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Wien soll Vorreiter bei Kinderbetreuung werden

Wirtschaftskammer Wien-Netzwerk „Frau in der Wirtschaft“ fordert Verbesserung der Betreuung für Kinder bis 3 Jahre

 Frau in der Wirtschaft Wien Vorsitzende Margarete Kriz-Zwittkovits
© Florian Wieser Frau in der Wirtschaft Wien Vorsitzende Margarete Kriz-Zwittkovits

„Wien beansprucht auf sehr vielen Gebieten die Vorreiterschaft für sich. Daher sollte unsere Bundeshauptstadt bei der Kinderbetreuung ebenfalls richtungsweisend auftreten“, sagt Margarete Kriz-Zwittkovits, Vorsitzende von Frau in der Wirtschaft Wien. Bei der Betreuung von über 3-jährigen Kindern nimmt Wien im Bundesländervergleich zwar die Spitzenposition ein. Allerdings ist die Kleinstkinderbetreuung noch nicht flächendeckend etabliert. Das bedeutet, dass viele Eltern in ihrem Wohn- oder Arbeitsbezirk keinen Platz für ihre Kinder im Alter von unter 3 Jahren bekommen.

„Eine Verbesserung in diesen drei Bereichen würde tausenden Unternehmerinnen und Alleinerzieherinnen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern, dem Fachkräftemangel entgegenwirken und auf unsere Zukunft einzahlen“
Margarete Kriz-Zwittkovits

Drei Vorschläge zur Verbesserung der Situation 

  1. Frau in der Wirtschaft Wien schlägt daher erstens vor, gemeinsam mit dem Bund eine Ausbildungsoffensive für Elementarpädagoginnen und -pädagogen auf den Weg zu bringen, um ausreichend qualifiziertes Personal für den dringend notwendigen Ausbau und die Qualitätsverbesserung in Kinderbetreuungseinrichtungen zur Verfügung zu haben.
  2. Zweitens erneuert Kriz-Zwittkovits  ihre Forderung nach einem flächendeckenden Angebot für die Betreuung der Kinder unter 3 Jahren. Die Betreuungsquote in Wien liegt derzeit bei den unter 3-Jährigen bei 44%, bei den über 3-Jährigen bei 94%.
  3. Drittens sollte die Stadt - gemeinsam mit dem Bund - dafür sorgen, dass deutlich mehr finanzielle Mittel für frühkindliche Bildung zur Verfügung gestellt werden. „Mittelfristig wollen wir auf ein mit der Bevölkerung mitwachsendes Budget zu kommen, um das Angebot auf konstant hohem Niveau zu halten“, so Kriz-Zwittkovits.

Urbaner Raum besonders gefordert

 Als wirtschaftlich und gesellschaftlich moderner, urbaner Raum sei der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kleinstkinder in Wien besonders groß. Wien könne und müsse daher hier zum leuchtenden Beispiel für ganz Österreich werden.

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