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Wien ist eine Stadt der Brücken - das bietet noch ungenutzte Chancen

Viele Wiener Brücken sind in die Jahre gekommen und müssen generalerneuert werden. Was das bringt, hat der Standortanwalt berechnet.

Alexander Biach
© Florian Wieser

Kaum jemand weiß es, aber Wien ist tatsächlich eine Stadt der Brücken. Denn in der Bundeshauptstadt stehen insgesamt mehr als 1700 dieser Bauwerke. Nur in Hamburg gibt es europaweit noch mehr Brücken. Ein Großteil der Wiener Brücken ist nach dem Krieg neu gebaut worden. Viele benötigen nun trotz regelmäßiger und professioneller Wartung eine Generalinstandsetzung.

„Wien ist eine Stadt der Brücken. Das muss man vermarkten, hier lässt man Chancen aus.”
Standortanwalt Alexander Biach

Deshalb muss die Stadt Wien in den nächsten zehn Jahren rund 200 Millionen Euro investieren. Dass das nicht nur für die Sicherheit notwendig ist, sondern auch dem Wirtschaftsstandort und den Menschen etwas bringt, hat Alexander Biach, Standortanwalt in der Wirtschaftskammer Wien mit seinem Team berechnet und dazu einen Bericht erstellt.

Gutes Geschäft für Standort und für Steuerzahler

In einer ersten Modernisierungswelle werden jetzt 50 Wiener Brückenbauwerke bis 2030 instandgesetzt. Eines der ersten und größten Projekte ist dabei die 880 Meter lange Heiligenstädter Hangbrücke zwischen Wien und Klosterneuburg. Nach rund 45 Jahren ist sie am Ende ihrer Nutzbarkeit angelangt. Im März 2020 starten die Bauarbeiten. Der Neubau wird knapp zwei Jahre dauern. Für diese Zeit wurde von der Abteilung Brückenbau in der Stadt Wien eine ausgeklügelte Baustellenlogistik aufgesetzt, die weiterhin den Verkehrsfluss durch das Nadelöhr ermöglicht. „Ohne die Brücken und deren Modernisierung würde Wien kollabieren. Umso wichtiger ist es, dass dies nun geschieht und auch während der Instandsetzungsarbeiten, die Menschen von A nach B kommen und der Wirtschaftsverkehr fließt”, sagt Biach. Die Bauarbeiten an den Brücken werden den Autofahrern durchaus etwas Geduld abfordern, sie sind aber aus Sicherheitsgründen notwendig. „Und sie sind ein gutes Geschäft für Standort und Steuerzahler”, erklärt Biach.

  • Denn die öffentliche Hand investiert 200 Millionen Euro und löst damit 265,8 Millionen Euro zusätzliches Bruttoinlandsprodukt aus.
  • Österreichweit entstehen durch die Bauarbeiten an den Wiener Brücken insgesamt rund 2500 Jobs.
  • Gleichzeitig fließen knapp 92 Millionen Euro Steuern und Abgaben wieder zurück in den öffentlichen Haushalt.

Mehr Mut und Kreativität

Zusätzlich regt er an, dass bei Instandsetzung und Neubauten auf den visuellen Eindruck stärkeres Augenmerk gelegt wird. „Die Wiener Brücken nach 1945 sind funktionell, optische Highlights sind keine dabei. Da bräuchte es wieder mehr Mut und Kreativität.” Als Beispiel nennt Biach die Donaukanalbrücken, die ebenfalls saniert werden. Die Beleuchtung dieser Brücken ist rund 20 Jahre alt, ein energieeffizienteres, modernes Beleuchtungskonzept wäre durchaus wünschenswert. „Das würde den innerstädtischen Freizeitboulevard Donaukanal aufwerten und Brücken als städtebauliche Kunstwerke in Wien besser in Szene setzen”, sagt Biach.

Brückenstatistik
© wkw/pippan

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