für die Bewertung der Projekte sind gesellschaftliche Relevanz, technische Relevanz, Kreativität und Innovation, Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit, sowie die Präsentation ausschlaggebend.Beim  heurigen Kongress Zero Emission Cities im Wiener Rathaus konnten die Sieger ihre Projekte präsentieren und ihre Preise entgegen nehmen. Der 3. Preis wurde wegen eines Punktegleichstand in der Bewertung der Jury gleich zweimal verliehen, sodass die Preisträger insgesamt Preisgelder in Höhe von € 7.000- erhielten.

Die Siegerprojekte

1.Platz: Die HTL Rennweg mit  „ECO-Reaper, der innovative Akkurasenmäher“

eco
© Florian Wieser

Aufgabe war es, einen Akkurasenmäher zu entwickeln, der in Punkten wie Laufzeit, Mähfläche und Leistung mit einem Benzinmäher mithalten kann. Im Rahmen einer Diplomarbeit wurde von Schülern der HTL Rennweg ein völlig neuartiger Akku-Rasenmäher entwickelt. Es gibt bereits Akku-Rasenmäher auf dem Markt. Diese bieten aber weder die Leistung noch die Reichweite, um mit einem Benzinrasenmäher zu konkurrieren. Zusätzlich ist die Schnittbreite meist so gering, dass große Rasenflächen gar nicht gemäht werden können. Bei diesem Projekt wurde ein neuartiger Akku-Rasenmäher entwickelt, der in Bezug auf Leistung, Reichweite, Schnittbreite und Effizienz ein ernst zu nehmendes Konkurrenzprodukt zu den marktführenden Benzinrasenmähern ist. Damit wird aufgezeigt, dass Elektromotoren nicht nur die Zukunft der Automobilbranche sind, sondern in Zukunft auch für viele andere Geräte eine große Rolle spielen werden. Gleichzeitig bietet der vollelektrische Antrieb des ECO Reapers eine Effizienz, welche die eines Verbrennungsmotors um mehr als das vierfache übertrifft. Um das Projekt und das dahinterstehende Team besser kennenzulernen, kann man die Website www.ecoreaper.jimdo.com besuchen. 

2. Platz: Die HTL Rosensteingasse mit dem „Vergleich von unterschiedlichen Dextranaseproduzenten im Klein- und Großmaßstab“

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© Florian Wieser

Bei der Gewinnung von Zucker aus der Zuckerrübe kann es durch bakterielle Kontaminationen zur unerwünschten Bildung von Dextran kommen. Dieses verursacht etliche Probleme in der Zuckerproduktion. Um dies zu verhindern, wird das Enzym Dextranase, welches das Dextran spaltet, beigemengt. Da dieses Enzym derzeit teuer zugekauft werden muss, bestand die grundlegende Idee dieser Arbeit  darin, den bestmöglichen Dextranaseproduzenten durch den Vergleich dreier Mikroorganismen (Pilz Chaetomium gracile, Hefe Lipomyces starkeyii, Bakterium Pseudomonas mixta) zu finden. Der Pilz Chaetomium gracile wurde dabei als bestmöglicher Dextranaseproduzent identifiziert. Der Pilz bietet damit eine solide Grundlage als Dextranaseproduzent und könnte zukünftig großtechnisch eingesetzt werden. Für den Zuckerhersteller Agrana ist das von großer Bedeutung. Durch Dextran kommt es zur Verstopfung von Filtern in der Zuckerproduktion, wodurch es immer wieder zu Stillständen in der Produktion kommt. Dadurch entstehen enorm hohe finanzielle Einbußen, denn bei einer täglichen Produktion von 2500 Tonnen Zucker bei der Agrana in Tulln kommt es zu Verlusten bis zu 275.000.-€ pro Tag. Daher forscht das Agrana Research und Inovation Center (ARIC) intensiv an der Optimierung der Prozessschritte in der Zuckerfabrik.

3. Platz: Die HTL Rennweg mit „ET – Electronic Timeable Selbstaktualisierende Stundenplananzeige, auf einem e-Paper-Display, vor Klassenräumen“

electronic
© Florian Wieser

Im Rahmen der Diplomarbeit hat sich das Team ET mit dem Problem der unpraktischen, veralteten und ineffizienten Aushängung der Stundenpläne auseinandergesetzt. Daher hat es an einer immer aktuellen Raumbeschriftung samt Stundenplan gearbeitet. Die Lösung ist ein E-Paper, welches stündlich mit den neusten Stundenplaninformationen aktualisiert wird und dank moderner Technik auch sehr Stromsparend ist. Von Anfang an war ein geringerer Stromverbrauch wichtig, unter anderem darum, dass es vor den Räumen in der Schule keine Möglichkeit gibt auf eine Stromleitung zuzugreifen und das System somit auf einen Akku angewiesen ist. Dennoch ist es uns gelungen eine wirtschaftlich lange Laufzeit zu verwirklichen. Das Produkt besteht aus drei Hauptelementen. Das E-Paper Display, bei dem es sich um  ein Elektrophorese-Display handelt, welches nur Strom bei der Aktualisierung der Stundenplaninformationen benötigt. Der Mikrocontroller nutzt ein integriertes WLAN-Modul und die Funktion sich in einen Sleepmodus zu versetzen. In diesem wird so gut wie kein Strom verbraucht. Das dritte Hauptelement ist der Server, welcher die Mikrocontroller verwaltet und für die Raumzuordnung sowie für die immer aktuellen Rauminformationen zuständig ist.  Mit dem Produkt wird sichergestellt, dass Lehrer und Schüler immer bestens informiert sind wer sich wann in welchem Raum befindet.


3.Platz: Die HBLFA Gartenbau Schönbrunn mit „Bienenfreundliche Balkonpflanzen, geeignet für den städtischen Raum“

bienen
© Florian Wieser

Ohne Bienen wäre unsere heutige Kulturlandschaft undenkbar. Rund 84 Prozent unserer heimischen Blütenpflanzen sind auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen. Das macht die Biene zum drittwichtigsten Nutztier. Bienen leiden zunehmend an Nahrungsmangel. Der Verlust ihres Lebensraumes bis zur Pestizidbelastung und tödlichen Krankheiten, bedrohen nicht nur die Bienen, sondern auch das Nahrungsangebot der Menschen. Bienen können in Städten besser überleben als im ländlichen Raum. Mögliche Gründe dafür sind das wärmere Klima, ein geringerer Pestizideinsatz und es muss weniger Energie zur Nahrungssuche aufgewendet werden. Bienenfreundliche Balkonpflanzen könnten daher in Zukunft von großer Bedeutung sein. Menschen, die in der Stadt leben, können mit einem bienenfreundlichen Balkonkasten auch auf kleinen Flächen einen wichtigen Beitrag gegen das Bienensterben leisten. Das Nahrungsangebot der Bienen wird dadurch verbessert. Außerdem sind Balkonblumen sehr vorteilhafte Futterquellen für Bienen, da sie über einen langen Zeitraum durchblühen. Dadurch werden viele unterschiedliche Bienenarten angelockt. Ziel war es, die am besten für Bienen geeigneten Balkonpflanzen zu finden. Dazu wurden 25 Balkonblumenarten auf ihre Bienenfreundlichkeit getestet. Mit dieser Arbeit wird bewiesen, dass man dem Bienensterben auch in der Stadt entgegenwirken kann.

 

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