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Wien mit dem Ausland sinnvoll vernetzen

Von DI Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien

© Jacqueline Godany

Die rot-weiß-rote Flagge weht in der ganzen Welt. Überall sind heimische Firmen vertreten - mit ihren Produkten, Dienstleistungen und Niederlassungen. Diese Präsenz wollen und brauchen wir, denn mehr als die Hälfte der österreichischen Wertschöpfung passiert bereits am Weltmarkt. Zugleich interessieren sich auch internationale Unternehmen und ausländische Fachkräfte für Österreich, vor allem für Wien. Wir brauchen beide - die internationalen Ansiedler, die in Österreich investieren und Arbeitsplätze schaffen; und die Spitzenarbeitskräfte aus anderen Staaten, deren Wissen und Können unsere heimischen Betriebe in ganz vielen Bereichen dringend brauchen.

"Die Politik ist aufgerufen, unsere Berichte aus dem Alltag der Unternehmen und unsere Verbesserungsvorschläge ernst zu nehmen"
Walter  Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien

Weil diese nicht immer aus EU-Staaten kommen und daher keinen freien Zugang zu unserem Arbeitsmarkt haben, brauchen wir die Rot-Weiß-Rot-Karte - ein von der Wirtschaftskammer maßgeblich mitentwickelter Weg, Top-Leute aus Drittstaaten nach Österreich zu holen. Hier ist es uns nun gelungen, weitere Verbesserungen durchzusetzen, damit der Bedarf der Betriebe besser abgedeckt werden kann.

Wien ist von Entsendung besonders betroffen

Auf der anderen Seite gibt es auch Arbeitskräfte, die von ausländischen Unternehmen nach Österreich entsendet werden. Hier zeigen sich in der Praxis ernsthafte Probleme, wie eine neue Studie zeigt. Demnach verliert Österreich pro Jahr rund 1,5 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben durch die Entsendung von ausländischen Mitarbeitern in unser Land, weil sie meist aus Ländern mit niedrigen Lohnnebenkosten kommen. Wien ist hier ganz besonders betroffen. Eine Änderung der EU-Entsenderichtlinie ist dringend notwendig.

Der Politik muss es also gelingen, beides zu schaffen: Schlüsselarbeitskräfte, die wir dringend brauchen, leicht und unbürokratisch in unsere Betriebe zu bringen, und auf der anderen Seite wettbewerbsverzerrende Konkurrenz zu verhindern. Wir wollen mit dem Ausland sehr engmaschig vernetzt sein, aber diese Vernetzung muss sinnvoll gestaltet sein. Die Politik ist aufgerufen, unsere Berichte aus dem Alltag der Unternehmen und unsere Verbesserungsvorschläge ernst zu nehmen.

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