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Hotellerie-Obmann Schmid: Wegfall deutscher Gäste wäre Todesstoß

Rote Liste wäre  Ende für viele Wiener Hotels – Dringender Appell an Deutschland genau abzuwägen

Hotel
© Erik Isakson/Blend Images/Corbis

Die kolportierten Meldungen, dass Deutschland die österreichische Bundeshauptstadt Wien auf die rote Liste setzen könnte, alarmieren die Wiener Hotelbetreiber. Nachdem sich in den letzten Wochen eine mögliche leichte Erholung für den Herbst und Winter angekündigt hat, droht dem Tourismus in Wien nun endgültig die Luft auszugehen.

"Wird Wien auf rot gesetzt, sehe ich schwarz für die Zukunft der Wiener Tourismusbetriebe. Wir befinden uns in der größten touristischen Krise, die wir jemals in Wien hatten.“
Dominic Schmid Obmann der Fachgruppe Hotellerie in der Wirtschaftskammer Wien

Seit der Wiedereröffnung der Wiener Hotels im Frühsommer hat sich die Buchungslage kontinuierlich verbessert. Zwar sind noch immer erst rund 60 Prozent der Betriebe geöffnet und die Auslastungszahlen der offenen Häuser liegen nur bei 28 Prozent, doch zeichnete sich für die kommenden Monate eine Verbesserung ab. Ein Trend, der in der letzten Woche jedoch jäh ein Ende fand. Schmid: „Die gelbe Ampel für Wien hat den Aufwärtstrend gestoppt, die orange Ampelschaltung die ersten Stornos gebracht und die Reisewarnung in der Schweiz eine Stornowelle. Und wenn uns Deutschland jetzt noch auf die rote Liste setzt, dann werden 80 Prozent der noch bestehenden Buchungen wegfallen“.

Er appelliert nun an die deutschen Behörden, diesen angekündigten Schritt nochmals zu überdenken:

„Wir als Hoteliers werden alle nötigen Maßnahmen mittragen. Wir haben ein eigenes Gütesiegel entwickelt, mit dem sich die Hotels zu genau definierten Präventionsmaßnahmen verpflichten und das von den Beherbergungsbetrieben auch gut angenommen und umgesetzt wird.“
Dominic Schmid

Mit dem „safe stay Gütesiegel“ wurden einheitliche Abläufe zur Prävention umgesetzt, um Gäste und Mitarbeiter bestmöglich zu schützen. Schmid: „Die Hotelbetriebe sind sich der Verantwortung für Gäste und Personal bewusst.“

Wiener Sicherheits-Siegel für Hotels

Die Fachgruppe Hotellerie der Wirtschaftskammer Wien hat ein eigenes Sicherheits-Siegel für ihre Mitgliedsbetriebe entwickelt. Mit einer Reihe von gezielten Maßnahmen in insgesamt sechs Bereichen wird das Gesundheits-Sicherheitslevel in den Wiener Beherbergungsbetrieben auf ein neues Level gehoben. Beginnend mit Fiebermessungen für Mitarbeiter bei Dienstbeginn, einem eigenen Covid-19-Beauftragten, zusätzlichen Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen, der Digitalisierung von Aushängen und Menükarten und weiteren Maßnahmen wird der Schutz für Gäste und Mitarbeiter vor einer Ansteckung erhöht. Nach außen sichtbar werden die Maßnahmen mit dem „Safe Stay“-Sicherheitssiegel, das die Beherbergungsbetriebe im Eingangsbereich anbringen können. Überprüft wird die Einhaltung der Vorgaben des Sicherheitssiegels gemeinsam von Wirtschaftskammer Wien und WienTourismus. Es kann von Wiener Beherbergungsbetrieben beantragt werden.



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