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WK Wien: Tourismuszone in Mariahilfer Straße rasch umsetzen

Bilanz nach Umbau: Geändertes Kaufverhalten, Rückgang der zahlungskräftigen Käuferschicht um 13 Prozent – Ruck: Zusätzliche Querungen und Tourismuszone sollen Job- und Umsatzmotor ankurbeln

„Jubel, Trubel, Heiterkeit seitens der Politik – Ernüchterung und Enttäuschung seitens der Betriebe. Ein bitteres Fazit ein Jahr nach dem Umbau der Mariahilfer Straße. Es zeigt, wie weit mancher Politiker von der wirtschaftlichen Realität, dem Arbeitsmarkt und den Unternehmen entfernt ist“, sagt Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien. Die jährlich stattfindende Passantenzählung der Wirtschaftskammer Wien belegt, dass die Mariahilfer Straße nach dem Umbau generell an Frequenz und speziell an Kaufwilligen eingebüßt hat. Knapp 13 Prozent weniger Menschen kommen heute in die Einkaufsstraße, um zu shoppen. Damit die Mariahilfer Straße wieder zu alter Stärke zurückfindet, fordert Ruck von der Politik ein rasches Umsetzen der Tourismuszone. „Die Stadt jubelt über den Aufstieg zur Touristenmetropole. Wien jagt von einem Nächtigungsrekord zum Nächsten. Und dann lassen die politischen Entscheider die 14 Millionen Touristen vor verschlossenen Geschäften stehen. Das ist antiquierte Bevormundungspolitik, die viele hundert Jobs kostet und die Konjunktur behindert“, sagt Ruck.

„Das Feedback der Kaufleute in der Mariahilferstraße zeigt, dass weniger Menschen zum Shoppen kommen. Die Kaufleute beklagen Umsatzrückgänge, weil die zahlungskräftigen Käufer mit Auto weniger geworden sind“, sagt Rainer Trefelik, Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Wien. Durch die Umbauten in der Mariahilfer Straße gibt es dort jetzt auch ein geändertes Kaufverhalten. Mit Konsequenzen für die Unternehmer. „Viele Händler mussten ihr Sortiment umstellen, da das zahlungskräftige Publikum für die hochpreisigen Waren ausbleibt“, sagt Trefelik. Trotz des derzeit noch geringen Einflusses des Umbaus auf die Geschäftsmieten, die annähernd gleich (hoch) geblieben sind, hat es vor allem im Bereich der Gastronomie einen Zuzug von neuen, meist kleinen Unternehmen gegeben, aber kaum im Handel Damit die Straße wieder zu alter Stärke zurückfindet, fordert er neben der Umsetzung von Tourismuszonen weitere Querungen für den Zuliefer- und Individualverkehr.

 

Die seit 2012 jährlich im Oktober stattfindende Passantenmessung der Wirtschaftskammer Wien zeigt, dass in vier von fünf Zählbereichen die Passantenzahl nach dem Umbau teilweise deutlich zurückging. Im oberen Bereich der Mariahilfer Straße gar um 16,4 Prozent (Vergleich 2012 zu 2015). Und auch bei den tatsächlichen Einkäufern unter den Passanten gibt es einen deutlichen Rückgang um knapp 13 Prozent von 65,9 Prozent auf 53,2 Prozent. Im Vergleich dazu haben Kärntnerstraße/Graben ihre Käuferklientel um 1,4 Prozent leicht ausgebaut.

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