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Was die geplante Steuerreform kann

„Die Entlastung der österreichischen Steuerzahler um 6,5 Milliarden Euro ist ein großer, wichtiger Schritt für die Menschen in unserem Land und die Unternehmen”, sagt Wirtschaftskammer Wien Präsident Walter Ruck.

Steuern
© moodboard/Corbis

Durch die kräftige Senkung der Einkommensteuersätze bleibe den Erwerbstätigen am Ende des Monats mehr Geld - davon profitieren Arbeitnehmer und Unternehmer. Einige langjährige Forderungen der WK Wien sind im Regierungsentwurf vorgesehen und sind sehr zu begrüßen. Der vorgesehene Zeithorizont ist nicht immer optimal und einige Forderungen wie der Entfall der Mindestkörperschaftsteuer fehlen. Auch die steuerliche Absetzbarkeit des Arbeitsbereichs im Wohnungsverband soll kommen. Hier eine kurze Einschätzung der WK Wien zu einzelnen Punkten der Steuerreform, die Unternehmer betreffen. Details dazu sind noch offen.

  • Reduktion Einkommensteuer
    2021 soll der Eingangsteuersatz von derzeit 25 Prozent auf 20 Prozent gesenkt werden. Die Senkung der zweiten Stufe der Einkommensteuer von bisher 35 Prozent auf 30 Prozent und die Senkung der dritten Stufe von 42 Prozent auf 40 Prozent soll im Jahr 2022 erfolgen. Diese Reduktion ist positiv zu sehen, denn sie bewirkt eine Steuerentlastung für Ein-Personen-Unternehmen (EPU), Einzelunternehmen und Gesellschafter von Personengesellschaften.

  • Pauschalierungen für Kleinunternehmer
    Für Unternehmer mit Umsätzen bis 35.000 Euro pro Jahr soll ab 2020 die Abgabe einer klassischen Einkommensteuererklärung nicht mehr notwendig sein.  Die Betriebsausgaben werden pauschal mit 60 Prozent (bzw. 35 Prozent für Dienstleistungsunternehmen) des Umsatzes berücksichtigt. Damit wird eine Forderung der WK Wien umgesetzt, die zu weniger bürokratischem Aufwand vor allem für EPU führt. Für Handelsbetriebe sind die Prozentsätze jedoch nicht attraktiv, sodass hier andere Sätze gelten müssten.

  • Erhöhung der Kleinunternehmergrenze
    Unternehmer deren Jahresumsatz unter 30.000 Euro liegt, sind nicht umsatzsteuerpflichtig. Dieser Grenzwert soll bereits 2020 auf 35.000 Euro erhöht werden. Damit wird der bürokratische Aufwand für Kleinunternehmer weiter reduziert.

  • Bagatellsteuern
    Die Schaumweinsteuer, Gebühren für Vergleiche und Bürgschaftserklärungen sollen 2022 abgeschafft werden. Die Abschaffung der Schaumweinsteuer ist eine langjährige Forderung der WK Wien. Mit den weiteren geplanten Abschaffungen werden Betriebe entlastet. 

  • Bestandvertragsgebühr
    Nach dem Wegfall der Rechtsgeschäftsgebühr von Wohnungsmietverträgen im Herbst 2017 trifft die Bestandvertragsgebühr nahezu ausschließlich Unternehmen, die Geschäftsraummietverhältnisse oder sonstige Bestandverhältnisse eingehen. Auch die Bestandvertragsgebühr für die Geschäftsraummiete sollte im Rahmen der gesetzlichen Umsetzung der Steuerreform endlich aufgehoben werden.

  • Weniger Körperschaftsteuer
    Der bisherige Körperschaftsteuersatz von 25 Prozent soll 2022 auf 23 Prozent und 2023 auf 21 Prozent gesenkt werden. Ein wichtiger, von der WK Wien seit vielen Jahren geforderter Schritt, um den Wirtschaftsstandort Österreich zu stärken. Nachdem die Senkung erst 2023 voll wirksam wird und auch keine Abschaffung der Mindest-KöSt vorgesehen ist, wird die Ampel auf gelb gesetzt.

  • Erhöhung bei geringwertigen Wirtschaftsgüter
    Sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter können im Jahr der Anschaffung (Inbetriebnahme) zur Gänze als Betriebsausgabe geltend gemacht werden. Derzeit liegt die Grenze bei 400 Euro. Diese Grenze soll 2020 auf 800 Euro und 2023 auf 1000 Euro angehoben werden. Aufgrund des langen Zeitraumes besteht hier aber noch Luft nach oben. Die WK Wien bleibt bei ihrem Ziel einer Erhöhung auf 1500 Euro.

  • Gewinnfreibetrag – Grundfreibetrag
    Bisher war der Grundfreibetrag in Höhe von 13 Prozent bis zu einem Gewinn von 30.000 Euro möglich. Überstieg der Gewinn 30.000, so musste in begünstigte Wirtschaftsgüter investiert werden, um einen Gewinnfreibetrag zu lukrieren. Ab 2022 soll die Inanspruchnahme des Grundfreibetrages (ohne Investitionserfordernis) bis zu einem Gewinn von 100.000 Euro möglich sein. Durch den Entfall des Investitionserfordernisses bei Gewinnen bis 100.000 Euro fällt auch die Administration der Nachweispflichten weg. Die Inanspruchnahme des Gewinnfreibetrages wird für Unternehmen damit wesentlich erleichtert.

  • Mitarbeitererfolgsbeteiligung
    Ab 2022 soll eine sogenannte Mitarbeitererfolgsbeteiligung in Höhe von maximal 10 Prozent des Unternehmensgewinnes pro Jahr möglich sein. Für bis zu 3000 Euro pro Arbeitnehmer und Jahr sollen dafür weder Lohnsteuer, Lohnnebenkosten, noch Sozialversicherungsbeiträge anfallen. Die steuerfreie Beteiligung der Mitarbeiter am Erfolg des Unternehmens stellt grundsätzlich eine geeignete Form der Mitarbeitermotivation dar, die den Unternehmen zu Gute kommt. Die genaue Ausgestaltung durch den Gesetzgeber bleibt abzuwarten.

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