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Wien darf den Anschluss nicht verpassen

Das internationale Fernbus-Angebot wird ausgebaut, Wien hinkt aber noch immer hinterher. „Wir brauchen endlich einen modernen Busterminal”, fordert Verkehrsobmann Davor Sertic.

© wkw

Geplant ist ein neuer zentraler Fernbusterminal für internationale Verbindungen in Wien schon lange. Zur engeren Auswahl stehen seit vergangenem Jahr drei Standorte: Erdberg, der Verteilerkreis in Favoriten und der Handelskai in der Leopoldstadt. „Aber es geht noch immer nichts weiter”, kritisiert Davor Sertic, Obmann der  Sparte  Transport  und  Verkehr  der  Wirtschaftskammer Wien. Der   deutsche   Fernbus-Betreiber   Flixbus habe z.B. angekündigt, heuer und im nächsten Jahr seine Verbindungen auszubauen. 

"Bereits seit 2008 fordert die WK Wien einen weltstadttauglichen Fernbusterminal für Wien. Wir haben lange genug gewartet. Wir bieten deshalb an, gemeinsam mit der Stadt die Standorte zu prüfen, um rasch zu einer Lösung zu kommen”
Davor Sertic, Obmann der  Sparte  Transport  und  Verkehr  der  Wirtschaftskammer Wien

Neben der wichtigen Bedeutung als Schnittstelle in den Osten werden auch die Fahrten von Wien nach Graz ausgebaut sowie Direktverbindungen nach Zürich und Basel eingerichtet, erklärt Sertic. „Die jetzigen Standorte, wie zum Beispiel Erdberg, sind seit Jahren überlastet und entsprechen keinesfalls den internationalen Standards. Der ständige Ausbau des Fernbusangebots zeigt doch mehr als deutlich, dass Wien immer mehr zur Drehscheibe für den Fernbusverkehr in Europa wird”, gibt Sertic zu bedenken. Der neue Busterminal könnte darüber hinaus 1700 neue Arbeitsplätze schaffen.

Visitenkarte für Wien

Dieser Forderung schließt sich auch Markus Grießler, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, an: „Immer mehr Touristen kommen mit dem Bus nach Wien. Von dieser Entwicklung profitieren nicht nur die Busunternehmen, sondern auch unsere Tourismusbetriebe. Die Stadt muss hier endlich aktiv werden und einen neuen Terminal als repräsentative Visitenkarte für den Tourismusstandort schaffen," betont Sertic.

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