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Was Unternehmen vom Militär lernen können

Beim Club UB-Abend am 26.03.2019 drehte sich alles um die Frage, was sich Unternehmer in ihrer zivilen Karriere von der Organisations- und Führungsstruktur des Militärs abschauen können.

Club Ubit
© Florian Wieser

Mag. Claudia M. Strohmaier, CMC, Sprecherin der Berufsgruppe der Unternehmensberater, begrüßte mit einem Aufruf zur Teilnahme an einer aktuellen internen Umfrage zur Marktsituation der Mitglieder, holte Feedback zur vergangenen Fachreise nach Tel Aviv ein und kündigte eine weitere Reise an, deren Termin aber noch nicht fixiert wurde. Frau Mag. M. Strohmaier animierte außerdem zu mehr Austausch unter den Mitgliedern und zur Kontaktaufnahme der Fachgruppe bei Fragen.

Ein militärisches Grundverständnis ist in der Wirtschaft bereits weit verbreitet

Anschließend stellte Mag. Gerhard J. Vater, Mitglied des Fachgruppenausschusses, in einleitenden Worten fest, dass sich Unternehmensberater verschiedenster Disziplinen bedienen, wie beispielsweise der Biologie, des Sports oder sogar der Theologie. Warum sich also nicht auch vom Militär etwas abschauen? Um die Stimmung etwas aufzulockern forderte er das Publikum auf, sich zu erheben, wenn sie eine militärische Grundausbildung genossen haben – und nannte daraufhin einen immer höheren militärischen Ausbildungsgrad. Diejenigen, die dieser nicht mehr entsprachen, wurden aufgefordert, sich wieder zu setzen. Am Ende standen nur noch die vier militärisch hoch qualifizierten geladenen Gäste.

Struktur der Wirtschaft auf Basis der Strategie des Militärs

Den Beginn der Expertenrunde machte Brigadier Mag. Erich Cibulka, Präsident der Österreichischen Offiziersgesellschaft. Er leitete seinen Vortrag mit einem Zitat des Philosophen Heraklit ein: „Der Krieg ist der Vater aller Dinge“. Dies bedeute, dass nur Neues entstehe, sobald man beginnt, sich mit anderen zu messen.

Vortrag Brigadier Mag. Erich Cibulka, Präsident der Österreichischen Offiziersgesellschaft


Seine zivile Studie über „Was macht Unternehmen erfolgreich?“ zeigten Strategie, Führung und Werte als wesentlichste Erfolgsfaktoren. Er verglich daher diese drei Aspekte zwischen Militär und Wirtschaft, wobei er darauf hinwies, dass sich Strategie vom griechischen „Strategos“, der Heerführer, ableitet und daher der obersten Führungsebene vorbehalten bleibt. Die Umsetzung dieser Strategie erfolgt im Militär über eine Auftragstaktik und nicht durch eine Befehlstaktik, sodass jedes Glied in der Hierarchie des Heeres ihre eigene Verantwortung zu erfüllen habe. Da laut Mag. Cibulka diese Taktik um einiges effizienter ist, als ein einfaches Befolgen von Befehlen und dessen Weitergabe, bringe dies vor allem auch in zivilen Hierarchien einen enormen Mehrwert. Als zentralen Punkt des Werteverständnisses beim Militär nennt er die Begriffe Treue und Kameradschaft, die sich auf den Zusammenhalt unter Kollegen in der Wirtschaft übertragen lassen. Dabei stellt er den Zusammenhalt zwischen Kameraden wegen der potenziellen Lebensgefahr über jenen von Arbeitskollegen: „Trotzdem ist Kameradschaft nicht Liebe oder Sympathie – es ist ein Geschäft auf Gegenseitigkeit“. Für die militärische Führungskraft bedeutet dies, die vier Werkzeuge der Führung – das Führungsverfahren, das Führungsverhalten, den Einsatz von Führungsmitteln und die bewusste Gestaltung der Organisation – auf der jeweiligen Ebene sattelfest anzuwenden. Er zog das Fazit: Führen benötigt Macht. Führen ist ein Handwerk. Führen kann man lernen. Somit kann sich jedes Wirtschaftsunternehmen der Führungsinstrumente des Militärs bedienen und diese auch für ihre eigenen Strukturen adaptieren.

Anwendung von Gelerntem und ein konstruktives Miteinander

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion von drei auf militärischer wie wirtschaftlicher Ebene hochkarätigen Akteuren, prognostizierte DI Mag. Harald Prokschy, Leiter der EVN Akademie, dass ein Verhalten auf Augenhöhe der Schlüssel für ein produktives Miteinander sei, sowohl in militärischen Strukturen als auch in der Wirtschaft. Dr. Michael Radike, Leiter des HR-Departments Digitalisierung und Programme bei den Österreichischen Bundesbahnen, ging sogar noch einen Schritt weiter und stellte ein konstruktives Miteinander als unumgängliches Mittel zu einer Zielerreichung jeglicher Art dar. „Beim Militär ist man gezwungen, Gelerntes anzuwenden. Das lernt man ich keinem Management-Kurs“, so Mag. Harald Mühlberger, Leiter Ressourcen- und Projektsteuerung bei Erzdiözese Wien. Alle drei sind sich einig, die Adaption von Führungs- bzw. Management-Strukturen aus dem Militär birgt enorme Effektivitäts-, Effizienz- und Standardisierungspotentiale. Eine Berührungsangst der Bereiche Militär und Unternehmensführung sei völlig unberechtigt.


Podiumsdiskussion mit DI Mag. Harald Prokschy (Leiter der EVN Akademie), Dr. Michael Radike (Leiter des HR-Departments Digitalisierung und Programme bei den Österreichischen Bundesbahnen), Mag. Harald Mühlberger (Leiter Ressourcen- und Projektsteuerung bei Erzdiözese Wien) 

Zum Abschluss gab es beim Buffet wie immer die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und sich über das Thema des Abends auszutauschen.

Impressionen Club UB am 26.03.2019 „Was Unternehmen vom Militär lernen können“

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