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Weißt du schon, wohin du essen gehst?

Kaum ein Wiener, der sich mit dem Thema „Wohin mit meinem Gastro-Gutschein” noch nicht befasst hat. An insgesamt 950.000 Wiener Adressen wurde er verschickt, eingelöst werden kann das beliebte Stück Papier noch bis Ende September bei registrierten Betrieben. Der Gastro-Gutschein wird sehr geschätzt - und das kommt auch den Wirten zugute.

Gastrogutschein
© wkw

Seit Monaten sorgt Corona für Gesprächsstoff, nun gibt es endlich wieder ein angenehmes Gesprächsthema für viele Wiener. Die Frage, wo das Gegenüber seinen Gastro-Gutschein einlösen wird, bringt gute Stimmung in den Alltag und ein Stück Hoffnung, dass es wieder aufwärts geht. Die Stadt Wien hat in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Wien an 950.000 Wiener Haushalte Gutscheine im Wert von insgesamt 40 Millionen Euro verschickt. Singlehaushalte durften sich über einen 25-Euro-Gutschein freuen, Mehrpersonenhaushalte fanden einen 50-Euro-Gutschein im Briefkasten. Die Bons können bis 30. September bei registrierten Gastrobetrieben und Kaffeehäusern für Speisen und nicht-alkoholische Getränke eingelöst werden.

Unfrage
© wkw

„Die Gastrobranche hat durch den monatelangen Lockdown keinen Cent Umsatz gemacht. Es geht hier um nichts Geringeres als die wirtschaftliche Existenz von 8000 Gastronomen und ihren 40.000 Arbeitnehmern. Der Gutschein bringt nun wieder ein wenig Schwung in die angeschlagenen Betriebe”, erklärt Peter Dobcak, Obmann der Fachgruppe Gastronomie der WK Wien. Auch eine Blitzumfrage des Gastronomie Clubs Wien (siehe rechts unten) bestätigt, dass die Gutscheine gut angenommen und auch eingelöst werden.

Auch für die Kaffeehäuser ein Umsatzbringer

„Es ist sehr erfreulich, dass so viele Kaffeehauskollegen an der Gastrogutschein-Aktion teilnehmen und ihren Betrieb dafür registriert haben. Denn gerade in diesen schwierigen Zeiten ist alles, was den Kaffeehausbetrieben zu Gute kommt, zu begrüßen”, erklärt Wolfgang Binder, Obmann der Wiener Kaffeehäuser. Die Zahl der bis dato eingelösten Gutscheine zeige darüber hinaus, dass die Wiener ihre Kaffeehäuser vermisst haben, „diese schätzen und ihnen vertrauen.”


Die Aktion ist eine win-win-Situation

Elfi und Martin Lang sind begeistert von den Wiener Gastro-Gutscheinen.
© Stadtwirt Elfi und Martin Lang sind begeistert von den Wiener Gastro-Gutscheinen.

Der Stadtwirt ist ein Wiener Gasthaus mit burgenländisch-oberösterreichisch inspirierter Küche und saisonbedingt wechselnder Karte. „Nicht nur für uns als Gastronomen, sondern auch für unsere Stammgäste war der Corona-bedingte Lockdown ein schwerer Einschnitt. Sobald wir wieder öffnen durften, standen die Telefone für Reservierungen nicht mehr still”, erzählt Elfi Lang. Sie führt das Lokal samt Gastgarten als Familienbetrieb gemeinsam mit ihrem Mann Martin seit zwanzig Jahren mit viel Liebe und Leidenschaft. „Trotzdem ist es klar, dass wir die Umsatzverluste nicht so schnell aufholen können”, fügt Martin Lang hinzu. Deshalb zeigen sich die beiden auch begeistert von der Wiener Gastro-Gutscheinaktion. „Die Aktion kommt zu 100 Prozent der Wiener Gastronomie zugute. Und unsere Wiener Gäste wiederum freuen sich über den Gutschein. Das ist eine Win-win-Situation für alle”, freut sich Elfi Lang. Dass viele neue Gäste, vor allem aus der Umgebung, kommen, könne ebenfalls nicht schaden. Darüber hinaus sei die Registrierung sehr einfach gewesen. „Auch die Abrechnung ist einfach, es wird schnell überwiesen”, fügt Martin Lang hinzu. „Und es wird mehr konsumiert als der Gutscheinwert. Alles in allem - wir lieben den Gastro-Gutschein”, lautet Elfi Langs Conclusio.

