th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Wiedereingliederung nach langem Krankenstand

Seit vier Jahren gibt es die Wiedereingliederungsteilzeit, eine Form der befristetenTeilzeitarbeit, die Arbeitnehmern nach längerer Krankheit die schrittweise Rückkehr in das Berufsleben erleichtert. 

Die Wiedereingliederungsteilzeit hilft Mitarbeitern, nach langem Krankenstand schrittweise in den Berufsalltag zurückzukehren.
© Sean Justice/Corbis Die Wiedereingliederungsteilzeit hilft Mitarbeitern, nach langem Krankenstand schrittweise in den Berufsalltag zurückzukehren.

Voraussetzungen und Details

Der Arbeitnehmer muss einen Krankenstand von durchgehend mindestens sechs Wochen hinter sich haben und seit mindestens drei Monaten beim Arbeitgeber beschäftigt sein. Die Wiedereingliederungsteilzeit muss spätestens einem Monat nach Ende der Arbeitsunfähigkeit angetreten werden. Es gibt keinen Rechtsanspruch auf die Wiedereingliederungsteilzeit. Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbaren diese individuell miteinander. Dafür ist - nach Beratung durch das Beratungsprogramm fit2work - ein Wiedereingliederungsplan zu erstellen und eine schriftliche Vereinbarung über die befristete Reduzierung der Arbeitszeit zu treffen. Die wöchentliche Normalarbeitszeit kann dabei um mindestens 25 Prozent und höchstens die Hälfte reduziert werden, und zwar für die Dauer von mindestens einem und höchstens sechs Monaten. Eine durchschnittliche Betrachtung über den gesamten Wiedereingliederungszeitraumist grundsätzlich zulässig. Die Mindest-Wochenarbeitszeit muss aber in jedem Fall zwölf Stunden betragen und das Entgelt über der Geringfügigkeitsgrenze liegen. Ist es aus arbeitsmedizinischer Sicht sinnvoll, kann die Wiedereingliederungsteilzeit einmalig um einen bis höchstens drei Monate verlängert werden. Beschäftigte erhalten während des Zeitraums ihr aliquotes Entgelt und ein Wiedereingliederungsgeld von der Gesundheitskasse. Abgesehen von der befristeten Herabsetzung der Arbeitszeit wird der bestehende Arbeitsvertrag nicht geändert.

Vorteile für den Arbeitgeber

Qualifizierte Mitarbeiter bleiben dem Betrieb erhalten. Für den Arbeitgeber fallen während der Wiedereingliederungsteilzeit nur aliquotes Entgelt- entsprechend der tatsächlichen Arbeitsleistung) und aliquote Lohnnebenkosten an. Das Modell wirkt zudem präventiv für den langfristigen Erhalt der Arbeitsfähigkeit von Fachkräften und trägt wesentlich zur Mitarbeiterbindung bei.

Das könnte Sie auch interessieren

Plan b

Erste Schritte zum Plan B

Richtiges Risikomanagement ist das Um und Auf, wenn der Betrieb steht. Wie man sich schon vorab auf den Notfall vorbereiten und absichern kann. mehr

Recht

Lockdown & Mietreduktion

Mehrere Corona-Lockdowns verboten das Betreten von Lokalen. Die Mieten konnten daher nicht erwirtschaftet werden. Ob sie dennoch bezahlt werden müssen, hängt vom Einzelfall ab. mehr

Alternative: Ein Streit wird ohne Richter, dafür durch Mediation beigelegt.

Streit vor Gericht muss nicht sein: Es gibt Alternativen

Für Unternehmen in Österreich ist das klassische Gerichtsverfahren die bekannteste Form der Streitbeilegung. Eine Alternative dazu sind Schiedsverfahren. Ein Überblick. mehr