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Welche Inhalte das Impressum für ein Druckwerk haben muss

Ein Impressum erfüllt die Offenlegungspflicht der Verantwortlichkeiten für Veröffentlichungen nach dem Mediengesetz. Das gilt für den Online-Bereich ebenso wie für gedruckte Werke. Verwaltungsstrafen bei Verstößen

Laufband mit Zeitungen
© zefart /Sgutterstock Die Impressumspflicht gilt für Homepages und Newsletter genauso wie für Druckwerke. Dort muss zusätzlich unter anderem die gewählte Druckerei und deren Standort angegeben werden.

Durch die Impressumspflicht wird vom Gesetzgeber ein Mindestmaß an Transparenz für die Leser eines Druckwerkes eingefordert. Sie verlangt, dass zum Namen oder der Firma des Medieninhabers und des Herstellers auch der Verlags- und der Herstellungsort angegeben sein muss.

„Der Hersteller ist derjenige, der den Druck vornimmt. Der Herausgeber ist für den Inhalt verantwortlich, der grafische Gestalter der Druckunterlagen ist im Impressum unerheblich.”
Dieter Simon, Obmann der Fachgruppe Druck, der Wirtschaftskammer (WK) Wien

Wer also ein Druckwerk in Auftrag gibt, muss im Impressum nicht nur den Namen bzw. die Firma des Medieninhabers und dessen Niederlassung vermerken, sondern auch, welche Druckerei den Auftrag wo ausgeführt hat. Das gilt auch, wenn eine Druckerei im Ausland beauftragt wurde. Gerade der Herstellungsort fehlt oft im Impressum, erzählt Simon, der betont, dass auch diese Information im Interesse der Öffentlichkeit liegt. 

Welche Druckwerke betroffen sind

Egal, ob Plakate, Werbeflyer oder Flugblätter, das Mediengesetz besagt, dass auf jedem Medienwerk der Name oder die Firma des Medieninhabers und des Herstellers sowie der Verlags- und der Herstellungsort anzugeben sind. Der Hinweis auf eine Homepage alleine genügt nicht. Nur bei gedruckten Newslettern kann die Offenlegung künftig über einen Link auf die Website erfolgen. Nach dem Mediengesetz müsste auch der offizielle Firmenwortlaut (wie bei der Gewerbebehörde angegeben) genannt werden. Eine Mindestschriftgröße gibt es bei den Impressumsvorschriften nicht.

Wenn redaktionelle Beiträge, die zur Beeinflussung der öffentlichen Meinungsbildung geeignet sind bereitgestellt werden, muss das Impressum im Online- wie im Printbereich Folgendes enthalten:

  • Name/Firma des Medieninhabers
  • Unternehmensgegenstand
  • Wohnort/Sitz (Niederlassung) des Medieninhabers
  • Erklärung über die grundlegende Richtung des Mediums („Blattlinie”)
  • Firma/Sitz/Unternehmensgegenstand jedes Medienunternehmens, an dem eine der anzugebenden Personen beteiligt ist
  • bei Gesellschaften und Stiftungen: vertretungsbefugte Organe (z.B. Geschäftsführer/ Vorstandsmitglieder) sowie Mitglieder des Aufsichtsrats
  • bei Gesellschaften: Gesellschafter mit Art und Höhe der Beteiligung inkl. Treuhandverhältnissen und stillen Beteiligungen
  • bei Vereinen auch Vorstand und Vereinszweck
  • bei Stiftungen auch Stifter und Begünstigte.

Verwaltungsstrafen bei Verstößen

Bei Nichtbefolgung kann eine Verwaltungsstrafe von bis zu 20.000 Euro drohen

 

Wichtige Begriffe

  • Medieninhaber
    Medieninhaber ist, wer ein Medienunternehmen oder einen Mediendienst betreibt oder sonst die inhaltliche Gestaltung eines Mediums besorgt und dessen Herstellung und Verbreitung entweder besorgt oder veranlasst. Medieninhaber ist auch, wer sonst die inhaltliche Gestaltung eines Mediums zum Zweck der nachfolgenden Ausstrahlung, Abrufbarkeit oder Verbreitung besorgt. Entscheidend für die Eigenschaft als Medieninhaber ist, wer den Inhalt des Mediums vorgibt bzw. die Letztentscheidung über den Inhalt trifft. Die Beauftragung eines Dienstleisters, etwa einer Agentur für die Gestaltung oder eines EDV-Dienstleisters für den Betrieb einer Website, ändert an der Medieninhaberschaft des Unternehmers grundsätzlich nichts.

  • Hersteller
    Hersteller ist, wer die Massenherstellung von Medienwerken besorgt.

  • Herausgeber
    Herausgeber ist, wer die grundlegende Richtung des periodischen Mediums bestimmt.
    Quelle: Unternehmensserviceportal


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