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Wann man Bewirtungskosten steuerlich absetzen kann

Manche Bewirtungskosten kann man zu 100 Prozent absetzen, manche zu 50 Prozent, andere gar nicht. Was man wissen muss, um bei Betriebsprüfungen nicht in unliebsame Diskussionen verwickelt zu werden.

© WKW

Anlässlich von Betriebsprüfungen wird immer wieder thematisiert, ob die Bewirtung von Geschäftsfreunden steuerlich geltend gemacht werden kann. Als Bewirtungsaufwendungen gelten Geschäftsessen sowohl innerbetrieblich als auch außerhalb des Betriebs. Sie schließen auch Kosten für die Unterbringung des Gastes mit ein. Geschäftsfreunde sind all jene, mit denen eine Geschäftsbeziehung besteht oder angestrebt wird, sowie deren Arbeitnehmer. Bei den Bewirtungsspesen gibt es Kosten, die zu 100 oder 50 Prozent steuerlich geltend gemacht werden können, und Kosten, die gar nicht absetzbar sind.  

Bewirtungskosten sind zu 100 Prozent absetzbar, wenn
  • die Bewirtung Bestandteil der Leistung ist bzw. unmittelbar mit der Leistung in Zusammenhang steht. Das sind z.B. Verpflegungskosten bei einer Schulung, die im Schulungspreis inkludiert sind,
  • die Bewirtung Entgeltcharakter hat - wie z.B. bei Incentive-Reisen. Der Empfänger
  • hat die Reise dann allerdings als Einnahme zu verbuchen,
  • die Bewirtung ohne Repräsentationskomponente ist - z.B. die Bewirtung selbst Werbung ist wie bei Produkt- und Warenverkostungen, die Bewirtung anlässlich von Fortbildungsveranstaltungen für Geschäftspartner, wie z.B. Handelsvertreter, erfolgt oder im Zusammenhang mit Betriebsbesichtigungen zur Kundengewinnung.

Repräsentation ist nicht abzugsfähig!

Zu 50 Prozent sind Bewirtungskosten abzugsfähig, wenn
  • es sich um werbewirksame Aufwendungen handelt, bei denen die betriebliche Repräsentationskomponente untergeordnet ist. Die Bewirtung muss eindeutig der Werbung dienen, und die betriebliche Veranlassung der Ausgaben muss weitaus überwiegen. Unter Werbung wird eine Produkt- oder Leistungsinformation verstanden. Es muss nachgewiesen werden, welches konkrete Rechtsgeschäft tatsächlich abgeschlossen bzw. angestrebt wurde bzw. welche konkrete Produkt- und Leistungsinformationen dargestellt wurden. Der Name des Geschäftspartners sowie das angestrebte Geschäft sollten somit immer auf dem Beleg vermerkt werden

Als Beispiele gelten
  • eine Bewirtung im Zusammenhang mit Pressekonferenzen oder betrieblich veranlassten Informationsveranstaltungen
  • Bewirtung im Betrieb bei Geschäftsbesprechung.
  • Arbeitsessen im Vorfeld eines angestrebten, konkreten Geschäftsabschlusses


Nicht abzugsfähig sind Bewirtungskosten, wenn die Bewirtung hauptsächlich der Repräsentation gilt. Als Beispiele dafür gelten
  • Bewirtungskosten im Haushalt des Steuerpflichtigen oder durch eine Feier zur Betriebseröffnung außerhalb des Betriebs
  • die Bewirtung aus persönlichem Anlass, wie z.B. einem Geburtstag
  • die Bewirtung in Zusammenhang mit nicht absetzbaren Besuchen von Casinos, Bällen, Konzerten etc.
  • die Bewirtung in Form eines Arbeitsessens nach dem Geschäftsabschluss.

Wichtig zu beachten ist auch, dass gemischte Aufwendungen aufgrund des Aufteilungsverbots ebenfalls nicht abzugsfähig sind.

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