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Was die Stunde kosten muss, damit sich die Mühe auch lohnt

Gerade in den Anfangsjahren als Unternehmer sind Stundensatz und Kostenwahrheit schwierige Themen. Unternehmensberaterin Ursula Horak hat fünf Tipps, damit am Ende des Jahres genug Geld übrigbleibt.

© Sissi Furgler Fotografie

Damit sich selbstständige Arbeit lohnt, ist auf vieles zu achten - allen voran auf die Berechnung der eigenen Preise. Ursula Horaks Tipps für ein Unternehmertum ohne böses Erwachen: 

Kalkulieren Sie mit der Zukunft

Jungunternehmer kalkulieren meist die Preise auf Grund der anfänglich noch „kleinen” Unternehmensstruktur zu niedrig. Stammkunden haben meist kein Verständnis für spätere - erforderliche - rasante Preissprünge, die über der Inflationsrate liegen. Planen Sie also einen Mischsatz aus der derzeitigen Struktur und jener, wo Sie in drei bis fünf Jahren stehen wollen und welche Investitionen dafür erforderlich sind.

In der Planung die Kosten lieber „großzügig” ansetzen

Oft denkt man nicht an unvorhergesehene Ausgaben, die aber durchaus auch im Unternehmerleben ein großes Loch in die Kasse reißen können. Runden Sie die Kosten lieber großzügig auf und planen Sie zehn Prozent der gesamten Kosten für „Unvorhergesehenes” zusätzlich ein. Das gilt auch für Ihre privaten Lebenshaltungskosten, die Sie mit Ihrem Unternehmen ja mitverdienen müssen.Machen Sie im letzten Quartal eine Umsatz- und Kostenprognose für das nächste Jahr.Im Oktober haben Sie schon gutes Datenmaterial (Jänner bis September) zur Verfügung und können eine detaillierte Planung für das kommende Geschäftsjahr vornehmen. Vergleichen Sie Ihre Planung monatlich mit den Ist-Zahlen; dann können Sie rechtzeitig Abweichungen erkennen und gegensteuern.

Am 32. Dezember ist es zu spät

Das Jahr vergeht, das letzte Quartal ist eingebucht. Es ist mittlerweile der 15. Februar des Folgejahres. Der Jahresabschluss wird vorbereitet und Sie werden zu einer Besprechung mit dem Steuerberater eingeladen. Und jetzt passiert’s. Wir haben eine Steuernachzahlung, die sich „gewaschen hat”. Sprechen Sie nach Abschluss des dritten Quartals mit Ihrem Steuerberater, um das Jahresergebnis zu planen. Nur so können Sie Ihr Ergebnis steuern und Steuern sparen.Ich begleite viele meiner Kunden zu ihrer Jahresbesprechung beim Steuerberater. Einerseits um zu „übersetzen” und andererseits dabei zu unterstützen, besprochene Maßnahmen vorzubereiten und rechtzeitig umzusetzen.

Sagen Sie Ihrem Steuerberater, was Sie sich von ihm erwarten

Oft gehen Unternehmerinnen und Unternehmer davon aus, dass der Steuerberater strategische Entscheidungen übernimmt, und das, ohne ihn damit dezidiert beauftragt zu haben.Was also ist zu tun? Legen Sie fest, welche Informationen Sie von ihm erwarten und zu welchem Zeitpunkt. Und was sie nicht rechtzeitig liefern, kann auch nicht eingebucht werden.Werfen Sie einen Blick auf Ihre Saldenlisten, anstatt sie ungesehen abzulegen. Sie enthalten wesentliche Informationen, die Sie zur Steuerung Ihres Unternehmens brauchen! Wenn Sie die Saldenlisten nicht verstehen, lassen Sie sich erklären. Jedes Konto kann so umbenannt werden, dass Sie wissen, was gemeint ist.

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