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Weltweiter Erfolg mit Innovationen

Mit einer Imagekampagne hat die Wiener Industrie vor kurzem auf ihre internationalen Erfolge aufmerksam gemacht. Spartenobmann Stefan Ehrlich-Adám betont, dass dieses hohe Niveau nur durch ausreichend Fachkräfte, verbunden mit einer Bildungsreform, gehalten werden kann.

Stefan Ehrlich-Adám
© Bernhard Schramm

In Wien gibt es aktuell rund 550 Industriebetriebe. Welchen Stellenwert haben sie für die Stadt?

Ehrlich-Adám: Wien ist der drittgrößte Produktionsstandort Österreichs. Damit ist die Industrie in Wien ein enorm wichtiger Wirtschaftsfaktor. Aktuell bietet sie rund 50.000 Menschen Arbeit. Wenn man die Zulieferer und die Dienstleistungen betrachtet, die mit ihr verbunden sind, kommen wir sogar auf etwa 140.000 Menschen, die von der Wiener Industrie leben. Zusätzlich bildet sie jedes Jahr knapp 900 Lehrlinge aus. Was die Produktion betrifft, sind zuletzt Waren im Wert von fast 27 Milliarden Euro hergestellt worden. Zwei Drittel davon gingen in den Export. 

Besonders die Erfolge im Export standen im Mittelpunkt der jüngsten Imagekampagne für die Wiener Industrie. Wie zufrieden sind Sie mit dieser Kampagne?

Ehrlich-Adám: Ich bin sehr zufrieden. Unter dem Motto „Weltweit.Wien” sind mehr als zwei Wochen lang Leuchtturmprojekte präsentiert worden. Zum Start hatten wir ein positives Medienecho und zahlreiche Berichte. Die Kampagne selbst hat laut elektronischer Messungen alleine per Infoscreens und City Lights fast 19 Millionen Kontakte mit Passanten bzw. Fahrgästen gebracht. Online sind weitere 8,6 Millionen Kontakte dazu gekommen. Eine Umfrage hat ergeben, dass die zentralen Botschaften „internationaler Erfolg” und „Innovation” verstanden wurden und sich knapp jeder Zehnte an die Kampagne erinnert hat. Das sind ausgezeichnete Werte. 

Neben einer Imagekampagne gibt es jedes Jahr auch die Industrielehrekampagne. Welche Ziele haben Sie hier?

Ehrlich-Adám: Wir wollen die Chancen zeigen, die eine Karriere mit Lehre bietet. Angefangen von einer interessanten, abwechslungsreichen Arbeit bis hin zu einer attraktiven Bezahlung. Allerdings wird es aufgrund des sinkenden Bildungsniveaus immer schwieriger, geeignete Kandidaten zu finden. Dass wir deswegen jedes Jahr hunderte unbesetzte Lehrstellen haben, verschärft den Fachkräftemangel zusätzlich. Wir brauchen eine Bildungsreform. 

An welche Maßnahmen denken Sie?

Ehrlich-Adám: Wir müssen die Schul- durch eine Bildungspflicht ersetzen. Es reicht nicht aus, seine Zeit in der Schule mehr oder weniger abzusitzen. Man soll eine Schule nur dann verlassen dürfen, wenn man die Bildungsziele erreicht hat, vor allem in Deutsch, Mathematik und Englisch. Zwischenziele, die überprüft werden müssen, helfen auf dem Weg dorthin. Generell ist es wichtig, das Interesse der jungen Menschen an Mathematik und technischen Fächern zu wecken. Das sind die Fächer der Gegenwart und der Zukunft. Und aus Sicht der Wirtschaft ist es dringend notwendig, ausreichendes Wirtschaftswissen in der Schulzeit zu vermitteln. 

Apropos Zukunft: Umweltschutz ist derzeit das große Thema. Was trägt die Industrie dazu bei, dass künftige Generationen in einer intakten Umwelt leben können?

Ehrlich-Adám: Schon jetzt unterliegen große Teile der Industrie dem Emissionshandel. Wer mehr CO2 ausstößt, zahlt mehr. Das ist natürlich ein Anreiz, in Nachhaltigkeit zu investieren. Nicht nur im Zusammenhang mit dem Energieeffizienzgesetz, sondern auch schon in den Jahren davor ist viel Geld in effizientere und damit nachhaltigere Anlagen investiert worden. Je effizienter und damit umweltschonender die Produktion ist, desto niedriger sind auch die Kosten. Neben der moralischen Verpflichtung ist Umweltschutz damit auch ökonomisch sinnvoll.

 

Darf man auch fragen…


Was war Ihr Berufswunsch als Kind

  • Ehrlich-Adám: Ich wollte immer einen Beruf, der Reisen ermöglicht.


Welches Buch lesen Sie gerade?

  • Ehrlich-Adám: Ich lese immer mehrere Bücher parallel. Zurzeit „Dare to lead” von Brene Brown, „Questions are the answers” von Hal Gregersen, „World Order” von Henry Kissinger und „Shantaram” von Gregory David Roberts.


Mit welcher Wirtschaftsgröße würden Sie gerne einen Abend verbringen?

  • Ehrlich-Adám: Mit dem in Wien geborenen US-Ökonomen Peter Drucker.


Ein perfekter Tag beginnt mit?

  • Ehrlich-Adám: Einer Tasse guten Tees.


Was lieben Sie an Ihrer Arbeit am meisten?

  • Ehrlich-Adám: Die Freiheit und Möglichkeit, Ideen umzusetzen - hinsichtlich neuer Technologien, innovativer Produkte und einer zeitgemäßen Organisation.


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