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WK Wien: Neujahr ist oft zusätzlicher Ansporn für Gründer:innen

Gerade zum Jahreswechsel überlegen viele Menschen, etwas Neues zu wagen – zum Beispiel den Schritt in die Selbstständigkeit. Eine gute Vorbereitung ist dabei der halbe Erfolg.

Clemens Schmidgruber, stehend, Arme verschränkt lächelnd
© Florian Wieser Clemens Schmidgruber, Vorsitz Junge Wirtschaft Wien

„Viele nutzen rund um den Jahreswechsel die Zeit, um sich über ihre Zukunft Gedanken zu machen. Und da kommt natürlich auch oft der Wunsch auf, beruflich etwas Neues zu wagen und sich selbstständig zu machen“, schildert Clemens Schmidgruber, der seit 1. Jänner den Vorsitz der Jungen Wirtschaft Wien innehat. Das bestätigen auch die Zahlen: So zählte die Wirtschaftskammer Wien in den letzten Jahren vorwiegend im Jänner die meisten Mitgliederzugänge. Im Jänner 2022 gab es etwa 1.430 neue Mitglieder, während im Dezember davor nur 944 neue Mitglieder hinzukamen.

„Ein ähnliches Bild zeigt sich in den Vor-Corona Jahren. Und auch die Anfragen im Gründerservice und die Workshop-Teilnahmen rund um das Thema Unternehmensgründung erleben im Jänner immer ein besonderes Hoch.“
Schmidgruber

Vorbereitung ist alles

Damit der Schritt ins Unternehmertum erfolgreich gelingt, benötigen die Gründer:innen eine zündende Geschäftsidee und eine gute Vorbereitung. „Know-how zur Unternehmensführung ist die Basis für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens“, weiß Schmidgruber und warnt mit dem Blick auf die Statistik: „Immerhin ein Viertel der gegründeten Unternehmen ist nach drei Jahren nicht mehr am Markt.“ Umfangreiche Unterstützung in Sachen Vorbereitung bietet das Gründerservice der Wirtschaftskammer Wien. „Neugründer:innen werden von Expert:innen durch den gesamten Gründungsprozess begleitet:  Von der Gewerbeabklärung über die Beratung zur Rechtsform, der Firmenbucheintragung bis hin zu steuerlichen und rechtlichen Themen“, sagt Schmidgruber und rät, bei den kostenlosen Webseminaren, die das Gründerservice regelmäßig anbietet, mitzumachen. „Das nächste Webseminar findet am 11. Jänner statt, außerdem bieten wir jede Menge Infomaterial, das jederzeit und kostenlos online zugänglich ist.“ 

Zu wenig Information

Steht fest, mit welcher Geschäftsidee man sich selbstständig machen möchte, gilt es, Informationen zu sammeln. Zuallererst sollte man die Branche kennen – gibt es hier eventuell auch rechtliche Rahmenbedingungen, die man kennen sollte? Weiters: Wie hoch sind die Gründungskosten und wie hoch die laufenden Kosten? Welche Gründungsschritte sind zu setzen? Wie kann man potenzielle Kunden ansprechen oder erreichen? Auch Informationen über etwaige Fördermöglichkeiten sollten eingeholt werden.  

Hier vier essenzielle Tipps des Gründerservice, die man als angehende:r Selbstständige:r beachten sollte:

  1. Gute Vorbereitung
    Selbstständig zu sein bedeutet einerseits viel Freiheit, aber andererseits auch viel Verantwortung. Die zentrale Frage zu Beginn jeder Gründung ist:
    - Bin ich ein Unternehmertyp?
    - Glaube ich an meine Idee und bin ich bereit Risiken einzugehen?
    Genauso wichtig wie die persönlichen Voraussetzungen sind die fachlichen Qualifikationen, wie z.B. das Vorliegen einer Befähigung oder grundlegende kaufmännische Fähigkeiten. Wesentlich ist auch, den Finanzbedarf zu kennen – welche Kosten muss man für die Gründung aufwenden und welche laufenden und kommenden Kosten, wie z.B. Sozialversicherungsbeiträge gehen mit der Gründung einher? 
  2. Ausreichend Information
    Steht fest, mit welcher Geschäftsidee man sich selbstständig machen möchte, gilt es Informationen zu sammeln. Zuallererst sollte man die Branche kennen – gibt es eventuell rechtliche Rahmenbedingungen, die man kennen sollte? Wie hoch bzw. gering sind die Gründungskosten und wie hoch die laufenden Kosten? Welche Gründungsschritte sind zu setzen? Wie kann man potenzielle Kund:innen ansprechen oder erreichen? Auch Informationen über etwaige Fördermöglichkeiten sollten eingeholt werden. 
  3. Vollständiger Businessplan
    Nicht nur bei hauptberuflicher Selbstständigkeit, sondern auch bei nebenberuflicher Gründung ist ein Unternehmenskonzept eine essenzielle Grundlage. Durch das Erstellen eines Businessplans beschäftigt man sich mit vielen grundlegenden Dingen, die für den Erfolg eines Unternehmens entscheidend sind wie z.B. der Geschäftsidee, dem Standort, dem Markt, der Branche, dem Finanzbedarf, etc. Der Businessplan ist ein wichtiges Planungsinstrument für kurzfristige und langfristige Ziele. Möchte man um eine Förderung oder einen Kredit ansuchen ist er als aussagekräftige Unterlage unerlässlich.
  4. Mitbewerb nicht vergessen
    Es ist immer wichtig, den Markt im Auge zu behalten und seine größte:n Mitbewerber:in zu kennen. Wettbewerb belebt zwar das Geschäft – aber nur dann, wenn man mit seinen Konkurrent:innen mithalten kann. Zentrale Fragen sollten laufend gestellt werden: Was unterscheidet die eigene Idee von den Ideen anderer Mitbewerber:innen? Warum sollten Kund:innen sich für mich entscheiden? Ist das Branchenwissen noch aktuell?

Kostenlose Infos im Gründerservice der WK Wien

Das Gründerservice der Wirtschaftskammer Wien ist die erste Anlaufstelle für Menschen, die in Wien ein Unternehmen gründen möchten und bietet neben einem umfangreichen Online-Angebot, kostenlosen Info-Blättern und Broschüren vor allem auch telefonische Kurzberatungen, Gründungs-Webseminare sowie persönliche Beratungsgespräche an. Alle Infos dazu unter:

wko.at/gruenderservice

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