th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Wahres über Bares

Die Diskussion über das Ablaufdatum von Barzahlungen reißt nicht ab. Bargeschäfte sind aus der Wirtschaft jedoch nicht wegzudenken. Kommentar von Handels-Obmann Rainer Trefelik.

© wkw

Aktuell läuft eine Befragung der Europäischen Union zur Notwendigkeit einer Beschränkung von Bargeldzahlungen. „Damit kam das Thema Bargeldbeschränkung auch wieder in die Medien. So hieß es zum Beispiel, dass legale Bargeschäfte von mehr als 5000 Euro eine Seltenheit seien”, sagt Rainer Trefelik, Obmann der Sparte Handel der Wirtschaftskammer Wien. Aus der unternehmerischen Praxis sieht das Trefelik jedoch anders:  

„In vielen Handelsbereichen, vor allem im Segment mit Luxusartikeln, aber z.B. auch im Kunsthandel, sind höhere Barzahlungen immer noch keine Seltenheit. Bei hohen Bargeldsummen direkt auf kriminelle Absichten der Kunden zu schließen,ist einfach nur absurd."
Rainer Trefelik, Obmann der Sparte Handel der Wirtschaftskammer Wien

Die Wirtschaft sei eben vielfältig und lasse sich nicht einfach „in einen Topf werfen”. Auch gehe es immer noch um die persönliche Freiheit, bezahlen zu können, wie man will. Ein gern herangezogenes Argument zur Beschränkung der Bargeldzahlung sei derVerweis auf die Kriminalstatistik. „Auch wenn das bargeldlose Zahlen auf den ersten Blick bequemer erscheint, darf man sich davon nicht blenden lassen. Denn Buchgeld und digitaler Geldtransfer sind viel besser manipulierbar und liefern keinen Schutz vor der Einsicht in persönliche Zahlungsvorgänge”, so Trefelik. 

Nein zur „cashless society”

Die Bargeldbegrenzung ist ein weitererSchritt zur „cashless society” (bargeldlose Gesellschaft), die sich komplett vom Bargeld als einzigem realen Wert abwendet und in der nur noch digital gezahlt werden kann. Ein weiterer Schritt in Richtung „gläserner Mensch”, warnt Trefelik vor dem aufgezwungenen Verlust der Anonymität. Bei einer vollkommenen Digitalisierung des Zahlungsverkehrs fürctet er darüber hinaus noch mehr Bürokratie.„Sollen wir Händler in Zukunft unsere Kunden als verdächtig einstufen, nur wenn sie große Summen bar zahlen wollen, und das  vielleicht auch noch melden müssen?”, fragt Treflik. Denn Unternehmer, die Arbeitsplätze und den Wohlstand der Gesellschaft sichern und darüber hinaus die größte Steuerlast indiesem Land tragen, brauchen definitiv keine weiteren Belastungen.

Das könnte Sie auch interessieren

  • Meinung
Newsportal Sinkt die Steuerquote, wächst die Wirtschaft

Sinkt die Steuerquote, wächst die Wirtschaft

Von DI Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien mehr

  • Meinung
Newsportal Zeitenwende in der Wirtschaftskammer Wien: Hinaus in die Bezirke, zu Ihnen in den Betrieb!
  • Meinung
Newsportal Schulterschluss für den S1-Lückenschluss

Schulterschluss für den S1-Lückenschluss

Von DI Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien mehr