th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Wem gehört ein Unternehmen?

Rechtsträger müssen ihren wirtschaftlichen Eigentümer regelmäßig in einer eigenen Datenbank eintragen.

Eigentümer
© Paolo Schorli/Shutterstockvon

Zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorfinanzierung hat das Bundesministerium für Finanzen im Jänner 2018 das „Wirtschaftliche Eigentümer-Register” eingerichtet. Es ermöglicht Behörden und anderen, die die Geldwäschebestimmungen zu berücksichtigen haben (z.B. Banken, Immobilienmaklern) die einfachere Feststellung, wer die wirtschaftlichen Eigentümer von Rechtsträgern sind. Für Unternehmer ist es wichtig zu überprüfen, ob sie der Meldepflicht im Register unterliegen. 

  1. Wer ist meldepflichtig, wer von der Meldepflicht befreit?
    Alle im Firmenbuch eingetragenen Personen und Kapitalgesellschaften, Stiftungen und Trusts müssen ihre(n) wirtschaftlichen Eigentümermelden. Meldebefreit sind jedoch:
    • Offene Gesellschaften und Kommanditgesellschaften, wenn alle persönlich haftenden Gesellschafter natürliche Personen sind,
    • Gesellschaften mit beschränkter Haftung, wenn alle Gesellschafter natürliche Personen sind - hier werden die Daten aus dem Firmenbuch übernommen,
    • Einzelunternehmen, Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschafte und Vereine.
  2. Wer ist der wirtschaftliche Eigentümer eines Unternehmens?
    Das sind natürliche Personen, die mehr als 25 Prozent an einem Rechtsträger halten. Hält ein anderer Rechtsträger eine Beteiligung von mehr als 25 Prozent, dann ist jene natürliche Person wirtschaftlicher Eigentümer, die dort die Kontrolle ausübt. Bei einer Beteiligungskette ist der wirtschaftliche Eigentümer am Ende der Kette festzustellen. Ist dies nicht möglich, ist die oberste Führungsebene als wirtschaftlicher Eigentümer anzugeben.
  3. Wer muss die Meldung beim Register durchführen?
    Die Meldung ist jährlich durchzuführen - binnenvier Wochen ab Fälligkeit (= Jahresstichtag der letzten Meldung). Die Meldung erfolgt über das Unternehmensserviceportal – entweder durch einen Vertreter des Unternehmens/des Rechtsträgers oder durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt, einen Bilanzbuchhalter, Buchhalter oder einen Personalverrechner. Um die Meldung möglichst einfach zu gestalten, wurde ein automatischer Abgleich mit bestehenden Registern (z.B. mit dem zentralen Melderegister, dem Firmenbuch, dem Vereinsregister) in die Meldeformulare integriert. Handelt es sich bei den wirtschaftlichen Eigentümern um Personen mit Hauptwohnsitz im Inland, müssen daher nur Name und Geburtsdatum eingegeben werden. Wird die Meldefrist versäumt, wird vom zuständigen Finanzamt automatisch ein Zwangsstrafenverfahren eingeleitet. Es drohen hohe Finanzstrafen - bis zu 100.000 Euro bei grober Fahrlässigkeit bzw. 200.000 Euro bei Vorsatz.

Das könnte Sie auch interessieren

Ausbildner erklärt Lehrling technischen Gegenstand

Bildungsverpflichtung für Lehrlinge in Kurzarbeit

Beihilfenrückforderungen bei einem Drittel aller Betriebe mehr

Gastronomie

Der Traum vom eigenen Lokal braucht Planung

Von der Idee bis zur Eröffnung eines Gastrobetriebs gibt es viel zu bedenken, wenn er Erfolg haben soll. Der Standort ist ein entscheidender Faktor. Das WK Wien Webseminar gibt Tipps. mehr

gründen

WK Wien bietet Gründerworkshop auf Ukrainisch an

Alle Infos rund ums Thema Gründen jetzt auch auf Ukrainisch - „Mittels Simultanübersetzung sind die Infos für alle zugänglich“, freut sich Gründervertreterin Havel. mehr