Tipp!

Stadtwirt, Untere Viaduktgasse 45, 1030 Wien, T 01 / 713 38 28


Bei uns kann man auch frühstücken

Jutta Scheuch hofft, dass bald mehr Gäste den Gastro-Gutschein in ihrem Café Goldegg einlösen.
© Peter Zezula Jutta Scheuch hofft, dass bald mehr Gäste den Gastro-Gutschein in ihrem Café Goldegg einlösen.

Wie ein Schlag traf die Corona-Krise auch Café Goldegg-Betreiberin Jutta Scheuch. „Ich habe nach dem Lockdown erst einmal zwei Wochen gebraucht, um das Ganze zu realisieren”, schildert die Unternehmerin, die das Café in der Argentinierstraße 49 vor rund 12 Jahren übernommen hat und nun auf jeden einzelnen Besucher angewiesen ist: „Die Leute sind noch immer sehr verunsichert und vorsichtig. Der Gastro-Gutschein ist eine gute Aktion, um die schlechte Stimmung, die derzeit bei den Gästen herrscht, etwas zu heben und sie zu animieren, wieder zu konsumieren und ins Gasthaus oder ins Café zu kommen”, erklärt Scheuch. Vom Normalbetrieb sei man aber noch sehr weit entfernt. „Bei uns wurden bisher leider noch nicht viele Gutscheine eingelöst. Schließlich wollen die wenigsten 25 Euro für einen Kuchen und einen Kaffee ausgeben, sondern eher für ein Essen im Gasthaus”, erklärt sie und ergänzt: „Aber bei uns kann man auch gut frühstücken. Da zahlt es sich dann schon aus, den Gutschein einzulösen.”

Tipp!
Café Goldegg, Argentinierstraße 49­/Ecke Goldegggasse, 1040 Wien, T 01 / 50 59 162


Rechnen mit neuen Stammgästen

Für Marietta Wanner und Mustapha Khattat sind die Gastro-Gutscheine eine Unterstützung
© Patricia Fuchs Für Marietta Wanner und Mustapha Khattat sind die Gastro-Gutscheine eine Unterstützung

Das österreichisch-marokkanische Ehepaar Marietta Wanner und Mustapha Khattat hat mit seinem Lokal „L’Orient” authentische marokkanische Küche in die Leopoldstadt gebracht. Frische Zubereitung der Speisen hat in dem orientalischen Lokal oberste Priorität. „Damit wir die Frische gewährleisten können, halten wir die Speisekarte klein”, erklärt Mustapha Khattat, der für die Küche zuständig ist und vor Corona auch Kochworkshops abgehalten hat. „Ich werde immer wieder gefragt, aber wann ich diese beliebten Workshops wieder abhalten kann, steht noch in den Sternen.”„Ich spreche da sicher für alle Gastronomen, der Lockdown hat uns ziemlich kalt erwischt, ein echter Alptraum”, erzählt Wanner. Auch der Abholservice, den viele Gäste in Anspruch genommen haben, war bis Anfang April nicht möglich. „Da war es selbstverständlich erleichternd, diesen wieder durchführen zu können.” Die Gastro-Gutscheine sind dem Ehepaar somit sehr willkommen, „ein wenig Licht am Ende des Tunnels, sozusagen”, erklärt Wanner. Auch sie und ihr Mann empfanden die Online-Anmeldung für die Initiative als unkompliziert, das Einlesen der Gutscheine funktioniere schnell und übersichtlich. „Wir hoffen, dass die Überweisungen schnell abgewickelt werden. Denn wir müssen ja für alles in Vorleistung treten. In der momentanen Situation sehr schwierig”, so Wanner. „Was uns freut ist: Die Gutscheine kommen sowohl bei unseren treuen Gästen als auch bei neuen Kunden sehr gut an. Wir hoffen natürlich, neue Stammgäste durch unsere vorzügliche Küche gewinnen zu können”, ist das Ehepaar einig. Denn Neukunden zeigen sich von der Gutscheinaktion sehr begeistert, „aber natürlich auch von unserem Restaurant”, sind Wanner und Khattat überzeugt.

Tipp!
L’Orient, Rotensterngasse 22, 1020 Wien, T 0676 /30 212 30





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