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Wien-Bonus” bringt Wertschöpfung & sichert Jobs

Dienstag vergangene Woche hat Wiens Bürgermeister Michael Ludwig in seiner Grundsatzrede unter anderem angekündigt, dass Wiener Betriebe von der Vergabe von öffentlichen Aufträgen verstärkt profitieren sollen.

Maria Smodics-Neumann.
© Stefan Joham

Bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen soll darauf geachtet werden, dass regionale und ökologische Kriterien eine entscheidende Rolle für den Zuschlag spielen, so der Plan des Bürgermeisters für die Zukunft. „Es ist höchst erfreulich, dass Bürgermeister Michael Ludwig eine langjährige Forderung der Wirtschaftskammer Wien aufgreift und in einer gemeinsamen Initiative einen Bonus bei Vergabeverfahren für Wiener Unternehmen umsetzen will”, sagt Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer (WK) Wien dazu. Weiter meint er: „,Wer Wien liebt, kauft in Wien ein’ gilt künftig auch für die Stadt selbst. Ich gratuliere Michael Ludwig zu diesem mutigen Schritt für die Wiener Unternehmen”, so Ruck.

Die WK Wien hat seit Jahren die Stärkung der regionalen Betriebe bei öffentlichen Vergaben gefordert. Eine Bevorzugung der Wiener Unternehmen werde zu zahlreichen Positiv-Effekten für den Wirtschaftsstandort führen. Die Ankündigung des Bürgermeisters freut auch Maria Smodics-Neumann, Obfrau der Sparte Gewerbe & Handwerk.

„Die Regionalität in der Vergabe mehr zu berücksichtigen ist eine langjährige Forderung der Sparte Gewerbe & Handwerk. Wenn dies im Rahmen des Vergabegesetzes jetzt Realität wird, dann sind wir für die Wiener Unternehmer einen wichtigen Schritt weiter. Schließlich zahlen sie durch die Kommunalsteuer direkt in die Stadt ein. Je mehr Aufträge, umso mehr Arbeitsplätze und damit auch mehr Steueraufkommen. Ein positiver Effekt für alle Beteiligten”, sagt die Obfrau.

 „Ein positiver Effekt für alle Beteiligten.”
Maria Smodics-Neumann, Spartenobfrau Gewerbe & Handwerk

Volle Auftragsbücher erhoffen sich auch die Innungsmeister vieler Branchen (siehe unten). Kürzere Wege, regional produzierte Produkte, kurze Anfahrtswege - der positive ökologische Vorteil sei neben dem ökonomischen - nämlich der höheren Wertschöpfung und der Sicherung der Arbeits- und Lehrlingsplätze - nicht von der  Hand zu weisen, so die Innungsmeister. Sie sind aber auch gespannt, wie die rechtliche Umsetzung der Pläne aussehen wird. Das Vergabewesen der Stadt wird digitalisiert, die elektronische Vergabe in Zukunft also ebenfalls eine entscheidende Rolle spielen. Von der Veröffentlichung der Bekanntmachung bis zum Zuschlag läuft die Kommunikation über den Auftragnehmerkataster Österreich.

Wichtig: E-Vergabe-fit zu sein

Im Gegensatz zur klassischen Vergabe läuft bei der elektronischen Vergabe die Kommunikation zwischen Unternehmen und öffentlichen Auftraggebern elektronisch und nicht auf Papier ab. Das soll zur Vereinfachung von Vergabeverfahren, zu mehr Transparenz, zur Senkung von Kosten und zur Verbesserung der Beschaffungsergebnisse bei tragen. Für die Nutzung aller Dienste und die Abgabe von Angeboten ist eine digitale Signatur (zum Beispiel Handysignatur) erforderlich.

Gewerbe & Handwerk

Credit: Stefan Joham


Das sagen Branchenvertreter zum „Wien-Bonus” bei der öffentlichen          Auftragsvergabe     

„Ist auch Beitrag zur Nachhaltigkeit”

„Mit dem Bonus lässt sich nicht nur die Auftragslage von Wiener Betrieben verbessern, sondern die Stadt leistet auch einen wichtigen Beitrag im Sinne der Nachhaltigkeit. Kurze Wege bedeuten weniger Umweltbelastung. Der Wien-Bonus würde auch zu einer niedrigeren Arbeitslosenquote und zur besseren Ausbildung von Lehrlingen und Fachkräften führen. Auch die Erhöhung der lokalen Wertschöpfung und die Stärkung der Wiener Kaufkraft sind positive Folgen - und da würden mir noch einige weitere, sehr gute Argumente einfallen.”

Rainer Pawlick, Innungsmeister des Wiener Baugewerbes

„Positives Signal, das wir begrüßen”

„Der Wien-Bonus ist eine gute Sache und aus der Sicht der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker absolut zu begrüßen. Hiesige Betriebe in Vergabeverfahren zu stärken, macht aus jeder Perspektive und für alle Beteiligten Sinn. In anderen Bundesländern passiert das ja ebenfalls. Ist der Installateur vor Ort, werden Wegzeiten reduziert und CO2 eingespart. Für unsere Branche wäre es jedenfalls ein wichtiges Signal, auch in Richtung Zukunftssicherung. Jetzt bleibt noch abzuwarten, wie der Wien Bonus konkret aussehen wird.”

Robert Breitschopf, Innungsmeister Sanitär-, Heizungs- u. Lüftungstechniker

 „Sichert Jobs und generiert Umsatz ”

„Durch den Wien-Bonus ist eine Absicherung der bestehenden Arbeitsplätze gewährleistet und ein Halten des bisherigen Umsatzes leichter möglich. Wiener Betriebe haben ohnehin einige finanzielle Mehrbelastungen gegenüber auswärtigen Firmen - etwa die U-Bahnsteuer. Nebenbei kommen die abgeführten Steuern teilweise wieder der Gemeinde Wien zugute. In meiner Innung sind viele Handwerksbetriebe vom Wien-Bonus betroffen, z.B. die Stuckateure und Trockenausbauer, die Bodenleger, die Wärme-, Kälte-, Schall- und Branddämmer oder die Pflasterer.”

Thomas Stangl, Innungsmeister der Wiener Bauhilfsgewerbe

 „Vor allem für Bau-Gewerbe wichtig”

„Der Wien-Bonus ist ein lang gehegter Wunsch der Wiener Gewerbetreibenden, vor allem am Bau. Allein im Sinn des Umweltschutzes ist es wünschenswert, dass auf die Ressourcen der Wiener Unternehmen - die ohnehin unter verschärften Bedingungen arbeiten müssen - zurückgegriffen und die Konkurrenz durch Betriebe aus dem Umland entschärft wird. Wir beobachten immer wieder, dass diese das ‚Wiener Pflaster’ mit seinen Besonderheiten unterschätzen. Da ist ja wohl niemandem geholfen. Möglicherweise könnte eine Bonus-Regelung hier lenkend eingreifen.”

Alexander Eppler, Innungsmeister der Wiener Dachdecker, Glaser, Spengler

 


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